Sonntag, 8. November 2026

OffenburgWärmenetz wird größer

[05.03.2021] Offenburg vergrößert sein Wärmenetz mithilfe des KEA-BW-Netzwerk-Partners E-Werk Mittelbaden. Experten der Landesenergieagentur beraten zudem beim Fernwärme-Ausbau.
Wärmenetze sind klimaneutral und wirtschaftlich

Wärmenetze sind klimaneutral und wirtschaftlich, wie hier die Verlegung von Fernwärmeleitungen in Freiburg.

(Bildquelle: KEA-BW / triolog)

Mit dem Know-how des E-Werks Mittelbaden baut Offenburg seit 2016 sein Fernwärmenetz aus. Die Stadt will weg von den vielen Einzelheizungen und bis 2050 eine klimaneutrale, wirtschaftliche Fernwärmeerzeugung etablieren. Das berichtet die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW). Das E-Werk hilft dabei mit seiner Expertise zur energieeffizienten Erzeugung von Wärme in Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK). Seine Spezialistinnen und Spezialisten zählen zum Experten-Netzwerk des Kompetenzzentrums Wärmewende der KEA-BW. Beratend unterstützen sie Projektbeteiligte kompetent beim Thema KWK. Beim Fernwärme-Ausbau führt die Wärmeversorgung Offenburg (WVO) Regie, an der die Stadt zu 51 Prozent und das E-Werk Mittelbaden zu 49 Prozent beteiligt sind. Aufsichtsratsvorsitzender ist Offenburgs Oberbürgermeister Marco Steffens. Das setzt Signale. „Es ist wesentlich, dass Gemeinderat und Verwaltungsspitze hinter dem Projekt stehen. Bis 2035 wollen wir 17 Prozent der Gebäude an das Fernwärmenetz anschließen“, sagt WVO-Geschäftsführer Martin Wenz.
In Offenburg wird Wärme in KWK-Anlagen erzeugt, meist in Blockheizkraftwerken. Deren thermische Leistung leitet die WVO in das Fernwärmenetz oder in einen Zwischenspeicher. Zeitgleich produzierte Elektrizität fließt ins Stromnetz. Bisher betreibt die Stadt neun Kilometer Leitungen. 2.500 der etwa 30.000 Haushalte beziehen bereits Fernwärme und der Ausbau ist voll im Gange. Kommunen, die einen Fernwärmenetz-Ausbau erwägen, empfiehlt der WVO-Geschäftsführer ein Ankerkunden-Konzept: „Für größere Netz-Erweiterungen suchen wir stets einen Großkunden zum Anschließen.“ Das decke den Großteil entstehender Betriebskosten ab. Die Gewinne kommen mit weiteren Kunden. „Das Klimaschutzgesetz verlangt von vielen großen Kommunen und Städten, einen Wärmeplan zu erstellen. In dessen Umsetzung spielen Wärmenetze und deren Erweiterung eine wichtige Rolle“, erklärt Florian Anders, stellvertretender Leiter des Kompetenzzentrums Wärmewende bei der KEA-BW.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Wärmeversorgung

Kommunale Wärmeplanung: Kommunikation bleibt entscheidend

[05.11.2026] 83 Prozent der Kommunen sehen zusätzlichen Kommunikationsbedarf bei der Wärmeplanung. Die Kommunikationsagentur trurnit Pressewerk empfiehlt, Bürgerinnen und Bürger frühzeitig einzubeziehen und klar zwischen Planungen und verbindlichen Zusagen zu unterscheiden. mehr...

München: Weniger Wärmebedarf im Netz

[03.11.2026] Im Münchner Stadtteil Freiham senken optimierte Heizungsanlagen und spezielle Wärmepumpen den Energiebedarf öffentlicher Gebäude. Nach Angaben des Herstellers varmeco ermöglichen niedrige Rücklauftemperaturen zugleich eine effizientere Nutzung des Geothermie-Fernwärmenetzes. mehr...

Stadtwerke Bochum: Fernwärmeausbau und Wärmepumpen geplant

[02.11.2026] Nach dem Beschluss der kommunalen Wärmeplanung konkretisiert Bochum die nächsten Schritte für den Umbau der Wärmeversorgung. Die Stadtwerke wollen das Fernwärmenetz ausbauen und das Stromnetz auf den zunehmenden Einsatz von Wärmepumpen vorbereiten. mehr...

