Donnerstag, 12. Februar 2026

Stadtwerke PotsdamKanzler besucht Geothermie-Projekt

[09.05.2023] Energie und Wasser Potsdam investiert rund 20 Millionen Euro in die Erschließung von Tiefengeothermie für die Fernwärmeversorgung in Postdam. Jetzt informierte sich Bundeskanzler Olaf Scholz über den Stand der Arbeiten.
Bundeskanzler MdB Olaf Scholz (5.v.l.) und Oberbürgermeister Mike Schubert (2.v.r.) informieren sich über das Tiefengeothermie-Projekt von EWP.

Bundeskanzler MdB Olaf Scholz (5.v.l.) und Oberbürgermeister Mike Schubert (2.v.r.) informieren sich über das Tiefengeothermie-Projekt von EWP.

(Bildquelle: Stadtwerke Potsdam)

Die Stadtwerke Potsdam wollen künftig mit Tiefengeothermie umweltfreundliche Fernwärme erzeugen und so dazu beitragen, dass die brandenburgische Landeshauptstadt ihre Klimaziele erreicht. Ob Geothermie möglich ist, wurde Ende 2020 untersucht (wir berichteten). Nun sind die ersten Probebohrungen abgeschlossen. Dabei wurden nach Angaben der Stadtwerke-Tochter Energie und Wasser Potsdam (EWP) geeignete Gesteinsformationen angetroffen.
Jetzt wird untersucht, wie viel Thermalwasser mit welcher Temperatur aus der Tiefe gepumpt werden kann. Auf dieser Basis will die EWP in einigen Wochen Aussagen über die zukünftige Leistungsfähigkeit einer Geothermieanlage machen. EWP-Geschäftsführerin Christiane Preuß sagte: „Als der Bohrer im Dezember die ersten Meter zurücklegte, wussten wir noch nicht, ob sich unser Mut auszahlen würde. Das ist bei einem Investitionsvolumen von rund 20 Millionen Euro ein heikles Unterfangen und hat uns viel Überzeugungsarbeit gekostet. Heute wissen wir, dass wir mit unseren Erkundungen und Untersuchungen gute Vorarbeit geleistet haben.“
Bundeskanzler Olaf Scholz informierte sich gestern (8. Mai 2023) gemeinsam mit Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) über den aktuellen Stand der Arbeiten. Scholz, der Potsdam als direkt gewählter Abgeordneter im Bundestag vertritt, erklärte: „Die Tiefengeothermie weist uns den Weg in die Zukunft. Es ist beeindruckend, wie mitten in Potsdam ein so komplexes Projekt durch den kommunalen Energieversorger EWP umgesetzt wird. Das ist ein wichtiger Beitrag, damit wir in Zukunft klimaneutral leben und wirtschaften können, aber auch unabhängig von der Versorgung mit fossilen Ressourcen aus anderen Ländern werden.“
Oberbürgermeister Mike Schubert wies darauf hin, dass Potsdam eine Fernwärmestadt ist: „Die EWP versorgt über 60 Prozent der Haushalte in dieser Stadt mit Fernwärme. Für die Potsdamerinnen und Potsdamer ist die EWP ein Glücksfall: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der EWP kommen aus der Region und treiben die Energiewende in unserer Stadt aus Überzeugung und mit Begeisterung voran. Sie setzen um, wovon andernorts noch geträumt wird. Diese Tiefengeothermie ist ein Pionierprojekt und für Potsdam ein Schritt in die Zukunft.“





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