Donnerstag, 19. März 2026

WindEnergy Hamburg DigitalDrei TV-Studios im Zentrum

[08.12.2020] Zum ersten Mal hat die globale Branchenmesse WindEnergy Hamburg digital stattgefunden. Dafür sendeten drei TV-Studios aus Brüssel, Shoreham Port und Hamburg an vier Tagen wechselweise insgesamt 35 Stunden lang und erreichten mit rund 70 Programmbeiträgen circa 40.000 Fachleute in 100 Ländern.
Gelungene Premiere für die digitale Branchenmesse WindEnergy Hamburg.

Gelungene Premiere für die digitale Branchenmesse WindEnergy Hamburg.

(Bildquelle: Hamburg Messe und Congress / Michael Zapf)

Das Corona-Virus konnte den fachlichen Austausch und die Vernetzung der internationalen Windenergiebranche nicht stoppen: Mit ihrer Premiere vom 1. bis 4. Dezember 2020 (wir berichteten) hat die digitale WindEnergy Hamburg die globale Windbranche in einer herausfordernden Zeit zusammengeführt. Drei TV-Studios in der belgischen Hauptstadt Brüssel, im britischen Shoreham Port und in der Freien und Hansestadt Hamburg sendeten an vier Tagen wechselweise insgesamt 35 Stunden lang und erreichten mit rund 70 Programmbeiträgen Fachleute in 100 Ländern, teilt Hamburg Messe und Congress mit. „Gemeinsam mit unserem Partner WindEurope ist es uns gelungen, die internationale Aufmerksamkeit zu einem ganz wichtigen Zeitpunkt in der energiepolitischen Debatte erneut auf die Windkraft zu lenken”, sagt Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress. „Mit den WindTV-Livestreams haben wir wichtige Experten der Branche, der Politik und der Gesellschaft auf allen Kontinenten erreicht – trotz der weltweiten Pandemie. Obwohl ich davon überzeugt bin, dass kein digitales Format den persönlichen Austausch auf Dauer ersetzen kann, freue ich mich, dass wir es geschafft haben, große Herausforderungen und neue Entwicklungen auf hohem Niveau zu diskutieren und die internationale Windgemeinschaft für vier Tage zusammenzubringen.”

Viele unterschiedliche Formate

Giles Dickson, CEO von WindEurope, erklärt: „Vier Tage WindTV sind zu Ende gegangen. Wir hoffen, sie haben den Zuschauern gefallen. Es war uns eine Ehre, so viele hochrangige Redner dabei zu haben. Und es war toll, dass wir so viele Inhalte in unterschiedlichsten Formaten senden konnten: Podiumsdiskussionen, Dokumentationen, Nachrichten, Interviews, Gesprächsrunden und auch etwas Unterhaltung. Alle Inhalte hatten eine einheitliche Botschaft: die Windindustrie ist robust und bereit, den enormen Ausbau zu stemmen, den die EU im Rahmen des Green Deal von uns erwartet – und dabei zum Wirtschaftsaufschwung beizutragen.“
GWEC-CEO Ben Backwell berichtet: „Es war für den GWEC ein tolles Erlebnis, vier Tage lang Zuschauern die neuesten Markttrends und Erkenntnisse aus den spannendsten Windenergiemärkten der Welt zu bringen. Mit WindTV sind wir virtuell nach Indien, Lateinamerika, Asien und Afrika gereist, um von führenden lokalen Experten zu hören und zu diskutieren, wie wir den Ausbau der Windenergie beschleunigen können, um mit Blick auf die COP26-Konferenz im kommenden Jahr die Dekarbonisierungsziele der Welt zu erreichen. Nach diesem turbulenten Jahr ist es sehr erfreulich, dass diese Begegnung der weltweiten Windindustrie stattfinden konnte, um Gedanken auszutauschen und über WindTV voneinander zu lernen, sodass wir aus der Corona-Krise gestärkt hervorgehen können.“

