WindenergieKein Risiko für Rotmilan

Studie belegt: Windkraftanlagen stellen kein Tötungsrisiko für den Rotmilan dar.
(Bildquelle: Gabriela Neumeier/pixelio.de)
Windkraftanlagen stellen kein erhöhtes tödliches Risiko für bedrohte Vogelarten dar. Das belegt eine Studie des Umweltbüros KohleNusbaumer in Lausanne. Sie zeigt auf, dass der Bestand des Rotmilans in Deutschland sogar gestiegen ist. Trotz des Baus von 26.000 Windenergieanlagen konnten 40 Prozent mehr Rotmilane verzeichnet werden. Auch die Bestände anderer als windkraft-sensibel eingestufter Vogelarten wie Schwarzstorch, Seeadler oder Uhu, haben sich deutlich erhöht. Der Grund dafür sind die zurückgehenden Lebensrisiken für die Tiere, wie es in einer Pressmitteilung des Umweltbüros heißt. Verluste durch Windenergie belaufen sich laut der Studie auf eine Größenordnung unter einem Prozent der Gesamtverluste. Sie seien nicht nur gering im Vergleich zu anderen Todesursachen, sondern eine vernachlässigbare Größe für die Bestandsentwicklung. Der Rückgang der Funde von Rotmilanen unter Windenergieanlagen könne mit fortschreitender evolutionärer Anpassung erklärt werden. Nach Angaben des Umweltbüros KohleNusbaumer konnten die Vögel ihr Ausweichverhalten in den vergangenen Jahren perfektionieren und damit das Kollisionsrisiko mit den Anlagen, trotz wachsendem Windenergieausbau, verringern. Somit sei der Rotmilan mit der Windenergie kompatibel. Abgeleitet wird das erhöhte Tötungsrisiko für den Rotmilan im Wesentlichen aus den Erhebungen des Landesumweltamts Brandenburg, der zentralen Fundkartei für Anflugopfer an Windenergieanlagen in Deutschland. Die Kartei weise aber nur vereinzelte Fundmeldungen bedrohter Vogelarten auf, sodass sich daraus keine Schlussfolgerung ziehen lasse, kommentiert das Umweltbüro.
Zur Studie Windenergie und Rotmilan – ein Scheinproblem
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