Freitag, 16. Januar 2026

DVGW / VDEPower to Gas insgesamt betrachten

[08.09.2020] Die Branchenverbände DVGW und VDE fordern eine konsequente Gesamtsystembetrachtung von Power to Gas. Sie plädieren für eine Weiterentwicklung der Technologie, einen beschleunigten Markthochlauf und den Abbau von Markthemmnissen sowie einen angepassten Ordnungsrahmen.

Akzeptanz und Wirtschaftlichkeit der Energiewende sowie Versorgungssicherheit und ambitionierte CO2-Reduzierung lassen sich unter anderem durch bereits vorhandene Infrastrukturen sicherstellen. Deutschland hat eine zuverlässige Strom- und Gasinfrastruktur inklusive großer Speichermöglichkeiten für Gas, ergänzt durch Fernwärmesysteme. Eine effiziente Umsetzung der Energiewende bedeutet, diese Infrastrukturen sektorenübergreifend als Gesamtsystem zu nutzen und weiterzuentwickeln. Das halten jetzt der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) und der Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik (VDE) in einer gemeinsamen Erklärung fest.
„Für ein optimiertes Energiesystem sollten die Infrastrukturen abgestimmt geplant, ausgebaut und betrieben werden. Nur so können erneuerbare Energieträger wirtschaftlich, nachhaltig und sicher in das Energiesystem integriert und sektorenübergreifend nutzbar gemacht werden“, sagt der DVGW-Vorstandsvorsitzende Gerald Linke. Der VDE-Vorstandsvorsitzende Ansgar Hinz ergänzt: „Schon heute bieten wir technische Handlungsempfehlungen für eine regenerative Energieversorgung sowohl im Übertragungs- wie im Verteilnetz. Dabei werden Elemente der Sektorenkopplung zentral zum Beispiel mit sehr großen Elektrolyseuren und dezentral zum Beispiel auf Basis zellularer Strukturen entwickelt. Damit können derzeit unabhängig voneinander betriebene Strukturen, wie Strom-, Gas- und Wärmenetze, zu einem effizienten Gesamt-Energiesystem zusammenwachsen.“
Im Zentrum stehe die Power-to-Gas-Technologie (PtG). Sie sorge für Abmilderung oder Verzögerung des erforderlichen Ausbaus der Übertragungs- und Verteilungsnetze sowie eine Reduzierung der Redispatchkosten, sofern diese Technologie räumlich und zeitlich systemdienlich eingesetzt wird, zudem für Einbringung von zusätzlicher Flexibilität ins Energiesystem, eine langfristige Speicherbarkeit für erneuerbare Energien und die Bereitstellung erneuerbarer Gase für die Gasversorgung. Um diese Potenziale nutzen zu können, müsse auf eine Senkung der spezifischen Errichtungs- und Betriebskosten durch Hochskalierung auf industriellen Technologiehochlauf fokussiert werden. Denn um die gemeinsamen Ziele erreichen zu können, sei eine Anpassung des regulatorischen Rahmens unerlässlich.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Energiespeicher

BSW-Solar: Zunahme von stationären Batteriespeichern

[14.01.2026] Die Kapazität stationärer Batteriespeicher in Deutschland hat sich nach Branchenangaben innerhalb von fünf Jahren mehr als verfünffacht. Trotz des starken Wachstums sieht der Bundesverband Solarwirtschaft weiteren erheblichen Ausbaubedarf, um die Energiewende effizient voranzubringen. mehr...

Neoen/Uniper: Tolling-Vertrag für Batteriespeicher abgeschlossen

[12.01.2026] Neoen hat für seinen Batteriespeicher in Arneburg einen siebenjährigen Tolling-Vertrag mit Uniper abgeschlossen. Der Vertrag über 30 MW Leistung und 78 MWh Kapazität startet 2027 und regelt die Vermarktung und Optimierung der Anlage. mehr...

Ratingen: Batteriespeicher angeschlossen

[05.01.2026] Quantum hat in Ratingen einen Batteriespeicher mit 2,5 Megawatt Leistung an das Mittelspannungsnetz angeschlossen. Das Projekt soll kleineren und mittleren Stadtwerken Dienstleistungen rund um Speicher und Flexibilisierung ermöglichen. mehr...

interview

Interview: Schlüssel für die Energiewende

[22.12.2025] Gemeinsam mit Stadtwerken realisiert Verbund Energy4Business ­Germany, Vertriebstochter des Unternehmens Verbund, Großbatteriespeicherprojekte. Im Interview erläutert Geschäftsführer Thomas Bächle, warum Batteriespeicher ein zentrales Element der Energiewende sind. mehr...

