Freitag, 2. Oktober 2026

Solar Cluster / KEAPhotovoltaik-Netzwerke gestartet

[20.07.2018] Die baden-württembergische Landesregierung wird künftig regionale Photovoltaik-Netzwerke finanziell fördern. Nun sind die ersten drei Netzwerke in den Regionen Donau-Iller, Neckar-Alb und Südlicher Oberrhein, gestartet. Neun weitere sollen folgen.

Die ersten drei baden-württembergischen Photovoltaik-Netzwerke, namentlich Donau-Iller, Neckar-Alb und Südlicher Oberrhein, haben ihre Arbeit aufgenommen. Insgesamt werde es künftig zwölf Netzwerke geben, pro Regionalverband eines, informieren das Solar Cluster Baden-Württemberg und die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg in einer gemeinsamen Pressemeldung. KEA und Solar Cluster werden den fachlichen Austausch und die Vernetzung untereinander koordinieren. Die Landesregierung unterstützt die Netzwerke: Die auf drei Jahre angelegte Förderung hat ein Volumen von insgesamt 3,5 Millionen Euro.
„Mit dem Geld werden Beratungs- und Netzwerkinitiativen in Baden-Württemberg unterstützt, um die klimafreundliche Solarstromerzeugung auszuweiten“, erklärt KEA-Geschäftsführer Volker Kienzlen. Neben einer zentralen Portalseite richten die Beteiligten für jedes regionale Netzwerk eine eigene Seite sowie einen internen Bereich als Sharing-Plattform ein, informieren die Koordinatoren. „Im engen Austausch mit den Initiativen wollen wir einen Experten-Pool für Fachfragen und Vorträge aufbauen sowie Dossiers, Flyer und Leitfäden mit Informationen für verschiedene Zielgruppen erstellen. So muss nicht jede Initiative das Rad neu erfinden“, berichtet Solar-Cluster-Geschäftsführer Franz Pöter. Auch ein Online-PV-Rechner soll Hilfestellung geben.

Informationsdefizite abbauen

Darüber hinaus seien Veranstaltungen geplant: „Sie sollen dem direkten Erfahrungsaustausch über Hemmnisse und deren erfolgreiche Überwindung dienen“, erklärt Kienzlen. Zur Unterstützung des Photovoltaikausbaus holen die Partner auch weitere Multiplikatoren an einen Tisch: Hersteller, Installateure, Energieberater und Forschungsinstitute sowie Kommunen, die Wohnungswirtschaft, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und die Industrie. Hinzu kommen die Industrie- und Handelskammern sowie die regionalen Energieagenturen als Fachleute.
Wesentliche Gründe für den schwächelnden Ausbau sind nach Angaben der Koordinatoren nämlich Informationsdefizite und der organisatorische Aufwand. Mit der Netzwerkförderung will die Landesregierung Akteure dabei unterstützen, diese Hürden zu überwinden. Die Netzwerke sind Teil der Solaroffensive der Landesregierung (wir berichteten). Neben der Netzwerkförderung umfasst die Solaroffensive weitere sieben Maßnahmen, unter anderem die beiden Förderprogramme zu Solarstromspeichern und solaren Wärmenetzen, die Etablierung von Mieterstrommodellen sowie den Ausbau der Photovoltaik auf landeseigenen Dächern und Flächen. Ziel ist es, den Solarstromanteil von acht auf zwölf Prozent im Jahr 2020 zu steigern und die Nutzung der Solarwärme signifikant zu erhöhen.





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