RenexpoVernetzte Energiesysteme im Fokus

Ein inhaltlicher Höhepunkt war der Energietalk im Renexpo Forum.
(Bildquelle: Der Bildw_rker)
Vernetzte Energiesysteme prägten die Ausrichtung der Renexpo – connect energies 2026 im Messezentrum Salzburg. Wie der Veranstalter berichtet, versammelte die Fachmesse am 19. und 20. März 1.327 Besucher sowie 82 Aussteller und wuchs damit gegenüber dem Vorjahr. Auf mehr als 2.500 Quadratmeter zeigte die Branche Lösungen für das Zusammenspiel von Erzeugung, Speicherung und Netzinfrastruktur.
Die Messe schärfte laut Veranstalter ihr Profil und rückte neben der traditionellen Wasserkraft verstärkt Speichertechnologien, Netzintegration und sektorübergreifende Ansätze in den Fokus. Damit reagiere sie auf eine zentrale Herausforderung der Energiewende: Energie müsse nicht nur erzeugt, sondern auch flexibel gespeichert, verteilt und sektorenübergreifend genutzt werden.
Alexander Kribus, Geschäftsführer des Messezentrums Salzburg, bewertet die Entwicklung positiv: „Die Renexpo – connect energies 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, wie groß das Interesse an einer vernetzten Betrachtung der Energiezukunft ist.“ Die Kombination aus etablierten Themen wie Wasserkraft und Zukunftsfeldern wie Speicher und Systemintegration habe sich als tragfähig erwiesen.
Plus von 30 Prozent
Auch Messeleiter Christoph Schrammel verweist auf das Wachstum: Mit einem Plus von rund 30 Prozent bei den Ausstellern habe die inhaltliche Erweiterung neue Zielgruppen erschlossen und zugleich die bestehende Fach-Community gestärkt. Besonders die Verbindung von Fachprogramm, Ausstellung und Austauschformaten sei gut angenommen worden.
Ein inhaltlicher Höhepunkt war der Energietalk im Renexpo Forum unter dem Titel „Erneuerbare Energien im Zusammenspiel – Speicherlösungen als Schlüssel für Versorgungssicherheit“. Dort diskutierten Vertreter aus Politik, Energiewirtschaft, Verbänden und Forschung die Anforderungen an ein stabiles Energiesystem.
Leonhard Schitter, Geschäftsführer eines Energieunternehmens, betonte im Rahmen dieses Energietalks den hohen Investitionsbedarf: „Wer Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Klimaziele erreichen will, muss investieren.“ Er verwies insbesondere auf den Ausbau von Netzen, Speichern und Infrastruktur. Martina Prechtl-Grundnig, Geschäftsführerin von Erneuerbare Energie Österreich, erklärte ebenfalls im Energietalk, der Ausbau erneuerbarer Energien sei grundsätzlich machbar. Voraussetzung seien jedoch beschleunigte Genehmigungen, ausreichende Flächen und ein gemeinsames Vorgehen aller Akteure.
Bedeutung von Systemflexibilität
Michael Baminger, Geschäftsführer der Salzburg AG, hob im Energietalk die Bedeutung der Systemflexibilität hervor. Klimaneutralität verlange nicht nur mehr Erzeugung, sondern vor allem die Fähigkeit, Schwankungen im Stromsystem auszugleichen. Speicherlösungen würden damit zu einem zentralen Baustein, um Energie zeitlich zu verschieben und saisonal verfügbar zu machen.
Eine weitere Diskussionsrunde widmete sich den Speichertechnologien selbst. Johannes von Schkopp, Vertreter von TenneT Germany, ordnete die Rolle verschiedener Technologien ein und betonte, dass Speicher nur ein Teil der Lösung seien. Horst Ebner, Vertreter eines Energieerzeugers und Tankstellenbetreibers, verwies auf die Bedeutung flexibler Nachfrage und zeigte anhand von Beispielen, wie dynamische Tarife den Stromverbrauch gezielt steuern können.
Parallel dazu blieb die Wasserkraft ein zentrales Thema der Messe. In Kooperation mit Fachverbänden wurden spezialisierte Konferenzen organisiert, die aktuelle Forschung und Praxisbeispiele vermittelten. Rund 150 Teilnehmer nahmen an diesen Formaten teil, zudem fand die Mitgliederversammlung des Vereins Kleinwasserkraft Salzburg im Rahmen der Messe statt.
Mit ihrem erweiterten Konzept positioniert sich die Renexpo – connect energies als Plattform für integrierte Energielösungen. Die nächste Ausgabe ist für März 2027 im Messezentrum Salzburg geplant.
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