Donnerstag, 15. Oktober 2026

PforzheimEnergiezentrale in Betrieb gegangen

[29.01.2026] In Huchenfeld ist eine neue Energiezentrale in Betrieb gegangen, die den Pforzheimer Stadtteil künftig mit überwiegend erneuerbarer Wärme versorgen soll. Betreiber sind die Stadtwerke Pforzheim, die damit ihre Nah- und Fernwärmestrategie weiter ausbauen.

Inbetriebnahme der neuen Energiezentrale im Pforzheimer Stadtteil Huchenfeld.

v.l.: Dr. Aik Wirsbinna, SWP-Geschäftsführer; Ortsvorsteherin Melanie Kirchgessner; OB Peter Boch

(Bildquelle: Stadt Pforzheim)

Eine neue Energiezentrale soll die Wärmeversorgung im Pforzheimer Stadtteil Huchenfeld nachhaltiger und unabhängiger von fossilen Brennstoffen machen. Wie die Stadt Pforzheim mitteilt, ist die Anlage inzwischen fertiggestellt und offiziell in Betrieb genommen worden. Ziel des Projekts ist es, den Anteil erneuerbarer Energien in der lokalen Wärmeversorgung deutlich zu erhöhen und gleichzeitig Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Nach Angaben der Stadt basiert das technische Konzept auf einem Energiemix aus einer Luft-Wärmepumpe und einer Pelletheizung, die den Hauptanteil der Wärmeerzeugung übernehmen. Ergänzt wird das System durch einen Pufferspeicher, der Lastspitzen ausgleicht und eine effizientere Nutzung der erzeugten Wärme ermöglicht. Den Strom für den Betrieb der Wärmepumpe liefert zu großen Teilen eine Photovoltaikanlage auf dem Gelände der Energiezentrale. Für Redundanz und zur Abdeckung von Spitzenlasten ist zusätzlich ein Gaskessel installiert, der bei außergewöhnlich hoher Nachfrage oder extremen Witterungsbedingungen einspringen kann.

Oberbürgermeister Peter Boch (CDU), zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Pforzheim, bezeichnete das Projekt laut SWP als wichtigen Schritt für die klimafreundliche Entwicklung des Stadtteils. Die Anlage zeige, welchen Beitrag kommunale Energieversorger zur Umsetzung der Wärmewende leisten könnten. Auch SWP-Geschäftsführer Aik Wirsbinna sieht in der neuen Zentrale einen zentralen Baustein der langfristigen Wärmeversorgungsstrategie. Er betonte, dass die Kombination aus Wärmepumpe, Pelletheizung und Gasreserve sowohl ökologische Anforderungen als auch betriebliche Sicherheit berücksichtige.

Die Energiezentrale ist nach Angaben der Betreiber so ausgelegt, dass sie nicht nur das benachbarte Hallenbad und eine Schule versorgt, sondern perspektivisch auch ein erweitertes Nahwärmenetz speisen kann. In einem nächsten Schritt sollen umliegende Wohngebäude an das Netz angeschlossen werden. Je größer das versorgte Gebiet, desto effizienter lasse sich die Anlage betreiben, heißt es vonseiten der Stadt. Zudem verweist die Stadt darauf, dass ein Anschluss an das Nahwärmenetz die Vorgaben des aktuellen Gebäude-Energie-Gesetzes erfüllt.

Auch auf lokaler Ebene wird das Projekt positiv bewertet. Ortsvorsteherin Melanie Kirchgessner erklärte laut Mitteilung, die neue Energiezentrale verbinde innovative Technik mit nachhaltiger Versorgung und stärke die Vorreiterrolle Huchenfelds bei der kommunalen Wärmewende.





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