Stadtwerke FlensburgPlan zur Wärmeversorgung vorgestellt

Die Stadtwerke Flensburg haben dem Minister ihren Transformationsplan zur Klimaneutralität vorgestellt.
v.l.: Dirk Thole, Vorsitzender der Geschäftsführung Stadtwerke Flensburg; Tobias Goldschmidt, Minister für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur des Landes Schleswig-Holstein; Karsten Müller-Janßen, technischer Geschäftsführer Stadtwerke Flensburg
(Bildquelle: Stadtwerke Flensburg)
Die Stadtwerke Flensburg haben dem Minister ihren Transformationsplan zur Klimaneutralität vorgestellt.
v.l.: Dirk Thole, Vorsitzender der Geschäftsführung Stadtwerke Flensburg; Tobias Goldschmidt, Minister für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur des Landes Schleswig-Holstein; Karsten Müller-Janßen, technischer Geschäftsführer Stadtwerke Flensburg
(Bildquelle: Stadtwerke Flensburg)
Mit einem umfassenden Transformationsplan wollen die Stadtwerke Flensburg bis zum Jahr 2035 eine vollständig CO₂-neutrale Wärmeversorgung für die Stadt erreichen. Diesen Plan stellten Dirk Thole, Vorsitzender der Geschäftsführung, und Karsten Müller-Janßen, technischer Geschäftsführer, Ende April dem schleswig-holsteinischen Energieminister Tobias Goldschmidt (Bündnis 90/Die Grünen) in Flensburg vor.
Wie die Stadtwerke mitteilen, streben sie eine Dekarbonisierung der gesamten Wärmeversorgung an, die heute über das zentrale Heizkraftwerk mehr als 90 Prozent der Haushalte in Flensburg mit Fernwärme beliefert. Dieser zentrale Ansatz gilt laut Thole als Vorteil gegenüber anderen Städten, die ihre Wärmeversorgung dezentral aufbauen müssen. Die Flensburger Lösung ermögliche es, mit einem großen Hebel eine gesamte Stadt klimafreundlich zu versorgen.
Der Transformationsplan sieht vier Phasen vor, beginnend mit dem Zeitraum 2025 bis 2031. In dieser Zeit werden zwei Großwärmepumpen installiert und die Fernwärmenetze in mehreren Stadtteilen angepasst. Um den Wirkungsgrad der Wärmepumpen zu optimieren, müssen die Netztemperaturen gesenkt werden. Das bedeutet zugleich, dass höhere Volumenströme durch die Leitungen nötig sind. Um diese zu gewährleisten, werden bestehende Leitungen durch größere ersetzt und das Netz technisch modernisiert.
In einer weiteren Phase sollen Wasserstofftechnologien und ein Biomassekessel in die Versorgung integriert werden. Bis 2035 soll die gesamte Wärmebereitstellung des Heizkraftwerks dekarbonisiert sein, anschließend werden die Reserveheizwerke umgestellt.
Die Stadtwerke investieren über 400 Millionen Euro in die Umsetzung des Plans. Neben Eigen- und Fremdmitteln kommt auch eine Förderung durch den Bund zum Einsatz. Kürzlich erhielt das Unternehmen auch die Zusage für eine Betriebskostenförderung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, was laut Müller-Janßen Planungssicherheit schafft und dabei helfen soll, Bürger finanziell nicht übermäßig zu belasten.
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