Mittwoch, 1. April 2026

NeuköllnÖko-Kombi mit Einheiz-Wert

[15.12.2022] Der Berliner Bezirk Neukölln hat sich bei den Stadtwerken ein Solaranlagen-Paket und viele Wärmepumpen reserviert.

Das Bezirksamt Neukölln hat bei den Berliner Stadtwerken sein zweites solares Bezirkspaket in Auftrag gegeben. Mit zwölf Anlagen mit zusammen 1,5 Megawatt Peak (MWp) Leistung handelt es sich um das berlinweit bislang größte derartige Paket. Zeitgleich hat Neukölln mit den Stadtwerken die Installierung von 65 Wärmepumpen zur Ablösung öl- oder gasbetriebener Heizungen in den bezirkseigenen Gebäuden vereinbart. Jede neue Solaranlage macht sich dreifach bezahlt: im bezirklichen Etat durch langfristig berechenbare Preise, in der Klimabilanz und – vor einem Jahr noch undenkbar – auch in der Versorgungssicherheit.
Die Berliner Stadtwerke haben mit der Umsetzung eines ersten Solarpakets seit dem Jahr 2021 bereits neun Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 439 Kilowatt peak auf den Dächern von Schulen und Verwaltungsgebäuden in Neukölln errichtet. Zusammen mit dem neuen Paket ergibt das eine Gesamtleistung von rund 1,9 MWp.
Zusätzlich haben der Bezirk Neukölln und die Berliner Stadtwerke vereinbart, bis 2030 insgesamt 65 fossil beheizte Gebäude mit umweltfreundlichen Wärmepumpen auszustatten und damit die Heizung und Warmwassererzeugung energetisch zu optimieren, die in Berlin fast die Hälfte aller CO2-Emissionen verursacht. Eine entsprechende Vereinbarung beschreibt, dass diese Vorhaben ähnlich wie bei den Solaranlagen zu konkreten Paketen gebündelt und möglichst mit vor Ort erzeugter Solarenergie kombiniert werden sollen. Außerdem werde jeweils die Einbeziehung weiterer Energieeffizienzmaßnahmen wie Solarthermie, dezentrale Warmwasseraufbereitung oder hydraulischer Abgleich geprüft.
Elf Bezirke haben die Berliner Stadtwerke nach eigenen Angaben bisher mit solchen Solarpaketen über insgesamt 151 Anlagen mit zusammen 9,3 MWp Leistung beauftragt. Die Berliner Stadtwerke installieren, warten und unterhalten die Anlagen. Das jeweilige Bezirksamt verpachtet die Dächer für einen symbolischen Betrag und pachtet im Gegenzug die Solaranlage. Durch den eingesparten Netzstrom kosten die Anlagen den Bezirksämtern kein zusätzliches Geld. Darüber hinaus haben acht Berliner Bezirke mit den Stadtwerken Absichtserklärungen über den Bau von mehr als 430 Solaranlagen auf bezirkseigenen Gebäuden mit einem Gesamtumfang von fast 30 MWp unterzeichnet.





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