Dienstag, 31. März 2026

VoltarisNeues Kernmodul für Steuerung im intelligenten Messwesen

[31.03.2026] Voltaris führt mit aEMT Basis ein neues Kernmodul für die Steuerung im CLS-Umfeld ein. Die Lösung soll Stadtwerke beim wachsenden Steuer-Roll-out unterstützen und zentrale Prozesse der intelligenten Netzintegration vereinfachen.

Mit dem neuen Modul aEMT Basis stellt Voltaris das Herzstück für die Steuerprozesse bereit.

(Bildquelle: VOLTARIS GmbH)

Mit dem Modul aEMT Basis erweitert Voltaris seine Systemlandschaft um eine zentrale Plattform für die Steuerung im intelligenten Messwesen. Wie das Unternehmen mitteilt, übernimmt das System die Administration von Steuerboxen, verarbeitet hochfrequente Messdaten und steuert CLS-Komponenten im Niederspannungsnetz.

Das aEMT-System fungiert als exekutive Einheit innerhalb der bestehenden Infrastruktur aus Gateway-Administration, pEMT und aEMT. Es empfängt Netzzustandsdaten nach TAF 10, entschlüsselt diese und leitet sie an die Netzbetreiber weiter. Dort werden die Daten analysiert und für den Netzbetrieb genutzt. Gleichzeitig verarbeitet das System eingehende Steuerbefehle, baut die notwendigen CLS-Kanäle auf und übermittelt die Befehle an angeschlossene Steuerboxen, etwa für Wärmepumpen, Lade-Einrichtungen oder dezentrale Erzeugungsanlagen. „Das aEMT-System dient als exekutive Plattform für die Administration der Steuerboxen, die Weiterleitung hochfrequenter Messdaten und die Steuerung von CLS-Steuereinheiten“, erläutert Stephan Röhrenbeck, Leiter MSB-Management bei Voltaris.

Durchgängige Systemarchitektur

Der Steuer-Roll-out stellt viele Versorger vor technische und organisatorische Herausforderungen. Neben dem Aufbau eines aEMT-Systems sind ein Netz-Cockpit, neue Schnittstellen sowie angepasste ERP-Systeme erforderlich. Voltaris setzt hier auf eine durchgängige Systemarchitektur aus einer Hand. Dadurch entfallen proprietäre Schnittstellen zwischen unterschiedlichen Herstellern, was die Komplexität reduziert und potenzielle Fehlerquellen verringert. Gleichzeitig ergeben sich Kostenvorteile durch Skalierung und den Betrieb in gemeinsamen Mandantenstrukturen.

Technologisch basiert die Lösung auf Software des Anbieters Robotron und nutzt den Rechenzentrumsbetrieb von GISA. Die Umsetzung erfolgt nach einem standardisierten Projektplan. Unter der Voraussetzung, dass alle Beteiligten fristgerecht mitwirken, lässt sich ein System innerhalb von etwa vier Monaten in Betrieb nehmen. Nach Angaben von Voltaris wurden bereits für zwei große Netzbetreiber vollständige aEMT-Systeme aufgebaut und werden derzeit in den Regelbetrieb überführt. Die Übertragung der Netzzustandsdaten verlaufe stabil.

Manueller Workaround

Zum Leistungsumfang des Basismoduls gehören unter anderem getrennte Test- und Produktivumgebungen, die Integration der Marktrolle aEMT, die Einrichtung der Steuerbox-Administration sowie die Einbindung in die Smart-Metering-PKI einschließlich Zertifikatsmanagement. Betrieb, Monitoring und Support stellt Voltaris als Serviceleistung bereit.

Für die frühe Projektphase bietet das Unternehmen zudem einen manuellen Workaround an. Damit können Steuerboxen bereits vor der vollständigen Integration der ERP-Systeme in Betrieb genommen und getestet werden. Voltaris übernimmt in dieser Phase auch das Management von Berechtigungen, Fehlerfällen und Klärprozessen.

Das Modul richtet sich an die rund 50 Mitglieder der Anwendergemeinschaft Messsystem von Voltaris. Ziel ist es, die Steuerung im Niederspannungsnetz zu standardisieren und effizient umzusetzen sowie den Smart Meter Roll-out durchgängig zu unterstützen.





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