Montag, 16. März 2026

Rheinmetall/TankEKooperation zu Ladebordsteinen

[16.03.2026] Rheinmetall und TankE wollen den Ladebordstein als integrierte Lade-Infrastruktur für Elektrofahrzeuge in die Fläche bringen. Die strategische Partnerschaft soll den Ausbau öffentlicher und privater Ladepunkte beschleunigen – vor allem dort, wo klassische Ladesäulen an Platz- oder Bauvorgaben scheitern.

Ein Ladebordstein fügt sich unauffällig in seine Umgebung ein.

(Bildquelle: TankE GmbH)

Rheinmetall und TankE starten eine strategische Partnerschaft, um den sogenannten Ladebordstein flächendeckend zu installieren. Wie die Unternehmen mitteilen, soll die in Pilotprojekten erprobte Ladelösung künftig serienmäßig in Städten, Kommunen sowie bei privaten Betreibern eingesetzt werden.

Der Technologiekonzern Rheinmetall liefert die Hardware, während der Kölner Lade-Infrastruktur-Dienstleister TankE Planung, Installation, Betrieb und Wartung übernimmt. TankE agiert dabei als Full-Service-Anbieter und integriert den Ladebordstein als neue Ladelösung in sein Portfolio für Kommunen, Stadtwerke und Unternehmen.

Der Ladebordstein erlaubt es, Elektrofahrzeuge direkt am Straßenrand zu laden. Die Ladeeinheit ist in einen Bordstein integriert und ersetzt damit klassische Ladesäulen. Laut Rheinmetall erreicht das System eine Ladeleistung von bis zu 22 Kilowatt (kW) und eignet sich damit für den öffentlichen und gewerblichen Einsatz. Nach erfolgreichen Pilotprojekten, unter anderem in Köln, gilt die Lösung als serienreif.

TankE begleitete die Entwicklung bereits als Pilot- und Implementierungspartner (wir berichteten). Begleitende Nutzerbefragungen hätten eine hohe technische Verfügbarkeit, einfache Bedienung und eine robuste Bauweise bestätigt, heißt es in der Mitteilung. Nutzerinnen und Nutzer lobten vor allem die platzsparende Bauform und die geringere Anfälligkeit für Vandalismus im Vergleich zu herkömmlichen Ladesäulen.

Die Unternehmen sehen insbesondere in dicht bebauten Innenstädten Vorteile. Der Ladebordstein nutzt bestehende Infrastruktur und benötigt keinen zusätzlichen Raum im Straßenbild. Dadurch lassen sich Ladepunkte auch dort einrichten, wo Ladesäulen aus Platzgründen oder wegen Denkmalschutzauflagen nicht möglich sind. Gleichzeitig eignet sich das System laut Anbieter auch für ländliche Regionen sowie für Firmenstandorte, etwa auf Kunden- und Mitarbeiterparkplätzen oder für Flottenfahrzeuge.

Auch wirtschaftlich soll die Lösung Vorteile bringen. Elektronikmodule sind modular aufgebaut und lassen sich im Wartungsfall schnell austauschen. Kommunen können zudem bei Straßenbau- oder Sanierungsmaßnahmen sogenannte Dummy-Bordsteine einsetzen. Diese vorbereiteten Elemente ermöglichen es, Ladepunkte später ohne größeren baulichen Aufwand nachzurüsten.

Die moderate Ladeleistung im Vergleich zu Schnellladesystemen reduziert außerdem die Belastung der lokalen Stromnetze. Die Bedienung erfolgt über gängige Verfahren wie Ladekarte, App oder registrierungsfreies Ad-hoc-Laden. Die Abrechnung ist eichrechtskonform. Für den Serienbetrieb planen die Unternehmen zusätzliche Markierungen im Straßenraum sowie die Integration der Ladepunkte in Navigations- und Lade-Apps.

Mit der Partnerschaft reagieren Rheinmetall und TankE nach eigenen Angaben auf den wachsenden Bedarf an platzsparender und wirtschaftlicher Lade-Infrastruktur.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Elektromobilität

Hamburg: 120. öffentlicher Ladepunkt in Betrieb genommen

[13.03.2026] Der Energieversorger enercity hat in Hamburg seinen 120. öffentlichen Ladepunkt für Elektroautos in Betrieb genommen und führt erstmals intelligentes Laden an AC-Ladesäulen ein. Die Funktion soll Ladekosten senken und ist Teil eines groß angelegten Ausbaus der Lade-Infrastruktur der Hansestadt bis 2027. mehr...

Frankfurt am Main: Stadt plant zusätzliche Ladepunkte

[06.03.2026] Frankfurt am Main startet eine neue Ausbauphase für öffentliche Ladepunkte und bereitet die Vergabe weiterer Standorte an private Betreiber vor. Ziel ist ein stadtweiter Roll-out mit rund 2.500 zusätzlichen Ladepunkten, um den wachsenden Bedarf der Elektromobilität zu decken. mehr...

