Mittwoch, 14. Januar 2026

WeißensbergSonnenstrom statt Standortnachteil

[04.02.2013] Die Gemeinde Weißensberg wird von zahlreichen Verkehrsadern durchzogen, weshalb viele Flächen nicht bebaut werden können. Diese nutzt die Kommune für die solare Energiegewinnung. Ein eigens dafür gegründetes Kommunalunternehmen betreibt die Anlagen.

Die Gemeinde Weißensberg hat aus einer räumlichen Schwäche eine energieeffiziente Stärke gemacht. Wie die Online-Ausgabe der Schwäbischen Zeitung meldet, wird die bayerische Kommune von einer Autobahn, drei Bundesstraßen und einer Bahnstrecke durchzogen. Laut Gesetz müsse beim Bau von Gebäuden ein Sicherheitsabstand zur Fahrbahn eingehalten werden – 40 Meter zur Autobahn und 20 Meter zur Bundesstraße. Der vorgeschriebene Abstand von Solarmodulen zur Autobahn beträgt dagegen lediglich 20 Meter. Um die Grundstücke in Weißensberg optimal zu nutzen, werden einzelne Flächen deshalb nun zur alternativen Energiegewinnung genutzt. Ein Solarpark sei bereits Ende 2011 ans Netz gegangen, ein weiterer werde derzeit geplant. Dafür sei bereits eine Fläche von knapp zwei Hektar für die kommenden 20 Jahre gepachtet worden. Der Baustart für die neue Anlage ist für das Frühjahr geplant. Sie soll rund 1,2 Megawatt Strom liefern. Betrieben werden diese und zwei weitere Dachanlagen von einem im Jahr 2011 eigens dafür gegründeten Kommunalunternehmen. Dieses besteht aus Weißensbergs Bürgermeister Hans Kern und dem Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Sigmarszell, Christoph Schmieg, der den Geschäftsposten inne hat. „Eine Gemeinde, die ein Kommunalunternehmen zur alternativen Energiegewinnung gründet, ist im Landkreis Lindau einzigartig“, sagt Bürgermeister Kern. Wie aus der Meldung weiter hervorgeht, hat das Unternehmen im ersten Jahr noch 17.000 Euro Verlust gemacht. Für 2012 werde mit einem Gesamtumsatz von 300.000 Euro ein Überschuss erwartet. Insgesamt habe die Kommune mit dem jetzt geplanten Solarpark drei Millionen Euro in die Erzeugung von Strom aus Sonnenenergie investiert. Zusammen mit der Strommenge, welche die Bürger auf ihren Privatdächern erzeugen, erwirtschafte die Kommune rund 3,5 MW, was der Hälfte des jährlichen Strombedarfs in der Gemeinde entspreche. Eingespeist werde der Strom in das Netz der Elektrizitätsgenossenschaft Schlachters.





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