E-world 2017Drei Tage voller Innovation

Oliver P. Kurth, Geschäftsführer der Messe Essen: „Die E-world ist ein Spiegelbild der Branche.“
(Bildquelle: Udo Geisler/E-world)
Der Februar steht wieder mal ganz im Zeichen der E-world. Die Veranstalter conenergy agentur und Messe Essen laden heute das 17. Mal zum größten Event der Energiebranche in die Messehallen Essen ein. Während dieser Zeit beleuchtet die Leitmesse der Energie- und Wasserwirtschaft erneut die Energiewelt in ihrer ganzen Vielfalt. Die wichtigsten Themen der E-world energy & water sind wiederholt innovative Lösungen für die Energieversorgung der Zukunft, wobei die Bereiche Erzeugung, Transport, Speicherung, Handel, Effizienz und grüne Technologien in den Fokus rücken. Auf der E-world werden die Themen für die Energiewirtschaft gesetzt, sagt Niels Ellwanger, Vorstand von conenergy.
Dabei ist die E-world weiterhin auf Wachstumskurs. Die Ausstellerzahlen nehmen nach Angaben der Organisatoren vor allem in den Themengebieten Speicher, dezentrale Anlagen und Energiedienstleistungen zu. Weitere wichtige Sparten sind der Bereich Informationstechnologie, der Energiehandel und das Thema Energieeffizienz. Zudem informiert die Messe zu den Themenfeldern Marketing und Vertrieb sowie Transport und Netze. Insgesamt konnte die Messe im vergangenen Jahr mit rund 650 ausstellenden Unternehmen aus 22 Nationen abermals eine Bestmarke erzielen.
Auf der anderen Seite hatten 24.000 Fachbesucher aus 71 Nationen im Jahr 2016 den Branchentreff besucht; insgesamt kamen fast 20 Prozent der Besucher aus dem Ausland. Die Entscheider der Branche werden auch in diesem Jahr die internationale Fachmesse dazu nutzen, um sich bei den Playern der Energiewirtschaft zu informieren, Kontakte zu knüpfen und Einkäufe oder Beschaffungen zu planen. Davon ist zumindest Oliver P. Kurth, Geschäftsführer der Messe Essen, überzeugt: „Die E-world ist ein Spiegelbild der Branche. Informationsaustausch, Kontakte pflegen und neue knüpfen – das geht nirgendwo so kompakt und in derart hoher Qualität wie hier.“ Die vielen positiven Umfrageergebnisse aus dem vergangenen Jahr geben ihm hierin Recht, knapp 70 Prozent der Aussteller gaben an, sogar internationale Kontakte geknüpft zu haben. Ein weiteres wichtiges Thema sind Kooperationen, von denen im vergangenen Jahr auf der Messe gleich eine ganze Reihe besiegelt werden konnten.
Die E-world 2017 baut nun die Zukunftsfelder der Branche weiter aus. So erhalten laut den Veranstaltern sowohl Unternehmen aus dem Bereich Smart Energy als auch Start-ups in diesem Jahr noch mehr Raum für ihre Präsentationen. Während im Bereich Smart Energy das bisherige Erfolgskonzept weitergeführt wird, bekommen junge Unternehmen erstmals einen eigenen Themenbereich namens Innovation. Ziel ist es, das Potenzial frisch gegründeter Firmen, die nicht selten Impulse mit innovativen Geschäftsideen in viele Bereiche der Energiebranche tragen, stärker bekannt zu machen. Außerdem sollen Firmengründer die Chance erhalten, wichtige Kontakte zu Investoren und Vertretern der Industrie zu knüpfen.
