MVV EnergieStabiles Ergebnis

Der MVV-Vorstand auf der diesjährigen Bilanzpressekonferenz in Frankfurt.
v.l.: Technikvorstand Hansjörg Roll, Vorstandsvorsitzender Georg Müller, Pressesprecher Roland Kress, Vertriebsvorstand Ralf Klöpfer
(Bildquelle: K21 media AG)
Das Mannheimer Unternehmen MVV Energie hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 das operative Ergebnis (EBIT) um zwei Prozent auf 228 Millionen Euro gesteigert. Leicht rückläufig waren die Umsatzerlöse, die 3,9 Milliarden Euro betrugen (Vorjahr: knapp über vier Milliarden Euro). Unter dem Strich hat MVV den bereinigten Jahresüberschuss nach Fremdanteilen (Adjusted EBIT) mit 94 Millionen im Vergleich zum Vorjahr um eine Million Euro gesteigert. Diese Zahlen nannte der MVV-Vorstand auf der diesjährigen Bilanzpressekonferenz am heutigen Dienstag (11. Dezember 2018) in Frankfurt.
Insbesondere die gute Entwicklung des Umweltgeschäfts, höhere Erlöse aus den eigenen Windkraftanlagen sowie Erfolge bei der Kosteneffizienz haben sich nach Angaben von MVV positiv auf das Unternehmensergebnis ausgewirkt. Dadurch habe die Unternehmensgruppe witterungsbedingte Einbußen aufgrund des milderen Winters und den regulierungsbedingten Rückgang der Netzentgelte mehr als ausgleichen können.
Weiterer Ausbau der Erneuerbaren
Nach den Worten des MVV-Vorstandschefs Georg Müller zeigt das stabile Ergebnis, dass sich die konsequente Ausrichtung des bösennotierten Stadtwerks auf die Umsetzung der Energiewende auszahlt. Die Unternehmensgruppe werde auch in den kommenden Jahren in den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien, die Stärkung der Energieeffizienz durch die umweltfreundliche Fernwärme und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle investieren. Müller betonte vor den Pressevertretern: „Die Aufgaben der Energiewende, die vor uns liegen, sind anspruchsvoll, und das Umfeld bleibt dynamisch. Wir sind davon überzeugt, dass wir strategisch richtig aufgestellt sind, um den Wandel als Chance zu nutzen und mit der Energiewende langfristig wachsen zu können.“
Zwei verlorene Jahre
Weniger zufrieden als mit dem eigenen Geschäftsergebnis zeigte sich der MVV-Chef mit der Bundesregierung. „Energiepolitisch liegen zwei verlorene Jahre hinter uns“, erklärte Müller. Der Bund habe zwar ein ambitioniertes Ziel vorgegeben, nämlich einen Anteil von 65 Prozent regenerativer Energien an der Stromerzeugung bis 2050. Es fehle jedoch ein verlässlicher Fahrplan für den Ausstieg aus der fossilen Erzeugung.
Müller sprach sich für eine wirksame Reduzierung der Treibhausgasemissionen aus. Dabei gebiete es die ökonomische Vernunft und die ökologische Verantwortung, auch in der Energiewirtschaft Kohlendioxid zunächst da zu vermeiden, wo es am leichtesten geht. Das gelte an allererster Stelle für rein stromerzeugende Kraftwerke – und hier gehe Braunkohle vor Steinkohle. Als Grundvoraussetzung eines Kohleausstiegs bezeichnete der MVV-Vorstandsvorsitzende den weiteren und forcierten Ausbau der erneuerbaren Energien: „Wenn wir Klimaschutz ernst nehmen und keinen neuen Kernkraftwerke bauen wollen, dann ist das Pendant zum Kohleausstieg der forcierte Ausbau der erneuerbaren Energien.“
Südquote für Windkraft
Dabei komme in Deutschland der Windkraft an Land als wichtigster Säule der Energiewende weiterhin eine zentrale Bedeutung zu. Erneut forderte Müller die Einführung einer Regionalquote bei den Aussschreibungen. Windparks müssten dort gebaut werden, wo die Stromnachfrage am größten ist – also auch in Süddeutschland. Eine solche intelligente, regionale Steuerung entlaste zudem die Stromnetze und senke den Netzausbaubedarf.