FFB PreFab: Erste Batterie vom Band gelaufen

[22.12.2025] In Münster ist erstmals eine elektrisch funktionsfähige Lithium-Ionen-Batteriezelle aus der Forschungsfabrik FFB PreFab entstanden. Die Anlage bildet eine vollständige europäische Prozesskette von der Elektrodenfertigung bis zur geladenen Zelle ab und gilt als wichtiger Schritt für Batterien aus Deutschland. mehr...

Kreis Freising: Floor-Vertrag für Batteriespeicher abgeschlossen

[18.12.2025] Ein Floor-Vertrag zwischen MVV Trading und der Bürger Energie Genossenschaft Freisinger Land soll die Wirtschaftlichkeit eines neuen Batteriespeichers sichern. Das Konzept verbindet eine garantierte Mindestvergütung mit der flexiblen Vermarktung an Strom- und Regelenergiemärkten. mehr...

SWLB: Stromspeicher in Planung

[16.12.2025] In Ludwigsburg entsteht ab 2026 ein Stromspeicher mit 1,3 Megawatt Leistung und fünf Megawattstunden Kapazität. Das Projekt der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim soll erneuerbare Energien besser ins Netz integrieren und neue Flexibilitätsoptionen erschließen. mehr...

bericht

Second-Life-Batterien: Innovation trifft Ressourceneffizienz

[15.12.2025] E-Auto-Batterien landen oft im Recycling, obwohl sie noch einen Großteil ihrer ursprünglichen Speicherkapazität besitzen. Im Projekt UniSTA zeigen Uniper und STABL Energy, wie sich solche Second-Life-Batterien als Alternative zu neuen Speichersystemen nutzen lassen. mehr...

bericht

Energiespeicherung: Batteriespeicher erleben Boom

[08.12.2025] Batteriespeicher sind ein wichtiges Element der Energiewende, denn sie gleichen Produktions- und Nachfrageschwankungen aus. Deutschland muss schnell rechtssichere und vor allem bundesweit einheitliche Regelungen schaffen, um das Potenzial voll ausschöpfen zu können. mehr...

Zeithain: Baustart von Solar-Batterie-Kombiprojekt

[18.11.2025] In Zeithain entsteht ein Kombiprojekt aus Solarfeld und Batteriespeicher, das den intelligenten Ausbau erneuerbarer Energien demonstrieren soll. SachsenEnergie meldet den Start der Bauarbeiten für eine 20-Megawatt-PV-Anlage, die später um einen leistungsstarken Speicher ergänzt werden soll. mehr...

Staßfurt: Großspeicher entsteht

[10.11.2025] In Förderstedt bei Staßfurt entsteht ein groß dimensionierter Batteriespeicher mit 300 Megawatt Leistung und mehr als 700 Megawattstunden Speicherkapazität. Nach Angaben von Eco Stor soll die privat finanzierte Anlage das Stromnetz stabilisieren und in Zeiten schwankender Einspeisung aus erneuerbaren Energien bis zu 500.000 Haushalte zwei Stunden lang versorgen können. mehr...

Gundremmingen: Bau des größten Batteriespeichers Deutschlands

[07.11.2025] RWE baut in Gundremmingen den bislang größten Batteriespeicher Deutschlands. Die Anlage mit 400 Megawatt Leistung soll 2028 in Betrieb gehen und rund 230 Millionen Euro kosten. mehr...

Röhrsdorf: LichtBlick baut Großbatteriespeicher

[29.10.2025] In Röhrsdorf bei Chemnitz startet der Bau des ersten Großbatteriespeichers von LichtBlick. Die 100-Millionen-Euro-Investition soll ab 2027 mit 100 Megawatt Leistung und vier Stunden Speichertiefe einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität leisten. mehr...

Crottendorf: Bau eines Großbatteriespeichers

[23.10.2025] In Crottendorf im Erzgebirge soll noch 2025 der Bau eines Großbatteriespeichers beginnen. Das Projekt des Hamburger Unternehmens Big Battery Deutschland hat die Baureife erreicht und soll künftig 15 Megawatt Leistung und 30 Megawattstunden Speicherkapazität bereitstellen. mehr...

Föhren: Großbatteriespeicher eingeweiht

[17.10.2025] In Föhren bei Trier ist einer der ersten Großbatteriespeicher im europäischen Verteilnetz offiziell in Betrieb gegangen. Das System soll zeigen, wie Speicher und Wechselrichter künftig zur Netzstabilität beitragen und die Energiewende technisch absichern können. mehr...