AEEEuropäisches Vernetzungsprojekt zu Resilienz gestartet

Die Agentur für Erneuerbare Energien hat jetzt ein europäisches Vernetzungsprojekt gestartet, dass die Resilienz ihrer Teilnehmer stärken soll.
(Bildquelle: peopleimages12/123rf)
Mit dem Projekt PeerConnect Resilienz will die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) Kommunen aus Deutschland und anderen europäischen Ländern beim Aufbau widerstandsfähiger Strukturen vernetzen. Wie die AEE mitteilt, fördert das Auswärtige Amt das Vorhaben, das den Erfahrungsaustausch über Krisen, Transformationsprozesse und kommunale Resilienz in den Mittelpunkt stellt.
Anlass sind wachsende Herausforderungen für Städte und Gemeinden. Brandanschläge auf Stromleitungen, Cyber-Angriffe auf Kritische Infrastruktur und Extremwetterereignisse wie die Flutkatastrophe im Ahrtal haben die Verwundbarkeit der kommunalen Daseinsvorsorge offengelegt. Zugleich müssen Kommunen mit steigenden Aufgaben und begrenzten personellen sowie finanziellen Ressourcen umgehen.
Das Projekt richtet sich sowohl an Kommunen, die bereits Erfahrungen mit Energiekrisen, strukturellem Wandel oder Extremwetter gesammelt haben, als auch an Städte und Gemeinden, die sich gezielt auf künftige Krisen vorbereiten wollen. Im Mittelpunkt steht der offene Austausch über erfolgreiche und gescheiterte Ansätze sowie die Frage, welche Lösungen sich auf andere Kommunen übertragen lassen.
„Resilienz ist keine Querschnittsaufgabe mehr, die man irgendwann angehen kann – sie ist die zentrale kommunale Zukunftsaufgabe und gehört auf jede Agenda. PeerConnect Resilienz schafft den Rahmen, in dem Kommunen voneinander lernen können: konkret, ehrlich und auf Augenhöhe“, sagt Projektleiterin Anika Schwalbe von der AEE.
Nach Angaben der AEE kommt erneuerbaren Energien dabei eine Schlüsselrolle zu. Dezentrale Versorgungsstrukturen sollen Kommunen unabhängiger von fossilen Energie-Importen und geopolitischen Abhängigkeiten machen sowie ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Extremwetterereignissen erhöhen. Die Energiewende versteht das Projekt deshalb nicht nur als Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch als Instrument zur Sicherung kommunaler Handlungsfähigkeit.
Geplant sind unter anderem Online-Workshops, in denen Kommunen aus Deutschland und Europa gemeinsame Herausforderungen analysieren, Lösungsansätze diskutieren und nächste Schritte entwickeln.
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