Samstag, 17. Oktober 2026

BreisachInnovationsfonds für Zukunftslabor

[13.10.2022] Mit einem Innovationsfonds unterstützt Badenova jetzt das Zukunftslabor Smarte Region des BadenCampus in Breisach. Das Labor soll kommunale Akteure sowie Lösungsanbieter miteinander vernetzen und sie dabei unterstützen, Projekte für Lebensqualität und Daseinsvorsorge umzusetzen.
Verleihung des Klimaheldenpreises und die Scheckübergabe.

Verleihung des Klimaheldenpreises und die Scheckübergabe.

v.l.: Dr. Thomas Scheuerle, BadenCampus; Alina Grebe, BadenCampus; Oliver Rein, Bürgermeister Breisach

(Bildquelle: badenova)

Mit dem Zukunftslabor Smarte Regionen will BadenCampus in Breisach einen Treffpunkt für verschiedene Akteure schaffen, die sich für den Klima- und Ressourcenschutz engagieren wollen. Wie das Unternehmen Badenova mitteilt, unterstützt dessen Innovationsfonds Klima- und Wasserschutz dieses Vorhaben. Der Fonds sei ein Förderinstrument für die ganze Region. Kommunen könnten nicht nur ihre eigenen kommunalen Projekte damit realisieren, sondern er ermögliche es ihnen auch, örtlichen Akteuren Hilfe und Unterstützung zu gewähren, ohne dass es den eigenen Haushalt belastet.
Im konkreten Projekt gehe es um innovative digitale Lösungen für Kommunen, die ganz spezifisch auch dem Klimaschutz und der Klimaanpassung dienen. Das Zukunftslabor solle Orientierung darüber bieten, welche Bedarfe vorhanden sind und welche Lösungen funktionieren können. Zudem solle ein Experimentierraum entstehen, um auch wirklich sinnvolle Lösungen zu entwickeln und Zusammenarbeit zu stärken, denn hier fehle oft die Transparenz.

Digitale Lösungen stärken

„Unser Ziel ist es, digitale Lösungen und smarte Anwendungen zu stärken und sowohl tolle lokale Anbieterinnen und Anbieter zu unterstützen als auch Impulse von außen einzubinden. Und zwar passgenau, denn Stadt und ländlicher Raum haben unterschiedliche Bedürfnisse“, sagt BadenCampus-Geschäftsführer Thomas Scheuerle und ergänzt: „Das Zukunftslabor ist auf Dauer angelegt und soll nicht von einzelnen Fördermaßnahmen abhängig sein.“ Es gelte daher, die interkommunale Zusammenarbeit zu fördern und die Gemeinden mit den Unternehmen und Forschungseinrichtungen ganz konkret und projektbezogen zu vernetzen.“
Laut Badenova hat das Unternehmen zusammen mit Professor Ulf Papenfuß von der Zeppelin Universität in Friedrichshafen und neun anderen Stadtwerken eine bundesweite Studie veröffentlicht, die ebenfalls verdeutlicht, dass Stadtwerke und große Regionalversorger auch als Kompetenzzentren für den Wissenstransfer agieren sollen, um somit einen Beitrag für die digitale Daseinsvorsorge zu leisten.
Alina Grebe vom Projektmanagement BadenCampus erläutert: „Keiner kennt die Region besser als die Menschen, die hier leben, studieren und arbeiten. Gemeinsam setzen wir Schwerpunkte, die vom Wasser-Management über die Energiewende bis hin zu Fragen der Mobilität der Zukunft reichen können. Dann nehmen wir die Technologien dazu und das Zukunftslabor wird zu einem Impulsgeber und Ort der Projektanbahnung. Das ist für mich smart.“

Gemeinschaft zum Erfahrungsaustausch

Dabei sollen sowohl etablierte Forschungseinrichtungen als auch kreative neue Start-ups ihre Lösungen vernetzt und abgestimmt auf die kommunalen Bedürfnisse im Praxisalltag erproben können und damit marktreif machen, heißt es von Badenova.
Auch Bürgermeister Oliver Rein (CDU) verspricht sich vom Zukunftslabor Smarte Region gleich mehrere Vorteile: „Durch die Vernetzung entsteht eine interkommunale, niederschwellige Gemeinschaft zum Erfahrungsaustausch, in der die Gemeinden ganz einfach Zugang zu den neuesten Lösungen für den Ressourcen- und Klimaschutz erhalten. Und für Unternehmer und die Start-up-Szene entsteht ein konstruktives Umfeld, in dem sie ihre Entwicklungen ausprobieren und an den Markt bringen können.“ Schon jetzt sind unter anderem die Uni Freiburg, Unternehmen wie Sick, Endress + Hauser und Städte und Gemeinden wie Freiburg, Löffingen, Lauchringen und Breisach am Rhein mit an Bord, ebenso die Start-ups greenventory und Grimm Water Solutions sowie die Wirtschaftsförderungen der Region.