MVV habe die eigene installierte Leistung erneuerbarer Energien im abgelaufenen Geschäftsjahr um drei Prozent auf 467 Megawatt (MW) gesteigert und ihren Anteil an der eigenen Stromerzeugung von 56 auf 63 Prozent erhöht. Die erneuerbare Stromerzeugung sei dabei um sieben Prozent auf über 1,1 Milliarden Kilowattstunden gestiegen, gleichzeitig habe MVV die direkten CO2-Emissionen um sechs Prozent verringert.
Neben dem Strommarkt werden Erneuerbare nach Überzeugung von Müller langfristig auch den Wärmemarkt bestimmen. Allerdings funktioniere hier die Gleichung „Stilllegung Fossile und Zubau Erneuerbare“ nicht. Vor einem Verzicht auf die fossile Wärmeerzeugung müssten CO2-arme Ersatzlösungen umgesetzt werden. Der MVV-Vorstandschef äußerte die Überzeugung, dass hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen die letzten konventionellen Anlagen sein werden, die vom Netz gehen.
Kontinuität bei der Dividende
Für die kommenden Jahre geht MVV-Chef Müller davon aus, dass die allgemeinen Rahmenbedingungen die Unternehmen der Energiewirtschaft weiterhin vor Herausforderungen stellen werden. Nach vier Jahren mit steigenden Ergebnissen erwartet das Unternehmen im Geschäftsjahr 2019 aus operativer Sicht ein Adjusted EBIT und Umsätze etwa auf Vorjahresniveau. Bei der Dividende setzt MVV Energie weiterhin auf Kontinuität für seine Aktionäre. Für 2018 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine unveränderte Dividende in Höhe von 90 Cent je Aktie vor.
JUWI: Partnerschaft mit Vestas ausgebaut
[26.02.2026] Mit einer neuen Rahmenvereinbarung wollen zwei Windenergie-Unternehmen ihre Kooperation festigen. Das Ziel besteht darin, künftige Projekte in Deutschland effizienter umzusetzen. Beide Seiten verweisen auf ihre langjährige Zusammenarbeit. mehr...
Stadtwerke Herrenberg/Energie Calw: Gemeinsame Neugründung von Energie Herrenberg
[25.02.2026] Die Stadtwerke Herrenberg gründen gemeinsam mit Energie Calw das Unternehmen Energie Herrenberg. Mit dem neuen kommunalen Versorger will die Stadt Herrenberg Vertrieb und Energiewende vor Ort neu organisieren und Wertschöpfung in der Region sichern. mehr...
Wuppertaler Stadtwerke: IT-Partnerschaft mit rku․it besiegelt
[23.02.2026] Die Wuppertaler Stadtwerke bauen ihre IT mit der NextGen-Plattform von rku.it aus. Die strategische Partnerschaft soll Prozesse im SAP-Umfeld modernisieren und den kommunalen Versorger langfristig digital absichern. mehr...
dena: 100 vielversprechende Start-ups
[17.02.2026] Die Deutsche Energie-Agentur und die Start Up Energy Transition haben die SET100-Liste 2026 mit den weltweit vielversprechendsten Climate-Tech-Start-ups veröffentlicht. Die Auswahl zeigt, welche Technologien der Energiewende den Sprung aus der Pilotphase schaffen und sich im internationalen Wettbewerb behaupten. mehr...
Bilanz: E.ON steigert Gewinn und Investitionen
[16.02.2026] Der Energiekonzern E.ON hat im Jahr 2025 mehr verdient und mehr investiert. Vor allem das Netzgeschäft wuchs deutlich. Bis 2030 plant das Unternehmen Investitionen von rund 48 Milliarden Euro. mehr...
