EnBW / BoschGemeinsam Stromspeicher entwickeln

Shakehands – auf eine enge Zusammenarbeit bei Batterielösungen für den Energiemarkt!
v.l.: Hans-Josef Zimmer, Mitglied des Vorstands von EnBW und Stefan Hartung, Geschäftsführer von Robert Bosch
(Bildquelle: Robert Bosch GmbH)
Die Konzerne Bosch und EnBW entwickeln gemeinsam einen Stromspeicher am Kraftwerksstandort von EnBW in Heilbronn. Der Speicher soll kurzfristige Schwankungen im Netz ausgleichen und wird entsprechend Primärregelleistung bereitstellen.
Beide Unternehmen wollen künftig bei Batterielösungen für den Energiemarkt eng zusammenarbeiten. Dazu wollen sie zunächst eine gemeinsame Projektgesellschaft für Projektierung, Bau, Anschluss und Betrieb der Batterie gründen. Der Startschuss für das Vorhaben sei bereits Ende 2016 gefallen, die Gründung stehe aber noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden.
Cordelia Thielitz, Geschäftsführerin von Bosch Energy Storage Solutions, sagt: „Die Zusammenarbeit mit EnBW ist ein weiterer wichtiger Schritt, um die Speichertechnologie im Energiemarkt zu etablieren und so die Energiewende erfolgreich zu gestalten.“ Arnim Wauschkuhn, Vertriebsleiter Engineering & Consulting Services und bei EnBW verantwortlich für die Zusammenarbeit mit Bosch im Bereich Batteriesysteme, ergänzt: „Im Speichern von Energie und dem Bereitstellen von Primärregelleistung haben wir viel Erfahrung. Wir freuen uns, dass wir durch die Zusammenarbeit mit dem Technologiepartner Bosch jetzt einen weiteren Baustein für die dezentrale Energiewelt der Zukunft entwickeln und erproben können.“
Der Speicher in Heilbronn besteht aus 768 Lithium-Ionen-Batteriemodulen und verfügt über eine maximale Leistungsabgabe von rund fünf Megawatt mit einer installierten Speicherkapazität von fünf Megawattstunden. Wie beide Unternehmen mitteilen, können Lithium-Ionen-Batterien sehr kurzfristig Energie zur Verfügung stellen und sind daher bestens geeignet, Primärregelleistung zu erbringen. Der Speicher erbringe tatsächlich knapp ein Fünftel der Regelleistung eines großen Kraftwerks und könne diese innerhalb von Sekunden exakt dosiert aufnehmen und abgeben. Die pro Jahr aufgenommene und abgegebene Strommenge entspreche dabei dem durchschnittlichen Stromverbrauch von 400 Zwei-Personen-Haushalten. Während Bosch für die Planung und Realisierung des Batteriesystems zuständig ist, wird EnBW Bauleistungen und den Netzanschluss am Standort verantworten und außerdem die Vermarktung des Stromspeichers übernehmen.
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