Onshore-WindkraftErste Zuschläge erteilt
Die Bundesnetzagentur hat in der ersten Ausschreibungsrunde für Windenergie an Land vor allem Bürgerenergiegesellschaften bezuschlagt.
(Bildquelle: Barbara Thomas / pixelio.de)
Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat jetzt die Zuschläge für die erste Ausschreibung für Windenergie an Land erteilt. Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, kommentiert: „Die erste Ausschreibung für Wind an Land war erfolgreich. Das erfreulich hohe Wettbewerbsniveau ermöglichte einen durchschnittlichen Zuschlagswert von 5,71 Cent.“ Damit sind die Fördersätze im Vergleich zum bisherigen Vergütungssystem gesunken. In welchem Maße, das berechnen derzeit Experten vom Bundesverband Windenergie. Da das bislang zweistufige Vergütungsmodell auf ein einfaches System umgestellt wird, können die Fördersätze nicht eins zu eins verglichen werden. Hinzu kommt, dass die Vergütungssätze im bisherigen System vierteljährlich abgesenkt wurden. Nach Angaben von Georg Schroth vom Bundesverband Windenergie würde die Vergütung nach dem bisherigen System am 1. Dezember 2018 nach Abzug der Absenkungen bei 6,9 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) liegen. Die jetzt bezuschlagten Projekte werden nach Schroths Einschätzung frühestens Ende 2018 oder Anfang 2019 realisiert.
Das Ausschreibungsvolumen war deutlich überzeichnet. Bezuschlagt wurden insgesamt 70 Gebote mit einem Gebotsumfang von 807 Megawatt (MW). Eingereicht wurden 256 Gebote mit einem Volumen von 2.137 MW.
Eine Besonderheit bei der ersten Ausschreibungsrunde war, dass die Zuschlagsmenge im so genannten Netzausbaugebiet (wir berichteten) begrenzt wurde. Während der höchste Gebotswert, der noch einen Zuschlag erhalten konnte, außerhalb des Netzausbaugebietes bei 5,78 ct/kWh liegt, beträgt dieser innerhalb des Netzausbaugebietes 5,58 ct/kWh.
70 Prozent der insgesamt 169 eingereichten Gebote wurden von Bürgerenergiegesellschaften abgegeben. Entsprechend wurden diese in besonderem Maße bezuschlagt: Insgesamt 93 Prozent der Zuschläge beziehungsweise 65 Projekte entfallen auf Bürgerenergiegesellschaften. Für diese gelten besondere Regeln. So beträgt die Zuschlagshöhe für Bürgerenergiegesellschaften grundsätzlich 5,78 ct/kWh für Gebote außerhalb des Netzausbaugebiets und 5,58 ct/kWh für Gebote innerhalb des Netzausbaugebiets. Bei allen anderen Bietern entspricht der Zuschlagswert dem aktuell gebotenen Wert. Außerdem müssen Bürgerenergiegesellschaften bestimmte Anforderungen an die Gesellschaftsstruktur erfüllen, die per Eigenerklärung darzulegen waren. Im Unterschied zu anderen Bietern können sie ein Angebot vor Erteilung der Genehmigung nach Bundesimmissionsschutzgesetz (BImschG) abgeben. 95 Prozent der Bürgerenergiegesellschaften haben laut BNetzA hiervon Gebrauch gemacht.
Da Bürgerenergiegesellschaften außerdem eine um 24 Monate verlängerte Realisierungspflicht zugestanden wird – statt 30 Monate 54 Monate – sind belastbare Aussagen zur Realisierungsrate erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich, teilt die Bundesnetzagentur mit.
Diese Projekte haben einen Zuschlag erhalten
RWE: Stromabnahmevertrag mit Amazon geschlossen
[04.02.2026] RWE und Amazon haben einen Stromabnahmevertrag über 110 MW Offshore-Windenergie aus dem Projekt Nordseecluster B geschlossen. Der Vertrag stärkt den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland und unterstützt Amazons Ziel der CO2-Neutralität bis 2040. mehr...
Amprion: Hybrider Offshore-Interkonnektor geplant
[28.01.2026] Deutschland und Dänemark wollen ihre Stromnetze in der Nordsee enger verknüpfen und planen einen hybriden Offshore-Interkonnektor zwischen beiden Ländern. Amprion und Energinet sollen das Projekt mit innovativer Gleichstromtechnik auf See umsetzen. mehr...
VKU: Kurskorrektur beim Offshore-Ausbau gefordert
[28.01.2026] Der Verband kommunaler Unternehmen fordert anlässlich des Nordsee-Gipfels eine Kurskorrektur beim Ausbau der Offshore-Windenergie. Ziel sei ein Ausbaupfad, der Systemkosten begrenzt, Netze besser auslastet und Investitionen wirtschaftlich tragfähig macht. mehr...