40.000 Zuschauer bei WindTV

Die WindEnergy Hamburg 2020 war laut Hamburg Messe die erste globale digitale Veranstaltung der Branche. Rund 40.000 Experten aus aller Welt hätten während der viertägigen Laufzeit das WindTV-Programm verfolgt, das WindEurope von Brüssel aus, die Hamburg Messe und Congress aus der Hansestadt sowie der Global Wind Energy Council aus dem britischen Shoreham Port wechselweise gestaltet hatten. Die meisten Zuschauer nahmen in Indien teil, gefolgt von Deutschland, den USA, China und Dänemark – den aktuell wichtigsten Windmärkten der Welt.
Viele prominente Sprecher gestalteten das digitale Branchen-Event mit. Darunter war auch Tom Kiernan, CEO von AWEA, der im Gespräch mit Giles Dickson, CEO WindEurope, erklärte, wie wichtig Joe Biden der Kampf gegen den Klimawandel sei und welche Bedeutung die erneuerbaren Energien in den USA haben werden. Fatih Birol, Chef der Internationalen Energieagentur (IEA) betonte im Interview mit Giles Dickson, dass die erneuerbaren Energien immun gegen Covid-19 seien und er weiteres Wachstum erwarte.

Auch digital ein Erfolg

Wie die Hamburg Messe mitteilt, spannte WindTV thematisch einen sehr weiten Bogen von der Entwicklung der globalen Windmärkte, über Herausforderungen im Zusammenhang mit Genehmigungsverfahren und Bürgerbeteiligungen, Technologien, Digitalisierung, Elektrifizierung und Systemintegration, On- und Offshore-Innovationen und Herausforderungen der Lieferkette der Windenergiebranche bis hin zum grünem Wasserstoff. Die Zuschauer konnten sich über tägliche Business News Live, GWEC Global Wind Briefs, Exhibitor Talks, VDMA Industry Talks, Gesprächsrunden zu Wasserstoff und das Zuschauerforum „What people ask“ informieren.
„Auch wenn noch nicht alles reibungslos funktioniert hat, war die WindEnergy Hamburg auch digital ein Erfolg. An den Fehlern werden wir arbeiten. Aber vor allem freuen wir uns auf die WindEnergy Hamburg vom 27. bis 30. September 2022 in unseren Hallen“, sagt Bernd Aufderheide.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Windenergie
Windenergieanlage auf einer Waldlichtung im Schwarzwald, umgeben von dichtem Wald und Mittelgebirgslandschaft unter wolkigem Himmel.

Süddeutschland: Milliardenpotenzial durch mehr Windkraft

[12.03.2026] Eine aktuelle Studie plädiert für einen stärkeren Ausbau der Windenergie in Süddeutschland. Mehr Windkraftanlagen in Bayern und Baden-Württemberg könnten die Kosten im Stromsystem deutlich senken. Branchenverbände fordern deshalb eine Änderung der Förderregeln. mehr...

Baden-Württemberg: 22 Windpark-Projektierer warnen vor Aus von Windenergie

[02.03.2026] 22 Windpark-Projektierer aus dem Südwesten warnen vor einem faktischen Aus für neue Anlagen in Baden-Württemberg. Sie sehen den Ausschreibungsmechanismus des EEG als Ursache und drängen die Bundesregierung zu raschen Korrekturen. mehr...

Stadtwerke Tübingen: Geplanter Windpark wird verkleinert

[02.03.2026] Die Stadtwerke Tübingen reduzieren den geplanten Windpark Rammert von 13 auf zehn Anlagen. Grundlage sind neue Windmessungen und Gutachten, die Wirtschaftlichkeit und Genehmigungsfähigkeit einzelner Standorte neu bewerten. mehr...

Baden-Württemberg: KI soll Genehmigung von Windkraftanlagen beschleunigen

[26.02.2026] Baden-Württemberg beschleunigt die Genehmigung von Windkraftanlagen mit KI-gestützten Prüf- und Assistenzsystemen. Angesichts von mehr als 1.000 neuen Anträgen im Jahr 2025 und fast 1.800 Projekten in Planung soll die Digitalisierung Verfahren weiter verkürzen und Investitionen absichern. mehr...

50Hertz: Unterlagen für Seetrasse eingereicht

[17.02.2026] 50Hertz hat die Genehmigungsunterlagen für die Seetrasse des Offshore-Projekts Ostwind 4 vollständig eingereicht, darunter erstmals eine 525-Kilovolt-Hochspannungsgleichstromübertragung in der deutschen Ostsee. Damit startet das formelle Verfahren für den Netzanschluss eines Ein-Gigawatt-Windparks nordöstlich von Rügen und rückt die Realisierung des Vorhabens näher. mehr...

RWE: Hochzeitsvorbereitungen für Offshore-Umspannwerke

[12.02.2026] Zwei Offshore-Umspannwerke für das 1,6-Gigawatt-Nordseecluster sind in Saint-Nazaire fertiggestellt und bereit für den Einsatz vor der deutschen Küste. Mit der Installation der bis zu 2.500 Tonnen schweren Plattformen rückt die Inbetriebnahme des ersten Bauabschnitts 2027 näher. mehr...

