Mittwoch, 23. September 2026

Windkraft-StudieWeiterbetrieb oder Rückbau?

[28.05.2018] Windkraftanlagen mit einer Leistung von insgesamt 16.000 Megawatt fallen von 2021 bis 2025 aus der EEG-Förderung. Der Bundesverband WindEnergie hat nun eine Studie vorgelegt, die unter anderem aufzeigt, welche Regionen besonders betroffen sind.
Dämmerung: Windkraftanlagen mit einer Leistung von insgesamt 16.000 Megawatt fallen von 2021 bis 2025 aus der EEG-Förderung.

Dämmerung: Windkraftanlagen mit einer Leistung von insgesamt 16.000 Megawatt fallen von 2021 bis 2025 aus der EEG-Förderung.

(Bildquelle: REpower Systems AG / Stéphane Cosnard)

Der Bundesverband WindEnergie (BWE) hat in einer Studie der Deutschen WindGuard den Anlagenpark, der bis 2005 ans Netz ging, analysieren lassen. Nach eigenen Angaben wollte der Verband ein Bild über das Alter der Windkraftanlagen, deren regionale Verteilung, die betroffenen Netzebenen und zuständigen Netzbetreiber sowie die jeweilige Anlagentechnologie gewinnen. Denn: Ab 2021 fallen erste Anlagen aus der EEG-Förderung. Die Studie sollte auch Erkenntnisse über die zu erwartenden Weiterbetriebskosten bringen.
Laut der Untersuchung liegen die meisten der betroffenen Anlagen in Niedersachsen. Für rund 3.500 Altanlagen mit einer Gesamtleistung von 4.300 MW endet der EEG-Vergütungsanspruch bis 2025. Mit einer Altanlagenleistung von jeweils rund 2.000 MW folgen die Länder Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen. In Schleswig-Holstein sind noch rund 1.000 Altanlagen mit 1.400 MW installiert. Gemeinsam stellen die fünf genannten Länder rund 75 Prozent der installierten Altanlagenleistung.
BWE-Präsident Hermann Albers erklärt: „In den Jahren 2020 bis 2025 werden insgesamt rund 16.000 Megawatt vor der Entscheidung stehen, ob ein Weiterbetrieb technisch möglich und wirtschaftlich darstellbar ist. Mit unserer Studie liefern wir einen Überblick, welche Regionen in Deutschland hierbei besonders betroffen sind. Wir geben so auch einen Hinweis darauf, wo gegebenenfalls die Landespolitik gefordert sein wird, durch Flankierung in Planungsprozessen die Einspeisung der Windenergie nicht abrupt enden zu lassen.“
Für viele Anlagen bestehe, etwa aufgrund veränderter Abstandsregeln, nur eine eingeschränkte Chance für einen Ersatz durch neue Windenergieanlagen. (Repowering). Der BWE habe den zuständigen Regionalplanungsbehörden bereits in einem Leitfaden vorhandene planerische Gestaltungsmöglichkeiten aufgezeigt, um gut akzeptierte Bestandsflächen für ein Repowering weiter zu nutzen.



Stichwörter: Windenergie, BWE


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