Baden-WürttembergKlimaschutz-Programm reaktiviert

Für den zweiten Teil des BW-Förderprogramms Klimaschutz-Plus können wieder Anträge gestellt werden.
(Bildquelle: KEA-BW)
Kommunen in Baden-Württemberg können seit dem 1. Februar 2026 erneut Anträge für den zweiten Teil des Landesförderprogramms Klimaschutz-Plus stellen, der auf nichtinvestive Maßnahmen zur Unterstützung von Gebäudesanierungen ausgerichtet ist. Darauf weist die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) hin. Gefördert werden vor allem Beratungs- und Planungsleistungen, die Kommunen dabei unterstützen sollen, energetische Sanierungen systematisch vorzubereiten und umzusetzen.
Nach Angaben der KEA-BW richtet sich das Programm an Städte, Gemeinden und Landkreise, die angesichts eines hohen Sanierungsbedarfs bei Schulen, Rathäusern und weiteren öffentlichen Gebäuden unter erheblichem finanziellem Druck stehen. Im zweiten Programmteil sind unter anderem Zuschüsse für Gebäudesteckbriefe im Rahmen kommunaler Sanierungsstrategien, für kommunales Energiemanagement sowie für Qualitätsmanagement- und Prozessmanagementsysteme vorgesehen. Diese Instrumente sollen helfen, Klimaschutzmaßnahmen strategisch zu planen und in der Verwaltung zu verankern. Für externe Beratungsleistungen können Förderquoten von bis zu 75 Prozent des Tagessatzes in Anspruch genommen werden. Neu ist die Förderung von Kommunikations- und Beteiligungsmaßnahmen, die mit bis zu 80 Prozent bezuschusst werden und die Akzeptanz in der Bevölkerung stärken sollen.
Ergänzung bereits laufender Investitionsförderungen
Wie die KEA-BW weiter berichtet, ergänzt der zweite Programmteil die bereits laufende Investitionsförderung aus dem ersten Teil von Klimaschutz-Plus. Dort werden investive Maßnahmen an nicht wirtschaftlich genutzten Nichtwohngebäuden gefördert, etwa an der Gebäudehülle kommunaler Verwaltungsgebäude. Die Zuschüsse werden als sogenannter BW-Bonus zusätzlich zur Bundesförderung für effiziente Gebäude ausgezahlt. Für Schulgebäude ist ein weiterer Bonus vorgesehen, der an die Schulbauförderung des Kultusministeriums gekoppelt ist und gewährt wird, wenn besonders hohe energetische Standards erreicht werden.
Die Landesenergieagentur begleitet das Programm fachlich. Die Antragsbearbeitung erfolgt über die L-Bank, die das Verfahren nach Angaben der Programmverantwortlichen weitgehend digitalisiert hat. Vereinfachte Verwendungsnachweise sollen die Abwicklung beschleunigen und den administrativen Aufwand für Kommunen verringern. Detaillierte Förderbedingungen und weitere Programminformationen stellt das Umweltministerium des Landes online bereit.
Rückenwind für Sanierungsprojekte
Zur Zielsetzung des Programms erklärte Martin Sawillion, Leiter des Bereichs Grundsatzfragen und Förderprogramme bei der KEA-BW: „Die finanzielle Unterstützung, ob für Beratungsleistungen oder die Sanierung selbst, gibt den Kommunen Rückenwind für die energetische Sanierung ihrer Liegenschaften. Wer sie in Anspruch nimmt, spart bares Geld.“ Die Förderstruktur soll insbesondere kleineren Kommunen ohne eigene Fachabteilungen ermöglichen, externe Expertise einzubinden und strategische Klimaschutzaufgaben professionell umzusetzen.
Klimaschutz-Plus ist Teil der landesweiten Strategie zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen im Gebäudesektor. Mit der Kombination aus Investitionszuschüssen und der Förderung vorbereitender und begleitender Maßnahmen verfolgt das Land das Ziel, Sanierungsprojekte schneller, effizienter und mit höherem energetischem Standard umzusetzen.
Steinbeis: Neue AG für Konfliktkommunikation
[02.02.2026] Eine neue Arbeitsgemeinschaft hat sich zum Ziel gesetzt, Konflikte bei Energie- und Infrastrukturprojekten zu verringern. Sie richtet sich an Verantwortliche aus Unternehmen und Kommunen. Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger stärker in Planungen einzubeziehen. mehr...
BDEW: Milliardeninvestitionen in den Netzausbau gefordert
[02.02.2026] Neue Regionalszenarien der Stromverteilnetzbetreiber zeigen einen drastisch steigenden Bedarf an Netzanschlüssen bis 2045. Der BDEW fordert deshalb Milliardeninvestitionen in den Netzausbau und bessere regulatorische Rahmenbedingungen, um privates Kapital zu mobilisieren. mehr...
KRITIS-Dachgesetz: BDEW fordert Tempo
[30.01.2026] Der Bundestag hat gestern das KRITIS-Dachgesetz zur Umsetzung der CER-Richtlinie verabschiedet. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft fordert nun Tempo, klare Zuständigkeiten und eine praxisnahe Ausgestaltung, um die Resilienz kritischer Infrastrukturen wirksam zu erhöhen. mehr...
