Dienstag, 29. September 2026

Bad BlankenburgFernwärmeversorgung wird kommunal

[09.11.2016] Die bisher kleinteiligen Besitzverhältnisse am Fernwärmenetz Bad Blankenburg werden über einen Konsortialvertrag abgeschafft. Durch eine Zusammenführung der Teilnetze können die Übertragungsverluste minimiert werden, das Netz ist künftig zu 100 Prozent kommunal.

Die Stadt Blankenburg und die Unternehmen FBB Fernwärmeversorgung Bad Blankenburg, EMS Energie und Medienversorgung Schwarza und Thüringer Energie AG (TEAG) haben jetzt feierlich einen Konsortialvertrag über die Fernwärmeversorgung der Stadt Blankenburg unterzeichnet. Wie TEAG mitteilt, regelt der Vertrag die langfristige Zusammenarbeit der Vertragspartner neu. So ist das Unternehmen EMS aus Schwarza, eine hundertprozentige Tochter von TEAG, über das ebenfalls hunderprozentige Tochterunternehmen TWA Wärmeanlagenbau Thüringen, künftiger Alleineigentümer des bisher kleinteiligen Wärmenetzes. Damit ist das Wärmenetz Bad Blankenburgs vollständig in den Händen kommunaler Anteilseigner, heißt es in einer Pressemeldung von TEAG. Die FBB, an der die Stadt Bad Blankenburg zu 26 Prozent beteiligt ist, ist wiederum Alleinpächter des Wärmenetzes. EMS übernimmt die Absicherung der Betriebsführung. Bad Blankenburgs Bürgermeister Frank Persike sagt: „Mit dieser vertraglichen Neuordnung wird die Fernwärmeversorgung unserer Stadt künftig ausschließlich über kommunale Unternehmen abgewickelt. Damit haben wir Planungssicherheit für mindestens zwei Jahrzehnte, die Gewerbesteuern aus dem Betrieb des Wärmenetzes bleiben in Bad Blankenburg – und zusätzlich haben wir als kommunaler Gesellschafter maßgeblichen Einfluss auf die zukünftige Entwicklung der Wärmeversorgung hier bei uns.“ Zudem stehe der Stadt mit TEAG ein starker kommunaler Partner zur Seite. Durch die Neuordnung des Fernwärmenetzes ergeben sich laut TEAG Kostenvorteile beim Netzbetrieb, da die bisher in mehrere Teilnetze zersplitterte Netzstruktur zusammengeführt werden kann. Übertragungsverluste können durch Modernisierungen reduziert werden. „Mit dieser vertraglichen Einigung ist eine Struktur geschaffen worden, die es unserem Tochterunternehmen EMS ermöglicht, die Fernwärmeversorgung in Bad Blankenburg mit nahezu konstanten Kosten und Preisen weiter sicher zu betreiben“, erklärte TEAG-Vorstandssprecher Stefan Reindl zur Vertragsunterzeichnung im Rathaus. In Bad Blankenburg werden eine Reihe von Großgebäuden und Gebäudekomplexen wie die Landessportschule, die Stadthalle, die Gebäude der städtischen Wohnungsbaugesellschaft sowie die der örtlichen Wohnungsgenossenschaft und viele Gewerbebetriebe mit Fernwärme versorgt. Die Länge des Fernwärmenetzes beträgt aktuell 12,5 Kilometer. Der Konsortialvertrag sichert vorerst die Fernwärmeversorgung des Stadtgebiets bis 2036.





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