Freitag, 20. März 2026

E-worldWilken präsentiert Weiterentwicklung von GY

[03.02.2026] Wilken stellt zur E-world 2026 eine neue integrierte Lösungsplattform für Energieversorger vor und verspricht mehr Standardisierung, Automatisierung und Effizienz. Die Plattform bündelt bestehende Systeme, setzt auf KI-Unterstützung und soll Migrationen deutlich vereinfachen.

Wilken stellt zur E-world 2026 eine neue integrierte Lösungsplattform für Energieversorger vor.

(Bildquelle: Wilken GmbH)

Eine neue integrierte Lösungsplattform für die Energiewirtschaft steht im Mittelpunkt des Messeauftritts der Wilken Software Group auf der E-world energy & water 2026 in Essen (10. bis 12. Februar). Wie Wilken Software Group mitteilt, vereint die Plattform die cloud-native Produktgeneration GY mit den etablierten Abrechnungslösungen ENER:GY und NTS.suite in einer gemeinsamen cloudbasierten Architektur mit einheitlichem Ökosystem-Ansatz. Ziel ist es, energiewirtschaftliche Prozesse Ende-zu-Ende abzubilden, Standardisierung voranzutreiben und Automatisierungspotenziale systematisch zu heben.

Kern der neuen Plattform ist die seit 2025 verfügbare Produktgeneration GY, die laut Anbieter auf hohe Skalierbarkeit und einen starken Standardisierungsgrad ausgelegt ist. Sie bildet die technologische Basis für prozessorientierte Betriebsmodelle und soll gleichzeitig die Weiterentwicklung der Bestandslösungen strukturieren. Wilken zufolge werden ENER:GY und NTS.suite künftig in die neue Plattformlogik eingebettet, um Investitionen von Bestandskunden abzusichern und eine koordinierte Weiterentwicklung sicherzustellen. CEO Dominik Schwärzel beschreibt die strategische Ausrichtung als Abkehr von reiner Softwarebereitstellung hin zu vorintegrierten Lösungsbündeln inklusive Prozess- und Strategieberatung.

Integration Layer als zentrales Element

Ein zentrales technisches Element ist der sogenannte Integration Layer. Diese Schicht ersetzt Einzelschnittstellen durch eine zentrale Anbindung aller Plattformkomponenten an die betriebswirtschaftlichen Kernprozesse. Nach Angaben des Unternehmens lassen sich neue Funktionen aus dem eigenen Portfolio oder aus Partnerlösungen dadurch schlüsselfertig integrieren. Das soll den Implementierungsaufwand senken, die Stabilität erhöhen und regulatorische Anforderungen wie Marktkommunikation, Messwesen oder Lieferantenwechsel direkt in der Plattform abbilden. Gleichzeitig bleibt die Architektur offen für weitere Partner, folgt jedoch festen technischen und organisatorischen Vorgaben, um eine konsistente Prozesslogik zu gewährleisten.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Einsatz Künstlicher Intelligenz. In die Plattform integrierte KI-Funktionen sollen operative Abläufe vereinfachen und Wissen schneller verfügbar machen. Der GPT-basierte Assistent GY:PT erklärt Prozessschritte, liefert Hinweise zu regulatorischen Vorgaben und automatisiert Aufgaben mithilfe agentenbasierter KI-Ansätze. Wilken zufolge entwickelt sich KI damit von einem unterstützenden Werkzeug, wie es etwa der bestehende Chatbot AIVA darstellt, hin zu einem strategischen Instrument, das die Weiterentwicklung der Plattform aktiv begleitet. Ergänzend zeigt die Wilken-Tochter idesia auf der Messe einen KI-gestützten Voicebot für den Kundenservice.

Daten vor Import bereinigen

Auch im Bereich Migration will der Anbieter Effizienzgewinne erzielen. Mit einer neuen Migration-Engine setzt Wilken auf ein sogenanntes Doorkeeper-Prinzip, bei dem Daten bereits vor dem Import in das Zielsystem geprüft und bereinigt werden. Dadurch sollen spätere Korrekturen vermieden und Projekte besser planbar werden. Nach Einschätzung von CEO Schwärzel lässt sich der Aufwand in Migrationsprojekten auf diese Weise um etwa 20 bis 30 Prozent reduzieren.

Ergänzt wird die technische Plattform durch eine neue digitale Community, die als zentraler Austauschraum für Anwender und Partner dienen soll. Dort werden nach Unternehmensangaben Inhalte zu Marktkommunikation, Regulatorik, Prozessmodellen, Schulungen sowie Beratungs- und Supportangebote gebündelt. Wilken verfolgt damit einen kollaborativen Ansatz und setzt auf ein wachsendes Partner-Ökosystem für den deutschen Energiemarkt.

Mit der neuen Plattform adressiert der Anbieter mehrere strukturelle Herausforderungen der Branche, darunter steigende regulatorische Anforderungen, Fachkräftemangel und der zunehmende Digitalisierungsdruck. Nach eigener Darstellung versteht Wilken die Plattform nicht als reines Abrechnungssystem, sondern als technologische Basis für durchgängige, automatisierte und KI-gestützte Geschäftsprozesse in Energieversorgungsunternehmen.





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