Wuppertaler StadtwerkeMüllverbrennung anstatt Kohlekraft

Erste Spatenstiche für die Fernwärmetrasse Süd-West in Wuppertal.
v.l.: Gerhard Daun, WSW-Projektleiter; Andreas Feicht, WSW-Vorstandsvorsitzender und Conrad Tschersich, technischer AWG-Geschäftsführer
(Bildquelle: WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH)
Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) haben jetzt die Bauarbeiten für eine neue Fernwärmetrasse aufgenommen. Wie die Stadtwerke mitteilen, soll die neue Wärmeleitung das Müllheizkraftwerk der Abfallwirtschaftsgesellschaft Wuppertal (AWG) mit dem Fernwärmenetz auf der Talsohle verbinden. Das Bauende der insgesamt 3,2 Kilometer langen Pipeline ist für 2018 geplant. Die Stadtwerke wollen dann Kunden in Elberfeld und Barmen mit umweltfreundlicher Fernwärme, die aus der Müllverbrennung ausgekoppelt wird, versorgen. Das mit Kohle betriebene Heizkraftwerk Elberfeld würde dann stillgelegt werden. WSW-Chef Andreas Feicht erläutert: „Für die WSW ist die Energiewende auch eine Wärmewende, denn 25 Prozent des CO2-Ausstoßes werden durch den Wärmebedarf verursacht.“ Deshalb soll die Fernwärme in Wuppertal an Bedeutung gewinnen. Bereits heute werde Wärme aus der Müllverbrennung ausgekoppelt. Mit dieser werden Kunden in Küllenhahn und Ronsdorf über die so genannte Fernwärmeschiene Süd versorgt. Die Fernwärme aus der Müllverbrennung sei auch deshalb umweltfreundlich, weil der eingesetzte Abfall zu 50 Prozent biogen sei.
Durch den Ausbau der Fernwärme und die Stilllegung des Kohle-Kraftwerks können laut WSW 450.000 Tonnen an CO2 eingespart werden. Diese Menge entspreche 60 Prozent des jährlichen CO2-Ausstoßes im Wuppertaler Autoverkehr. Die WSW hoffen nun, dass sich viele Anrainer dazu entschließen, von der Gas- oder Ölheizung auf Fernwärme umzusteigen.
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