Gebäudeenergiegesetz: Spitzenverbände fordern Reform
[29.01.2026] Mehrere Spitzenverbände aus Energie-, Kommunal- und Immobilienwirtschaft fordern eine schnelle und grundsätzliche Reform des Gebäudeenergiegesetzes hin zu einem Gebäudemodernisierungsgesetz. Sie verlangen klare, investitionsfreundliche und praxistaugliche Regeln, die nationale und europäische Vorgaben zusammenführen. mehr...
VKU: Kurskorrektur beim Offshore-Ausbau gefordert
[28.01.2026] Der Verband kommunaler Unternehmen fordert anlässlich des Nordsee-Gipfels eine Kurskorrektur beim Ausbau der Offshore-Windenergie. Ziel sei ein Ausbaupfad, der Systemkosten begrenzt, Netze besser auslastet und Investitionen wirtschaftlich tragfähig macht. mehr...
BSW-Solar: Bündnis fordert Fortsetzung der Photovoltaik-Förderungen
[28.01.2026] Ein breites Bündnis aus Wirtschafts- und Zivilgesellschaftsverbänden warnt vor geplanten Kürzungen bei der Förderung von Photovoltaik auf Gebäuden. Nach Ansicht der Unterzeichner würde ein Abbau der Förderung den Solarausbau bremsen, Strompreise verteuern und die Klimaziele gefährden. mehr...
Rheinisches Revier: Gigawattpakt erreicht Ausbauziele
[26.01.2026] Der Gigawattpakt im Rheinischen Revier erreicht schneller als geplant zentrale Ausbauziele: Die installierte Leistung erneuerbarer Energien ist seit Ende 2020 auf 4,4 Gigawatt gestiegen. Damit rückt die für 2028 vorgesehene Marke von fünf Gigawatt bereits nach knapp vier Jahren in greifbare Nähe. mehr...
Schleswig-Holstein: Erhöhung des Bürgerenergiefonds
[20.01.2026] Schleswig-Holstein erhöht den Bürgerenergiefonds um weitere fünf Millionen Euro und stärkt damit die Finanzierung von Energieprojekten in Bürgerhand. Das Gesamtvolumen des Fonds steigt auf 15 Millionen Euro und soll neue Wind-, Solar- und Wärmeprojekte anschieben. mehr...
BDEW: Stellungnahme zur Kraftwerksstrategie
[19.01.2026] Bundesregierung und EU-Kommission haben sich auf Eckpunkte der Kraftwerksstrategie verständigt und damit den Weg für neue Ausschreibungen und zusätzliche gesicherte Leistung geebnet. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft sieht darin ein wichtiges Signal für Versorgungssicherheit und Investitionen in steuerbare Kapazitäten. mehr...
BDEW: Zehn-Punkte-Papier für mehr Resilienz
[14.01.2026] Nach dem mehrtägigen Stromausfall infolge eines Brandanschlags in Berlin fordert der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft rasche politische und rechtliche Konsequenzen. Ein Zehn-Punkte-Papier soll die Resilienz Kritischer Energie- und Wasserinfrastrukturen gegen Sabotage, Ausfälle und Krisen stärken. mehr...
Deutscher Landkreistag: Änderungen an KRITIS-Dachgesetz gefordert
[12.01.2026] Ein mehrtägiger Stromausfall nach einem Anschlag im Berliner Südwesten hat aus Sicht der Landkreise gravierende Schwachstellen in der Krisenvorsorge offengelegt. Der Deutsche Landkreistag dringt deshalb auf einen umfassenderen Schutz Kritischer Infrastrukturen und auf Nachbesserungen beim geplanten KRITIS-Dachgesetz. mehr...
Sachsen: Fortsetzung der zentralen Wasserstoff-Anlaufstelle
[12.01.2026] Sachsen setzt die Arbeit seiner zentralen Wasserstoff-Anlaufstelle fort und beauftragt die bisherige Trägergemeinschaft erneut. Damit soll der Aufbau einer durchgängigen Wasserstoffwirtschaft bis 2030 weiter unterstützt werden. mehr...
Niedersachsen: Gewerbesteueraufkommen für Offshore-Windparks gesichert
[07.01.2026] Niedersachsen ordnet die Gewerbesteuer für Offshore-Windparks neu und sichert damit dauerhaft hohe Einnahmen für seine Kommunen. Kern der Regelung ist die Zuweisung der Hebeberechtigung an Wilhelmshaven ab 2026, mit umfangreichen Umverteilungseffekten über den Kommunalen Finanzausgleich. mehr...
AEE: Fortschritte bei Flächen-Ausweisungen
[07.01.2026] Die Bundesländer kommen bei der Ausweisung von Flächen für Windenergie voran, erreichen die gesetzten Zwischenziele jedoch bislang nur teilweise. Ein Hintergrundpapier der Agentur für Erneuerbare Energien zeigt zudem deutliche Unterschiede zwischen den Ländern sowie Fortschritte bei Genehmigungen und Photovoltaik-Freiflächen. mehr...















