Freitag, 9. Oktober 2026

Stadtwerke SenftenbergUmbau der Fernwärmeversorgung

[01.04.2026] Die Stadtwerke Senftenberg bauen ihre Fernwärmeversorgung auf industrielle Abwärme aus der Müllverbrennung um. Mehr als 43 Millionen Euro fließen in das Projekt, das jährlich rund 15.000 Tonnen CO2 einsparen soll.

Müllverbrennungsanlage auf dem Gelände des ehemaligen Kraftwerks Sonne.

(Bildquelle: LukaszKatlewa - Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=44350170)

Die Stadtwerke Senftenberg treiben den Umbau ihrer Fernwärmeversorgung hin zu einer CO2-neutralen Lösung voran und setzen dabei künftig auf industrielle Abwärme aus der thermischen Abfallverwertung. Wie das Land Brandenburg mitteilt, hat es dafür einen Zuwendungsbescheid über mehr als 37 Millionen Euro übergeben; das Gesamtinvestitionsvolumen liegt bei über 43 Millionen Euro.

Kern des Projekts ist eine rund zehn Kilometer lange Fernwärmetrasse zwischen dem Kraftwerk Sonne in Großräschen und Senftenberg. Ergänzend entstehen Wärmeüberträgerstationen und Wärmespeicheranlagen. Ziel ist es, bislang ungenutzte Abwärme aus der Müllverbrennung für die Versorgung der Stadt nutzbar zu machen und die bisher überwiegend erdgasbasierte Wärmeerzeugung abzulösen. Die CO2-Emissionen sollen dadurch um etwa 15.000 Tonnen pro Jahr sinken.

Nach Angaben von Ministerin Kathrin Schneider (SPD) verbindet das Vorhaben wirtschaftliche Entwicklung mit effizienter Energienutzung und Klimaschutz. Die Nutzung industrieller Abwärme stärke zugleich die regionale Infrastruktur und sichere eine bezahlbare Wärmeversorgung für die Bevölkerung. Auch der Lausitz-Beauftragte der Landesregierung, Klaus Freytag, sieht in dem Projekt einen wichtigen Schritt im Strukturwandel hin zu einer modernen Energieregion.

Die Stadtwerke Senftenberg versorgen derzeit rund 24.000 Menschen mit Energie und stellen ihre Erzeugung schrittweise auf nachhaltige Quellen um. Ab 2029 sollen jährlich mindestens 60.000 Megawattstunden Abwärme aus dem Kraftwerk Sonne nach Senftenberg geliefert werden. Die Anlage in Großräschen verarbeitet pro Jahr rund 300.000 Tonnen Abfälle und erzeugt daraus Energie mit einer Leistung von 66 Megawatt.





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