RWE: Stromabnahmevertrag mit Amazon geschlossen

[04.02.2026] RWE und Amazon haben einen Stromabnahmevertrag über 110 MW Offshore-Windenergie aus dem Projekt Nordseecluster B geschlossen. Der Vertrag stärkt den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland und unterstützt Amazons Ziel der CO2-Neutralität bis 2040. mehr...

Amprion: Hybrider Offshore-Interkonnektor geplant

[28.01.2026] Deutschland und Dänemark wollen ihre Stromnetze in der Nordsee enger verknüpfen und planen einen hybriden Offshore-Interkonnektor zwischen beiden Ländern. Amprion und Energinet sollen das Projekt mit innovativer Gleichstromtechnik auf See umsetzen. mehr...

VKU: Kurskorrektur beim Offshore-Ausbau gefordert

[28.01.2026] Der Verband kommunaler Unternehmen fordert anlässlich des Nordsee-Gipfels eine Kurskorrektur beim Ausbau der Offshore-Windenergie. Ziel sei ein Ausbaupfad, der Systemkosten begrenzt, Netze besser auslastet und Investitionen wirtschaftlich tragfähig macht. mehr...

Stadtwerke Stuttgart: Bei Windparkprojekt ist die Luft raus

[23.01.2026] Stadtwerke Stuttgart und Uhl Windkraft stoppen ihre Windkraftpläne im Vorranggebiet Zollernalb. Messdaten zeigen deutlich geringere Windgeschwindigkeiten als prognostiziert und machen einen wirtschaftlichen Betrieb unmöglich. mehr...

Thüringen: Ausbau der Beteiligung an Windenergie

[21.01.2026] Thüringen plant, die finanzielle Beteiligung von Kommunen an Windenergieprojekten auszuweiten und künftig auch Photovoltaik-Freiflächen einzubeziehen. Gleichzeitig sollen Ausnahmen für energieintensive Unternehmen die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie sichern. mehr...

Niedersachsen: Gewerbesteueraufkommen für Offshore-Windparks gesichert

[07.01.2026] Niedersachsen ordnet die Gewerbesteuer für Offshore-Windparks neu und sichert damit dauerhaft hohe Einnahmen für seine Kommunen. Kern der Regelung ist die Zuweisung der Hebeberechtigung an Wilhelmshaven ab 2026, mit umfangreichen Umverteilungseffekten über den Kommunalen Finanzausgleich. mehr...

Gruppenfoto von acht Personen bei der Vorstellung des geplanten Windparks Schäferköppel. Von links: Tina Zapf Rodriguez (Frankfurter Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen), Thomas Schrage (Erster Stadtrat Karben), Dr. Michael Maxelon (Vorstandsvorsitzender Mainova AG), Dr. Oliver Jedynak (Bürgermeister Bad Homburg vor der Höhe), Mike Josef (Oberbürgermeister Frankfurt am Main), Martin Giehl (Vorstand Technik & Erzeugung Mainova AG), Christian Stenglein (Vorstandsmitglied FraBeG) und Yannick Schwander (Ortsvorsteher Nieder-Erlenbach). Die Gruppe hält eine große Standortkarte des Windparks; im Hintergrund stehen Roll-ups der beteiligten Organisationen und ein Modell eines Windrads.

Mainova: Windpark vor den Toren Frankfurts

[03.12.2025] Im Norden Frankfurts entsteht ein neuer Windpark. Die Anlagen soll ab Ende 2027 Strom liefern und einen Beitrag zum Klimaschutz in der Region leisten. Von dem Projekt des Energieversorgers Mainova sollen auch die Standortkommunen und die Bürger profitieren. mehr...

Münster: Energiepark in Planung

[02.12.2025] Am Autobahnkreuz Münster-Süd soll ein Energiepark aus Windrad und großer Solaranlage entstehen, der tausende Haushalte mit regional erzeugtem Strom versorgt. mehr...

RWE: Weniger ist mehr

[26.11.2025] RWE erneuert den Windpark Calle in Niedersachsen und ersetzt fünf ältere Turbinen durch drei leistungsstärkere Anlagen. Das Repowering soll die mögliche Stromproduktion erheblich steigern und zusätzliche Einnahmen für die umliegenden Gemeinden bringen. mehr...