Stadtwerke GörlitzDeutsch-polnisches Projekt United Heat

Unterzeichnung der Absichtserklärung für die Gründung des deutsch-polnischen Joint Venture United Heat.
(Bildquelle: Nikolai Schmidt)
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat am Spatenstich für das Projekt United Heat in Görlitz teilgenommen. Wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilt, markiert dieser Termin den Baubeginn des ersten von insgesamt zwölf Kilometern Leitung. Das Projekt wird von den Stadtwerken Görlitz und dem polnischen Wärmeversorger SEC Zgorzelec umgesetzt. Ziel ist es, die bislang getrennten Fernwärmenetze beider Städte zu verbinden und die Wärmeversorgung bis 2030 vollständig zu dekarbonisieren.
Wärmeversorgung über Ländergrenzen hinweg
Laut dem Ministerium wurde das Vorhaben im Jahr 2020 gestartet und erhielt im Jahr 2022 den Status eines sogenannten CB-RES-Projekts (Cross-Border Renewable Energy) im Rahmen der europäischen Connecting-Europe-Facility-Initiative. Damit zählt es zu den drei ausgewählten Vorreiterprojekten in Europa. Reiche sagte dazu: „United Heat zeigt eindrucksvoll, wie Kommunen bei der Wärmeversorgung über Ländergrenzen hinweg erfolgreich zusammenarbeiten können.“ Der Bund unterstützt die Investitionen auf deutscher Seite mit 81,6 Millionen Euro. Durch die Verknüpfung der Netze kann der Wärmesektor kosteneffizient dekarbonisiert und die Energiesicherheit gestärkt werden.
80 Millionen Euro Bundesförderung
Nach eigenen Angaben stellt die Bundesregierung über die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze rund 80 Millionen Euro bereit. Das Ziel besteht darin, die Wirtschaftlichkeit der Investitionen in klimaneutrale Fernwärme zu sichern und die Auswirkungen auf die Preise für Kundinnen und Kunden gering zu halten.
Das Projekt wird von beiden Ländern politisch unterstützt. So unterzeichnete das Bundeswirtschaftsministerium im Februar 2024 eine Absichtserklärung mit dem polnischen Wirtschaftsministerium und im Februar 2026 folgte eine weitere Vereinbarung mit dem polnischen Energieministerium. Seit 2023 begleitet die Deutsche Energie-Agentur das Vorhaben zudem über eine deutsch-polnische Energieplattform, die vom Auswärtigen Amt gefördert wird.
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