Fraunhofer IEG: Hochtemperatur-Wärmepumpe erzeugt Prozessdampf

[30.10.2026] Im Papierwerk von Felix Schoeller in Weißenborn wird eine Hochtemperatur-Wärmepumpe erprobt, die industrielle Abwärme zur Dampferzeugung nutzt. Erste Betriebsergebnisse zeigen, wie sich dadurch der Erdgasverbrauch und die CO₂-Emissionen senken lassen. mehr...

enercity: Gemeinschaftsunternehmen gegründet

[27.10.2026] enercity Contracting und Stadt.Energie.Speicher wollen den Einsatz von Großwärmepumpen in Nah- und Fernwärmenetzen vorantreiben. Das gemeinsame Unternehmen EnerSes Wärme soll insbesondere Stadtwerke und Kommunen bei der Umstellung auf erneuerbare Wärme unterstützen. mehr...

Kreis Karlsruhe: Schule stellt Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien um

[26.10.2026] Der Landkreis Karlsruhe will die Wärmeversorgung der Ludwig-Guttmann-Schule in Karlsbad vollständig auf erneuerbare Energien umstellen. Das rund 1,9 Millionen Euro teure Projekt soll die CO₂-Emissionen der Wärmeerzeugung um 95 Prozent senken und wird vom Bund gefördert. mehr...

Hamburg: enercity versorgt neuen Stadtteil

[20.10.2026] enercity übernimmt die Wärme- und Kälteversorgung des neuen Hamburger Stadtteils Grasbrook. Bereits zum Versorgungsstart 2031 sollen mehr als 90 Prozent der Wärme aus erneuerbaren Energien und industrieller Abwärme stammen. Bis 2040 ist eine vollständig klimaneutrale Versorgung geplant. mehr...

Wärmenetze: Banken sehen hohe Finanzierungsrisiken

[19.10.2026] Banken schätzen die Finanzierung von Wärmenetzen als riskanter ein als die von Stromnetzen. Eine Studie des Fraunhofer ISI zeigt, welche Hürden beim Ausbau der Fernwärme bestehen und wie sich die Finanzierung erleichtern lässt. mehr...

Oldenburg: Wärmewende-Beirat nimmt Arbeit auf

[19.10.2026] In Oldenburg hat ein Beirat zur Begleitung der kommunalen Wärmewende seine Arbeit aufgenommen. Das Gremium soll Empfehlungen erarbeiten, wie die Stadt ihre Wärmeversorgung klimaneutral gestalten und dabei soziale und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigen kann. mehr...

Sachsen: Millionen für Wärmewende bewilligt

[12.10.2026] Sachsen hat erste Millionenförderungen für den Umbau der kommunalen Wärmeversorgung bewilligt. Sechs größere Projekte sollen den Einsatz erneuerbarer Energien voranbringen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern. mehr...

Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm: Vorarbeiten für zwei Flusswasserwärmepumpen

[12.10.2026] Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm beginnen Mitte Oktober mit Vorarbeiten für zwei Flusswasserwärmepumpen an der Donau. Die Anlagen sollen ab 2027 regenerative Wärme für die Fernwärmeversorgung liefern. mehr...

Meersburg: Wärme aus dem Bodensee

[12.10.2026] Baden-Württemberg will landeseigene Gebäude in Meersburg künftig mit Wärme aus dem Bodensee versorgen. Insgesamt 13 Liegenschaften sollen schrittweise an das geplante Seewärme-Netz angeschlossen werden. mehr...

Stuttgart: Stadtwerke prüfen neues Wärmenetz in Feuerbach

[12.10.2026] Die Stadtwerke Stuttgart prüfen den Aufbau eines Wärmenetzes in Feuerbach, das zwischen 2030 und 2035 entstehen könnte. Eigentümer und Unternehmen können bereits jetzt unverbindlich ihr Interesse an einem Anschluss bekunden. mehr...

Dresden: Wärmeplan beschlossen

[07.10.2026] Der Dresdner Stadtrat hat den kommunalen Wärmeplan beschlossen und dabei Prüfgebiete ausgeweitet sowie den Maßnahmenplan angepasst. Mit dem Digitalen Energielotsen setzt die Stadt bereits eine Maßnahme um, die Gebäudeeigentümer bei Fragen zu Wärmeversorgung, Sanierung und Heizungstausch unterstützen soll. mehr...

N-Ergie: Genehmigung für Altholz-Heizkraftwerk

[05.10.2026] N-Ergie hat die Genehmigung für ein neues Altholz-Heizkraftwerk am Standort Nürnberg-Sandreuth erhalten. Die Anlage soll ab Ende 2029 Strom und Fernwärme erzeugen und bis zu 40 Megawatt thermische Leistung bereitstellen. mehr...