Deloitte-StudieSmarte Lösungen für Energiewirtschaft

Die Energiebranche braucht neue intelligente Geschäftsmodelle, heißt es in einer Deloitte-Studie.
(Bildquelle: Q.pictures/pixelio.de)
Laut der Power-Market-Studie 2025 von Deloitte wird sich kaum eine Branche in den nächsten zehn Jahren so verändern müssen wie die Energiewirtschaft. Thomas Schlaak, Partner und Leiter Energy und Resources bei Deloitte: „Klimaschutz und Marktentwicklung verlangen von Energieversorgern ein hohes Maß an Veränderungswillen. Sie müssen die nächste Schwelle der Professionalisierung nehmen. Nur mit konsequent umgesetzten Effizienz- und Strukturmaßnahmen besteht die Chance, dass sie die verlorengegangene Wettbewerbsfähigkeit wiedergewinnen.“ Nach Angaben des Beratungsunternehmens sinken die Großhandelspreise für Strom mittelfristig auf unter 30 Euro je Megawattstunde. Gleichzeitig steige bis zum Jahr 2025 der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromgewinnung auf 40 bis 50 Prozent. Die Profitabilität der Versorger stabilisiere sich lediglich auf niedrigem Niveau. Eine grundlegende Besserung sei nicht in Sicht und benötige Investitionen in Anlagen und Infrastruktur.
Digitale Engergiewelt
Um die Herausforderungen der Energiewende und die sich ändernden Abnehmerbedürfnisse zu lösen, sind nach Angaben von Deloitte eine durchgängige Digitalisierung aller Geschäftsbereiche sowie Serviceerweiterungen notwendig. Bei dezentralen Kleinerzeugern könnten sich Versorger als Partner beispielsweise für Wartung und Vertrieb positionieren. Über ihre IT-Systeme lassen sich Mikrokraftwerke zusammenschließen sowie nach Nachfrage und Angebot steuern. Smart-Meter-Lösungen für Industrie und Privathaushalte liefern dafür die erforderlichen Verbrauchsdaten in Echtzeit. Gleichzeitig bieten sie für die Erzeuger den Einstieg in den Smart-Home- und Smart-Factory-Markt. „Künftig werden traditionelle Energieversorger ihren Vertrieb noch konsequenter auf schlanke Prozesse und eine kundenspezifische Profitabilitätsrechnung ausrichten müssen“, sagt Thomas Schlaak. „Langfristig müssen sie die dezentrale und digitale neue Energiewelt konsequent, aber höchst fokussiert angehen.“
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