Enervie: Kooperation für mehr E-Lkw

[23.02.2026] Die Enervie Gruppe und die Jürgens Gruppe möchten den Nutz- und Schwerlastverkehr in der Region elektrifizieren. Dazu sind neue E-Lkw-Flotten und Ladepunkte auf Betriebshöfen geplant. Ein erstes Projekt wird in Lüdenscheid umgesetzt. mehr...

Zwei neue Elektro-Nutzfahrzeuge der Mainzer Entsorgungsbetriebe stehen vor einem modernen Verwaltungsgebäude: links ein weißer Iveco-Transporter mit Ladefläche, rechts ein größerer Mercedes-Benz-Lkw. Vor beiden Fahrzeugen informieren grüne Aufsteller über die Ausstattung und den Einsatz im kommunalen Betrieb.

Rheinland-Pfalz: E-Fahrzeuge im Mainzer Fuhrpark

[11.02.2026] Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt die Mainzer Entsorgungsbetriebe bei der Anschaffung neuer Elektro-Nutzfahrzeuge. Aus dem Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation fließen rund 4,6 Millionen Euro. mehr...

Ennepe-Ruhr-Kreis: Wo fehlen öffentliche Ladestationen?

[11.02.2026] Im Ennepe-Ruhr-Kreis sollen Bürgerinnen und Bürger Hinweise geben, wo öffentliche Ladestationen für Elektroautos fehlen. Die Kreisverwaltung sammelt die Vorschläge online als Grundlage für ein neues Lade-Infrastrukturkonzept. mehr...

Öffentliche Ladesäule für Elektroautos in einem Wohngebiet, an der ein weißes E-Auto angeschlossen ist und lädt.

Ladeinfrastruktur: Planungstool für Ladesäulen

[06.02.2026] Kommunen erhalten ein neues digitales Werkzeug für den Ausbau öffentlicher Ladepunkte. Das kostenlose Planungstool soll vor allem Städten und Gemeinden mit wenig Erfahrung Orientierung geben. Es wurde von der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur entwickelt. mehr...

Würzburg: 15. Platz im VDA-Ranking zur Elektromobilität

[20.01.2026] Würzburg verfügt über 388 öffentliche Ladepunkte und erreicht damit im aktuellen VDA-Städteranking Platz 15. Der regionale Versorger WVV sieht sich dadurch in seiner Ausbaustrategie für Elektromobilität bestätigt. mehr...

TU Darmstadt: Forschungsprojekt zu KI-gestütztem Energiemanagementsystem

[12.01.2026] Ein Forschungsprojekt an der TU Darmstadt entwickelt ein KI-gestütztes Energiemanagementsystem für elektrische Nutzfahrzeugflotten, das Ladeprozesse mit dem Strommarkt verzahnt. Ziel ist es, Netze zu stabilisieren, Kosten zu senken und erneuerbare Energien besser zu nutzen. mehr...

Gera: Zehn weitere E-Busse für ÖPNV

[09.01.2026] Gera erhält weitere zehn Elektrobusse für den öffentlichen Nahverkehr. Die Anschaffung wird mit 4,4 Millionen Euro aus EU-Mitteln gefördert und schließt auch neue Lade-Infrastruktur ein. mehr...

Schweinfurt: 17 neue E-Busse in Betrieb

[19.12.2025] Mehr als die Hälfte der Stadtbusflotte in Schweinfurt fährt nun elektrisch. Die Stadtwerke haben 17 zusätzliche E-Busse in Betrieb genommen und damit einen weiteren Schritt zur Elektrifizierung des Nahverkehrs vollzogen. mehr...

bericht

Second-Life-Batterien: Innovation trifft Ressourceneffizienz

[15.12.2025] E-Auto-Batterien landen oft im Recycling, obwohl sie noch einen Großteil ihrer ursprünglichen Speicherkapazität besitzen. Im Projekt UniSTA zeigen Uniper und STABL Energy, wie sich solche Second-Life-Batterien als Alternative zu neuen Speichersystemen nutzen lassen. mehr...

Hamburger Energienetze: eRound bündelt drei digitale Lösungen

[05.12.2025] Die Hamburger Energienetze bündeln unter der Marke eRound drei digitale Lösungen für Lade-Infrastruktur, Verteilnetze und Smart-City-Anwendungen. Ziel ist eine effizientere Steuerung der Energiewende und ein transparenter Blick auf den Zustand kritischer Infrastruktur. mehr...

Ebero Fab: Aufnahme von Ladebordstein ins Sortiment

[19.11.2025] Ein neuer Ladebordstein soll das Laden von E-Autos im Straßenraum platzsparender und barriereärmer machen. Ebero Fab nimmt das von Rheinmetall entwickelte System in sein Sortiment auf. mehr...

Sachsen-Anhalt: E-Fahrzeuge im Einsatz

[17.11.2025] Sachsen-Anhalts Polizei setzt erstmals vollelektrische Streifenwagen im regulären Einsatzdienst ein. Nach Angaben des Ministeriums für Inneres und Sport wurden dafür 36 neue E-Fahrzeuge samt Lade-Infrastruktur an die Polizei übergeben. mehr...