Stadtwerke Stuttgart: Bei Windparkprojekt ist die Luft raus
[23.01.2026] Stadtwerke Stuttgart und Uhl Windkraft stoppen ihre Windkraftpläne im Vorranggebiet Zollernalb. Messdaten zeigen deutlich geringere Windgeschwindigkeiten als prognostiziert und machen einen wirtschaftlichen Betrieb unmöglich. mehr...
Thüringen: Ausbau der Beteiligung an Windenergie
[21.01.2026] Thüringen plant, die finanzielle Beteiligung von Kommunen an Windenergieprojekten auszuweiten und künftig auch Photovoltaik-Freiflächen einzubeziehen. Gleichzeitig sollen Ausnahmen für energieintensive Unternehmen die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie sichern. mehr...
Niedersachsen: Gewerbesteueraufkommen für Offshore-Windparks gesichert
[07.01.2026] Niedersachsen ordnet die Gewerbesteuer für Offshore-Windparks neu und sichert damit dauerhaft hohe Einnahmen für seine Kommunen. Kern der Regelung ist die Zuweisung der Hebeberechtigung an Wilhelmshaven ab 2026, mit umfangreichen Umverteilungseffekten über den Kommunalen Finanzausgleich. mehr...
Mainova: Windpark vor den Toren Frankfurts
[03.12.2025] Im Norden Frankfurts entsteht ein neuer Windpark. Die Anlagen soll ab Ende 2027 Strom liefern und einen Beitrag zum Klimaschutz in der Region leisten. Von dem Projekt des Energieversorgers Mainova sollen auch die Standortkommunen und die Bürger profitieren. mehr...
Münster: Energiepark in Planung
[02.12.2025] Am Autobahnkreuz Münster-Süd soll ein Energiepark aus Windrad und großer Solaranlage entstehen, der tausende Haushalte mit regional erzeugtem Strom versorgt. mehr...
RWE: Weniger ist mehr
[26.11.2025] RWE erneuert den Windpark Calle in Niedersachsen und ersetzt fünf ältere Turbinen durch drei leistungsstärkere Anlagen. Das Repowering soll die mögliche Stromproduktion erheblich steigern und zusätzliche Einnahmen für die umliegenden Gemeinden bringen. mehr...
JUWI: Grüner Strom für Stahlproduktion
[19.11.2025] Feralpi Stahl und der Projektentwickler JUWI wollen prüfen, ob Wind- und Solarkraft aus Sachsen künftig grünen Strom für die Stahlproduktion in Riesa liefern kann. Die Unternehmen sehen darin einen möglichen Schritt zu klimafreundlicherem Stahl und zu mehr regionaler Wertschöpfung. mehr...
RWE: Fundament für Offshore-Windpark gelegt
[12.11.2025] RWE hat alle Fundamente für die Windturbinen des Offshore-Windparks Nordseecluster A errichtet. Damit ist ein zentraler Bauabschnitt des 1,6-Gigawatt-Projekts in der Nordsee abgeschlossen, das ab 2027 Strom für rund 1,6 Millionen Haushalte liefern soll. mehr...
Baden-Württemberg: Zunahme von Windenergie
[24.10.2025] Der Ausbau der Windenergie in Baden-Württemberg nimmt Fahrt auf. Nach Angaben der Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg (PEE BW) und des BWE-Landesverbands wurden bis Anfang Oktober mehr Anlagen genehmigt als im gesamten Vorjahr, während über 1.200 weitere Projekte in Planung sind. mehr...
TEDEXA: Suche nach KI-Lösungen im Bereich Windenergie
[14.10.2025] Das Mainzer Softwareunternehmen TEDEXA zeichnet auf den 33. Windenergietagen in Potsdam innovative Windfirmen aus, die Künstliche Intelligenz gewinnbringend einsetzen. Der „Goldene Humphrey“ gilt als Impuls für eine strategische Nutzung von KI in der Erneuerbare-Energien-Branche. mehr...
BDEW/ZSW: Zahlen zur Nutzung von Erneuerbaren
[09.10.2025] Erneuerbare Energien deckten in den ersten drei Quartalen 2025 knapp 57 Prozent des Bruttostromverbrauchs in Deutschland. Nach Angaben von BDEW und ZSW konnte das windschwache erste Quartal durch deutlich mehr Solarstrom im Sommer ausgeglichen werden. mehr...
Kreis Tübingen: Windpark nimmt konkrete Formen an
[01.10.2025] Im Landkreis Tübingen nimmt der geplante Windpark Rammert konkrete Formen an: Die Gemeinde Dußlingen und die Stadtwerke Tübingen haben dazu einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Damit ist der Weg frei für zwei der insgesamt 13 vorgesehenen Anlagen auf Dußlinger Gemarkung. mehr...

















