MainovaDurchwachsene Zahlen

Bilanzpressekonferenz: Mainova-Vorstand stellt Ergebnisse des Geschäftsjahrs 2014 vor.
v.l.: Mainova-Vertriebsvorstand Norbert Breidenbach; Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorsitzende des Vorstands der Mainova AG; Mainova-Technikvorstand Prof. Dr.-Ing. Peter Birkner und Mainova-Personalvorstand Lothar Herbst
(Bildquelle: Mainova AG)

Bilanzpressekonferenz: Mainova-Vorstand stellt Ergebnisse des Geschäftsjahrs 2014 vor.
v.l.: Mainova-Vertriebsvorstand Norbert Breidenbach; Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorsitzende des Vorstands der Mainova AG; Mainova-Technikvorstand Prof. Dr.-Ing. Peter Birkner und Mainova-Personalvorstand Lothar Herbst
(Bildquelle: Mainova AG)
Im Rahmen einer Pressekonferenz hat das Unternehmen Mainova gestern über den Verlauf des Geschäftsjahrs 2014 informiert. Der Konzern hat demnach einen Gewinn vor Ertragssteuern (EBT) in Höhe von knapp 106 Millionen Euro erzielt. Das um temporäre Bewertungseffekte bereinigte Ergebnis lag bei rund 136 Millionen Euro (Vorjahr: über 128 Millionen Euro). Vorstandschef Constantin H. Alsheimer erklärte: „Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen hat die Mainova ein solides Ergebnis erzielt. Im Wettbewerb sind wir erfolgreich. Unser Effizienzprogramm EINS wirkt sich nachhaltig aus.“
Durchwachsene Ergebnisse
Die einzelnen Geschäftsbereiche erzielten recht unterschiedliche Ergebnisse. Beim Gasvertrieb sank der Gewinn auf rund 53 Millionen Euro, ein Rückgang um gut 20 Millionen Euro. Bei der Wärmeversorgung wurde ein Verlust von knapp über vier Millionen Euro erwirtschaftet, das Ergebnis sank hier um sieben Millionen Euro. Die Stromerzeugung trug nur noch mit 400.000 Euro zum Ergebnis bei. Den Rückgang um 16 Millionen Euro begründet Mainova mit der Risikovorsorge für das Gemeinschaftskraftwerk Irsching in Höhe von fast 18 Millionen Euro.
Mehreinnahmen wurden bei der Stromversorgung erzielt. Das Ergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahr um über 23 Millionen Euro auf ein Plus von 6,7 Millionen Euro. Als Grund hierfür nennt das Unternehmen die Ausweitung der Vertriebsaktivitäten. Fast 81 Millionen Euro brachten die Beteiligungen ein. Nach Angaben von Mainova resultierte die Ergebnisverbesserung in Höhe von über 23 Millionen Euro im Wesentlichen aus einem Einmaleffekt, der auf die Beendigung eines Rechtsstreits bei einer Beteiligung zurückzuführen ist. Wichtigste Ertragssäule sei die Beteiligung an der Thüga gewesen, die einen traditionell hohen Ergebnisbeitrag leistete.
Erfolgreich beim Schuldenabbau
Trotz vielfältiger Herausforderungen konnte das Unternehmen die Schulden abbauen. Laut Vorstandschef Alsheimer wurden die Verbindlichkeiten um über 68 Millionen Euro auf gut 692 Millionen Euro gesenkt. Damit sei die Eigenkapitalquote um 1,2 Prozentpunkte auf 36,6 Prozent gestiegen. Auch bei der Gewinnung von Konzessionsverträgen seien Erfolge erzielt worden. In den Kommunen Hochheim am Main, Eppstein und Steinbach bleibt Mainova Partner für die Energieversorgung. In Mörfelden-Walldorf wurde gemeinsam mit der Stadt eine neue Netzgesellschaft gegründet. Zu Beginn des Jahres 2015 hat zudem die Stadt Frankfurt am Main die Verträge für die Stromkonzession mit Mainova verlängert (20959+wir berichteten).
Hohe Investitionen
Die Investitionen seien weiterhin auf einem hohen Niveau. Das Unternehmen investierte nach eigenen Angaben im Jahr 2014 fast 96 Millionen Euro in Sachanlagen. Der Ausbau und die Ertüchtigung des Fernwärmesystems sei dabei die größte Einzelinvestition in die Frankfurter Energienetze in der Geschichte von Mainova. Insgesamt werde das Unternehmen bis zum Jahr 2016 rund 130 Millionen Euro in Netze und Erzeugungsanlagen investieren. Alsheimer sagte: „Damit leisten wir einen wertvollen Beitrag für die Klimaziele der Stadt Frankfurt. Durch den Ausbau werden jährlich 100.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Das allein sind fast 20 Prozent der für den Sektor Energieversorgung vorgesehenen Einsparungen.“
Chancen in neuen Geschäftsfeldern
Auch bei der Entwicklung von Zukunftstechnologien ist Mainova aktiv. Seit Mai 2014 betreibt das Unternehmen gemeinsam mit zwölf Partnern der Thüga-Gruppe eine Power-to-Gas-Anlage (18809+wir berichteten). Diese Technologie sei ein wesentlicher Baustein für das Gelingen der Energiewende, da sie überschüssig erzeugten Ökostrom speichern und bei Bedarf wieder umwandeln kann, gab sich Alsheimer überzeugt.
Der sich verändernde Markt biete auch für Mainova große Chancen in neuen Geschäftsfeldern, in denen sich das Unternehmen als Partner für innovative Energielösungen positionieren wolle. Zurzeit liege der Fokus auf Mieterstrom- und Pachtmodellen mit Photovoltaik-Anlagen und Blockheizkraftwerken. Hier kooperiere Mainova eng mit der regionalen Immobilienwirtschaft. Beispielsweise sollen auf Gebäuden der ABG Frankfurt Holding PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von fünf Megawatt installiert werden. Die Mainova betreibt die Anlagen und vermarktet den so erzeugten Strom direkt an die Mieter der angeschlossenen Liegenschaften. Beim Ausblick für das Geschäftsjahr 2015 gab sich Mainova zurückhaltend. Der Frankfurter Versorger erwartet ein Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres.
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