Innovation im Fokus
Dazu werden der Gemeinschaftsstand der jungen und innovativen Unternehmen, der Gemeinschaftsstand E-world meets Start-ups und die Aussteller aus dem Bereich Wissenschaft und Forschung im Themenbereich Innovation vereint. Der Themenbereich bekommt außerdem ein eigenes Fachforum, auf dem Branchenexperten neue Geschäftsmodelle, Konzepte und Ideen für die Energiezukunft diskutieren. Start-ups und Investoren erhalten hier die Möglichkeit zu pitchen, es stehen ein Forschungsupdate und der Slot Success Stories & Fails auf der Agenda. Auch das traditionell am dritten Messetag angesetzte Karriereforum findet im Themenbereich Innovation statt.
Im etablierten Smart Energy Ausstellungsbereich haben sich bereits mehr als 150 Unternehmen und Institutionen registriert. Sie werden intelligente und effiziente Lösungen zur Energieerzeugung, Energiespeicherung, Stromübertragung und Verbrauchssteuerung präsentieren. Besondere Schwerpunkte in den Hallen sechs und sieben bilden die Themen Energy Storage, Smart City und IT-Security. Wie die Veranstalter mitteilen, ist Smart Energy das erfolgreichste Gemeinschaftskonzept der E-world. So habe sich die Anzahl der ausstellenden Unternehmen in diesem Bereich in den vergangenen Jahren verdoppelt.
Hochkarätig besetzte Fachforen werden auch auf der kommenden E-world die Themenwelt Smart Energy begleiten. Im Brennpunkt des Smart-Tech-Forums stehen der Smart Meter Roll-out, Smart Grids und Standardisierungsthemen. Im parallel stattfindenden Energy Transition Forum werden die Themen Energie-Management und Direktvermarktung erneuerbarer Energien, Flexibilisierung, E-Mobilität und Energieeffizienz diskutiert.
Wie immer hält die E-world energy & water neben Ausstellung und Fachforen ein umfangreiches Konferenzprogramm bereit. Wie die Veranstalter mitteilen, stehen bei der kommenden Auflage internationale Marktentwicklungen im Fokus; hochkarätige Experten aus Industrie, Politik und Wissenschaft werden über Vertrieb, Handel und Energierecht informieren. Den Auftakt für das Konferenzprogramm bietet wie immer das Führungstreffen Energie am Vortag der Messe, dem 6. Februar. Am ersten Messetag veranstalten die EnergieAgentur.NRW und die Landesinitiative KlimaExpo.NRW dann den 21. Fachkongress Zukunftsenergien. Inhalte sind die Klimaschutz- und Energiepolitik des Landes sowie neue Trends, Märkte und Entwicklungen in der Energiewirtschaft. Am selben Tag widmet sich die Internationale Gasmarktkonferenz der Zukunft des Brennstoffs Erdgas und seiner Marktsituation. Mitwirkende sind unter anderem Hans-Josef Fell, Präsident der Energy Watch Group und Marie Donnelly, Direktorin für Erneuerbare Energien, Forschung, Innovation und Energieeffizienz bei der Generaldirektion Energie der Europäischen Kommission.
Digitalisierung und Smart Cities
Am zweiten Messetag wird unter anderem die Konferenz IT-Sicherheit und Datenschutz angeboten. Sie rückt kritische Infrastrukturen in den Mittelpunkt. Außerdem widmet sich die Konferenz Digitalisierung – Schöne, neue Welt? den Chancen und Herausforderungen von Innovationen. Ebenfalls am zweiten Messetag findet die Veranstaltung Weather Day statt. Auf der Konferenz zum Europäischen Strommarkt dreht sich alles um die Rolle der Energieunion, die Marktintegration erneuerbarer Energien, Investitionssignale und das europäische Netz der Zukunft.
Erstmalig angeboten wird die Konferenz Smart Infrastructure für Smart Cities. Projekt-Manager Christoffer Greisen wird das EnergyLab Nordhavn in Kopenhagen vorstellen; Bernd Koch, Leiter Dezentrale Energiesysteme bei Siemens spricht über intelligente Lösungen für die Stadt von morgen und „Effiency needs transparency“ lautet der Vortrag von Peter Eilers, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Bilfinger Efficiency.
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