BundorfSolarpark geht ans Netz

Im unterfränkischen Bundorf entsteht Bayerns größter Bürgersolarpark. Am 28. September geht er ans Netz.
(Bildquelle: EGIS eG)
Am 28. September geht in der unterfränkischen Gemeinde Bundorf ein Solarpark mit einer Leistung von 125 Megawatt (MW) ans Netz. Wie der Projektentwickler MaxSolar mitteilt, hatte der Gemeinderat von Bundorf im April 2022 einstimmig für die 125 Hektar große Anlage gestimmt. Im September 2022 habe MaxSolar mit dem Bau begonnen. Zusätzlich zum Solarpark habe der Projektentwickler in Aidhausen (Ortsteil Kerbfeld) ein neues Umspannwerk mit zwei Hochspannungstransformatoren errichtet (wir berichteten).
Mit fast einer Viertelmillion Photovoltaik-Modulen erzeuge der Solarpark genug Strom, um rechnerisch knapp 40.000 Vier-Personen-Haushalte zu versorgen. Im gesamten Landkreis leben rund 85.000 Menschen. Pro Jahr spare die Gemeinde Bundorf durch den Solarpark rund 90.000 Tonnen CO2 ein. Eine Teilfläche mit zwei Megawatt installierter Leistung speise zudem Energie in eine neu gebaute Fernwärmeleitung ein. Sie versorge Haushalte und öffentliche Gebäude in Bundorf mit nachhaltiger Wärme. Einen Teil der Freiflächenanlage betreibe die Genossenschaft EGIS als Bürgersolarpark, dem größten in Bayern.
MaxSolar habe bei der Planung berücksichtigt, dass die Erzeugung erneuerbarer Energien auch positive Auswirkungen auf die Biodiversität haben kann. Der Projektentwickler habe sich freiwillig den Standards des Gütesiegels „Gute Planung“ des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft (bne) verpflichtet. Um dieses Siegel zu erhalten, müsse ein Solarpark unter anderem einen Mehrwert für den Natur- und Artenschutz, die Einbindung von Gemeinden und Bürgern sowie die Integration in die Landschaft bieten.
Das besondere Konzept der Freiflächen-Photovoltaikanlage sehe vor, dass etwa ein Drittel (40 Hektar) in der Hand der Bürgerinnen und Bürger bleibe. Sie könnten sich über eine Mitgliedschaft bei der EGIS beteiligen. „Ab 150 Euro können die Bundorfer, aber auch Menschen aus ganz Deutschland, in die Anlage investieren. Dafür erhalten sie eine Dividende, die zuletzt bei sechs Prozent lag“, erklärt Pascal Lang, Vorstandsvorsitzender der EGIS. Nach eigenen Angaben bleiben zwei Drittel der Anlage im Bestand von MaxSolar.
Bei der Realisierung des Solarparks habe das Unternehmen auf innovative Komponenten gesetzt. So gehörten Hersteller wie Trina Solar (Module), Lapp (Kabel), sl rack (Modulunterkonstruktion), sma (Wechselrichter) und SPIE (Umspannwerk) zu den Lieferanten.
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