Hertener Stadtwerke: Zertifizierung erhalten
[16.02.2026] Die Hertener Stadtwerke haben ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 eingeführt und sich zertifizieren lassen. Damit reagieren sie auf gesetzliche Vorgaben für Großverbraucher und wollen vor allem in ihren energieintensiven Bädern systematisch Kosten und CO₂ senken. mehr...
Stadtwerke Schwäbisch Hall: Wechsel zu Wilken
[11.02.2026] Die Stadtwerke Schwäbisch Hall ersetzen ihr bisheriges Abrechnungssystem für Dienstleistungskunden durch eine cloud-native Standardplattform. Mit dem Wechsel zu GY von Wilken beginnt zugleich eine strategische Partnerschaft mit Blick auf neue Markt- und Regulierungsanforderungen. mehr...
Amprion: Hybrider Offshore-Interkonnektor geplant
[28.01.2026] Deutschland und Dänemark wollen ihre Stromnetze in der Nordsee enger verknüpfen und planen einen hybriden Offshore-Interkonnektor zwischen beiden Ländern. Amprion und Energinet sollen das Projekt mit innovativer Gleichstromtechnik auf See umsetzen. mehr...
Stadtwerke Velbert: Beteiligung an rku․it
[22.01.2026] Die Stadtwerke Velbert beteiligen sich an dem Unternehmen rku․it und werden Gesellschafter des IT- und Prozessdienstleisters für die Energiebranche. Beide Seiten wollen damit die strategische Zusammenarbeit vertiefen und die digitale Leistungsfähigkeit der Versorgungswirtschaft stärken. mehr...
Gemeindewerke Budenheim: Umstellung auf Kraftwerk Software
[20.01.2026] Die Gemeindewerke Budenheim stellen ihre IT-Landschaft auf eine einheitliche Plattform von Kraftwerk Software um. Ziel sind weniger Schnittstellen, mehr Automatisierung und der Betrieb zentraler Geschäftsprozesse in der Cloud. mehr...
Stadtwerke Konstanz: Investitionen von 50 Millionen Euro
[16.01.2026] Die Stadtwerke Konstanz wollen dieses Jahr rund 50 Millionen Euro in Infrastruktur und Daseinsvorsorge investieren. Im Fokus stehen der Ausbau der Stromnetze sowie Projekte in Mobilität, Telekommunikation und bei den Tochtergesellschaften. mehr...
Hamburger Energienetze: Chatbot im Kundenservice
[09.01.2026] Die Hamburger Energienetze haben auf ihrer Website einen KI-gestützten Chatbot eingeführt, der Nutzerinnen und Nutzer bei Fragen rund um Strom-, Gas- und Wasserstoffnetze unterstützt. Der digitale Netzassistent soll Informationen schneller zugänglich machen und zugleich den Kundenservice entlasten. mehr...
Stadtwerke Lemgo: Wirtschaftsplan von rund 53 Millionen Euro
[08.01.2026] Der Wirtschaftsplan 2026 der Stadtwerke Lemgo sieht Investitionen von rund 53 Millionen Euro vor. Der Schwerpunkt liegt auf klimaneutraler Energieerzeugung, Netzausbau und der Sicherung zentraler Bereiche der Daseinsvorsorge. mehr...
Interview: Lösungen für die Balance im Netz
[06.01.2026] Aus dem BHKW-Pionier 2G Energy ist ein internationaler Anbieter dezentraler Energielösungen geworden. stadt+werk sprach mit dem neuen Vorstandschef Pablo Hofelich über Wachstum, Strategie und die Rolle des Unternehmens im Energiesystem der Zukunft. mehr...
Steag Iqony Group: Führungswechsel im kommenden Jahr
[18.12.2025] Bei der Steag Iqony Group steht ein Führungswechsel an: Gundolf Schweppe übernimmt im Mai 2026 den Vorstandsvorsitz. Er folgt auf Andreas Reichel, der das Unternehmen seit 2020 geführt hat und planmäßig in den Ruhestand geht. mehr...















