TrianelFlexible Energiewende

Flexibilisierung ist für Trianel die Antwort auf die Herausforderungen der Energiewende.
v.l.: Klaus Horstick, Verantwortlicher für Flexibilisierung bei Trianel und Geschäftsführer des Wasserstoffzentrum Hamm; Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung bei Trianel; Bastian Wurm, Bereichsleiter Dezentrale Energiesysteme bei Trianel
(Bildquelle: Trianel GmbH)
Flexibilisierung ist für Trianel die Antwort auf die Herausforderungen der Energiewende.
v.l.: Klaus Horstick, Verantwortlicher für Flexibilisierung bei Trianel und Geschäftsführer des Wasserstoffzentrum Hamm; Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung bei Trianel; Bastian Wurm, Bereichsleiter Dezentrale Energiesysteme bei Trianel
(Bildquelle: Trianel GmbH)
Die Stadtwerke-Kooperation Trianel sieht Flexibilitätsoptionen als entscheidend für das Gelingen der Energiewende. Um erneuerbare Energien effizient in das Stromsystem zu integrieren und eine stabile Energieversorgung zu gewährleisten, setzt das Unternehmen auf verschiedene Projekte. Im Rahmen eines Pressegesprächs auf der Fachmesse E-world, die vergangene Woche in Essen stattfand, erklärte Sven Becker, Sprecher der Trianel-Geschäftsführung: „Mit dem Ausbau der Erneuerbaren haben wir dem Haus der Energiewende in den vergangenen Jahren schöne neue Stockwerke hinzugefügt. Leider wurde dabei die Flexibilität – das dazugehörige Treppenhaus – vernachlässigt. Derzeit können wir nicht das volle Potenzial aller Stockwerke nutzen. Erneuerbare Anlagen müssen auch bei uns oft abgeregelt werden, wenn die Produktion die Nachfrage übersteigt. Dadurch verschenken wir viel Potenzial und der Strom wird unnötig teuer.“
Um Flexibilitätslösungen weiter voranzubringen, forderte Becker von der Bundesregierung klare Rahmenbedingungen für Investitionen. „Die Energiewende darf jetzt nicht ins Stocken geraten. Es ist Aufgabe der nächsten Bundesregierung, zügig ein investitionsfreundliches Umfeld zu schaffen – weitere Verzögerungen können wir uns nicht leisten.“ Trianel setze auf verschiedene Technologien, um die notwendige Flexibilität im Stromsystem zu schaffen. Dazu gehören Batteriespeicher, Elektrolyseure und wasserstofffähige Kraftwerke. Auch die gezielte Steuerung von Biogasanlagen soll das vorhandene Potenzial besser nutzen.
Als zentrales Projekt nannte Becker den Großbatteriespeicher Waltrop, der auf einem Nachbargrundstück des Trianel Kohlekraftwerks Lünen entsteht. Nach Fertigstellung in drei Ausbaustufen soll der Speicher eine Kapazität von 1.800 Megawattstunden (MWh) und eine Leistung von 900 Megawatt (MW) haben. Die Flächensicherung sei bereits abgeschlossen, ebenso der Satzungsbeschluss der Stadt Waltrop zur Änderung des Bebauungsplans.
Ein weiteres Projekt ist das Wasserstoffzentrum Hamm, das gemeinsam mit den Stadtwerken Hamm, Bochum und Dortmund entwickelt wird. In direkter Nachbarschaft zum Trianel Gaskraftwerk Hamm soll ein 20-MW-Elektrolyseur entstehen, der bei 4.000 Volllaststunden jährlich rund 1.500 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren kann. Das Projekt soll den Wasserstoffmarkt in Westfalen und im Ruhrgebiet stärken und wird vom Land NRW gefördert. Darüber hinaus plant Trianel am Standort ein Wasserstoffkraftwerk. Bereits im September 2023 wurden Pläne für einen dritten wasserstofffähigen Kraftwerksblock mit einer Leistung von 500 MW am Standort des Trianel Gaskraftwerks Hamm vorgestellt. Das Kraftwerk soll einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten und den Übergang zu einer klimaneutralen Energieversorgung unterstützen.
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