Fördermittel für die Region

Oliver Rein sieht auch gute Chancen, dass durch diese Kooperationsplattform weitere Fördermittel für regionale Umwelt- und Zukunftsprojekte in die Region geholt werden können. „Das wird die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt verbessern und einen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Netzwerk zu leisten“, so Rein.
Angaben von Badenova zufolge stammen die Mittel des Innovationsfonds aus einem Topf, der jährlich von den kommunalen Anteilseignern von Badenova neu gefüllt wird, indem sie auf einen Teil der ihnen zustehenden Gewinnausschüttung verzichten. Im Jahr 2022 seien dies rund 1,13 Millionen Euro. Als Vertreter der Gesellschafterkommunen habe Breisachs Bürgermeister Oliver Rein deshalb bei der offiziellen Scheckübergabe an die Leiter des Projekts „Zukunftslabor Smarte Region“ auch den von den kommunalen Anteilseignern vergebenen „Klimaheldenpreis 2022“ überreicht.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Finanzierung

stadt+werk PraxisTalk: Privates Kapital für die Energiewende

[15.10.2026] Wie können Stadtwerke zusätzliche Finanzierungsquellen für die Energiewende erschließen, ohne ihre kommunale Handlungsfähigkeit einzuschränken? Diese Frage steht im Mittelpunkt des nächsten stadt+werk PraxisTalk am 28. Oktober 2026. Experten aus der Energiewirtschaft, der Kommunalverwaltung und dem Bankensektor diskutieren über neue Wege der Finanzierung. mehr...

BMWE: Bund und Länder wollen Netzfinanzierung erleichtern

[15.10.2026] Bund und Länder haben sich auf gemeinsame Eckpunkte zur Finanzierung von Stromverteil- und Wärmenetzen verständigt. Ein neues Finanzierungsinstrument soll die Eigenkapitalbasis von Stadtwerken stärken und Investitionen in die Energieinfrastruktur erleichtern. mehr...

NRW.BANK: Finanzierungsprogramm für Energieversorger geplant

[15.10.2026] Nordrhein-Westfalen will kommunale Energieversorger ab 2027 mit Nachrangdarlehen von bis zu 100 Millionen Euro unterstützen. Das neue Förderprogramm soll die Eigenkapitalbasis der Unternehmen stärken und Investitionen in Strom- und Wärmenetze erleichtern. mehr...

Bundesverband Erneuerbare Energie: Neue Anlagen benötigen weniger Förderung

[15.10.2026] Neue Wind- und Solaranlagen benötigen deutlich weniger Förderung als ältere Anlagen. Eine Studie im Auftrag des Landesverbands Erneuerbare Energien NRW zeigt, wie stark sich die Förderkosten je nach Technologie und Inbetriebnahmezeitpunkt unterscheiden. mehr...

bericht

Finanzierung: Finanziellen ­Spielraum schaffen

[05.10.2026] Damit Investitionen in die Modernisierung von Strom- und Wärmenetzen fließen können, brauchen Deutschlands Energieversorger finanziellen Spielraum. Derzeit fehlt ihnen Eigenkapital in Höhe von 13 Milliarden Euro. Diese Lücke können Bund, Länder und Kommunen gemeinsam schließen und so den Netzausbau sichern. mehr...

Solarpark Görgeshausen: Bürgerbeteiligung erreicht Finanzierungsziel

[26.08.2026] Für den dritten Bauabschnitt des Solarparks Görgeshausen sind über 400.000 Euro über eine Bürgerbeteiligung zusammengekommen. Damit wurde das angestrebte Finanzierungsvolumen vollständig gezeichnet. Der Solarpark war zuletzt um 6.624 Module erweitert worden. mehr...

Luftaufnahme des Rathauses von Herzogenrath. Das mehrflügelige Verwaltungsgebäude ist von Bäumen und Grünflächen umgeben. Auf mehreren Flachdächern sind Photovoltaikanlagen installiert, ein Gebäudeteil verfügt über eine extensive Dachbegrünung. Vor dem Haupteingang befinden sich ein großer Vorplatz, Parkplätze und Zufahrtsstraßen.
bericht

Nordrhein-Westfalen: Fördertöpfe zu schnell ausgeschöpft

[17.07.2026] Die kurzfristige Schließung und Neuausrichtung zweier Förderprogramme im Rheinischen Revier sorgt für Kritik. Während das Beratungsunternehmen admi Kommunal von mangelnder Planungssicherheit für Städte und Gemeinden spricht, verweist das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium auf eine unerwartet hohe Nachfrage und die notwendige Begrenzung der verfügbaren Mittel. mehr...

Stadtwerke Bamberg: Sonnenscheine ausverkauft

[09.07.2026] Die Bürgerbeteiligung an der neuen Photovoltaikanlage in der Bamberger Südflur ist abgeschlossen. Nach Angaben der Stadtwerke Bamberg sind alle angebotenen Nachrangdarlehen innerhalb kurzer Zeit vergeben worden. mehr...

Difu: Befragung zum KfW‑Kommunalpanel erschienen

[19.06.2026] Viele Stadtwerke stehen bei der Finanzierung der Energiewende vor einer Eigenkapitallücke, obwohl Kommunen ihre Infrastrukturinvestitionen deutlich erhöhen wollen. Das aktuelle KfW-Kommunalpanel zeigt, warum die Umsetzung von Wärmewende und Infrastrukturumbau trotzdem ins Stocken geraten könnte. mehr...

BDEW/EY: Stadtwerkestudie veröffentlicht

[10.06.2026] Stadtwerke stehen vor einem historischen Investitionsschub für Stromnetze, Wärmewende, erneuerbare Energien und Digitalisierung. Eine neue Studie von BDEW und EY zeigt, warum dafür neue Finanzierungsmodelle und verlässliche politische Rahmenbedingungen entscheidend werden. mehr...

Großflächiger Solarpark mit zahlreichen Photovoltaikmodulen auf einer begrünten Freifläche am Waldrand. Im Hintergrund stehen drei Windkraftanlagen auf einem bewaldeten Höhenzug unter einem teilweise bewölkten Himmel. Die Aufnahme zeigt die Kombination von Solar- und Windenergie in einer ländlichen Landschaft.

NaturEnergy: Anleihe für Energiewendeprojekte

[05.06.2026] Eine Unternehmensanleihe mit einem Volumen von bis zu zehn Millionen Euro hat das Unternehmen NaturEnergy aufgelegt. Mit den Mitteln sollen vor allem Wind- und Solarparks sowie Stromspeicher und Umspannwerke finanziert werden. mehr...

Hamburg: EIB finanziert Stromnetz und Elektrobusse

[21.05.2026] Die Europäische Investitionsbank stellt Hamburger Unternehmen Finanzmittel für den Ausbau von Stromnetz und Elektromobilität zur Verfügung. Nach Angaben der Beteiligten fließen bis zu eine Milliarde Euro in das Stromverteilnetz und weitere 125 Millionen Euro in Elektrobusse und Lade-Infrastruktur. mehr...

Stadtwerke Kempen: Finanzierung aus der Crowd

[13.05.2026] Eine Million Euro haben die Stadtwerke Kempen für den Ausbau der Lade-Infrastruktur für Elektroautos eingesammelt. Das Geld stammt aus einem Crowdinvesting-Projekt über die Plattform DKB-Crowd. mehr...

Stadtwerke Münster: Start von Bürgerbeteiligung an Windenergieanlage

[07.05.2026] Die Stadtwerke Münster öffnen die Finanzierung ihrer neuen Windenergieanlage in Lemgo für Bürgerinnen und Bürger. Ab 11. Mai können Anwohner und später auch Stromkunden in das 5,7-Megawatt-Projekt investieren und sich eine feste Verzinsung sichern. mehr...

eueco: Bürgerbeteiligung als Finanzierungsstrategie

[29.04.2026] Ein neuer Leitfaden zeigt, wie Stadtwerke Bürgerkapital gezielt als Eigenkapital- und Co-Finanzierungsbaustein für die Energiewende einsetzen können. Angesichts wachsender Investitionen in Erneuerbare, Speicher und Netze rückt damit ein Finanzierungsmodell in den Blick, das Kapitalbeschaffung und lokale Bindung kombiniert. mehr...