Samstag, 8. August 2026

BeschaffungWin-win-Modell für alle Beteiligten

[09.10.2024] Der Energiekonzern Uniper unterstützt seine Kunden bei der Beschaffung grüner Energie. Instrumente wie Power Purchase Agreements und Herkunftsnachweise sichern die Versorgung mit sauberer Energie, schützen vor Preisschwankungen, fördern Innovationen und reduzieren Emissionen.
Uniper ist einer der größten Betreiber von Wasserkraftwerken in Deutschland.

Uniper ist einer der größten Betreiber von Wasserkraftwerken in Deutschland.

(Bildquelle: Uniper)

Im Bereich Energiebeschaffung und Emissionsreduktion stehen Unternehmen eine Vielzahl von Instrumenten zur Verfügung, um ihren Energieeinkauf grüner zu gestalten und mit erneuerbaren Energien ihren Nachhaltigkeitszielen einen Schritt näher zu kommen: Power Purchase Agreements sind eine Lösung, um das Energieportfolio durch Ökostrom zu diversifizieren.
Dabei handelt es sich um eine langfristige Vereinbarung zwischen einem Abnehmer und einem Anlagenbetreiber über die Lieferung oder Abnahme von Strom zu einem vereinbarten Preis. Sie integrieren regenerativ erzeugten Strom aus Windkraft, Photovoltaik, Wasserkraft oder Biomasse zu stabilen Preisen in den Strommarkt und sind ein wesentlicher Baustein der Energiewende. Im Fokus stehen vor allem Offshore- und Onshore-Windkraft- sowie Photovoltaikanlagen. Wird der Strom ausschließlich grün erzeugt, spricht man von so genannten Green PPAs.
Das erste Produkt von Uniper war Strom aus Wasserkraft aus dem bereits 1894 in Betrieb genommenen Kraftwerk Höllriegelskreuth im Südosten Deutschlands – schon damals CO2-frei. Heute, 130 Jahre später, ist das Unternehmen mit insgesamt zwei Gigawatt installierter Leistung einer der größten Betreiber von Wasserkraftwerken in Deutschland. Auch im Bereich der Solar- und Windenergie ist eine Weiterentwicklung zu beobachten: Kunden können aus einem großen Portfolio an Stromlieferverträgen mit Strom aus erneuerbaren Energien wählen.

Eigene Wind- und Solarparks

Uniper bezieht diesen grünen Strom weltweit und hat Verträge mit Wind- und Solarparks in Europa und Nordamerika abgeschlossen – mit der festen Absicht, die Bezugsquellen weiter auszubauen. Doch nicht nur auf diese Weise kann Uniper die steigende Nachfrage seiner Kunden nach grünem Strom bedienen, sondern auch durch eigene Onshore-Wind- und Solarparks, deren Bau das Unternehmen massiv vorantreibt.
Biogas zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks und zur Wärmeversorgung ist ebenfalls Teil des nachhaltigen Energieportfolios. Erdgas ist aufgrund seiner geringeren CO2-Emissionen klimafreundlicher als andere fossile Brennstoffe und damit die ideale Brückentechnologie in eine grüne Energiezukunft. Beziehen Kunden bereits Erdgas, unterstützt Uniper sie dabei, ihren gesamten Erdgasbezug CO2-neutral zu gestalten und sich damit noch nachhaltiger und grüner zu positionieren. Ein weiteres Plus: Mit Biogas können die Anforderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) erfüllt und gleichzeitig verschiedene Umwelt- und Klimaschutzprojekte weltweit gefördert werden.
Darüber hinaus werden sowohl spezifische als auch unspezifische Herkunftsnachweise (HKN) angeboten, um den Strom zu kennzeichnen und die Endkundenprodukte und -lieferungen zu „vergrünen“. Diese stellen ein effizientes Mittel dar, um bereits beschaffte Strommengen zu vergrünen und kurz- bis mittelfristige Prognoseabweichungen auszugleichen.
Für jede Megawattstunde Strom aus erneuerbaren Energien erhalten die Kunden einen Herkunftsnachweis in Form eines elektronischen Dokuments. Dieser bescheinigt, wo und wie der Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt und eingespeist wurde. Herkunftsnachweise werden nur für Strom aus erneuerbaren Energien ausgestellt, der unabhängig von einer staatlichen Förderung erzeugt wurde.

PPAs auf Festpreisbasis

Die Power Purchase Agree­ments bietet Uniper auf Basis von Festpreisen an. Kunden profitieren dabei von einer Reihe von Vorteilen wie Planungssicherheit und Risikominimierung gegenüber schwankenden Marktpreisen. Durch die Festpreise können Unternehmen langfristig budgetieren und sind vor unerwarteten Kosten geschützt. Die maximale Laufzeit der PPAs ist derzeit bis 2034 vorgesehen. Für Kunden, die andere Präferenzen haben oder flexiblere Optionen wünschen, werden auch Mischformen angeboten. Diese können beispielsweise einen Festpreis in Kombination mit einer Spotkomponente enthalten. Auf diese Weise können Kunden gleichzeitig von den Vorteilen eines Festpreises und den möglichen Vorteilen schwankender Marktpreise profitieren.
Das Beratungsteam von Uniper unterstützt Kunden bei der Entwicklung individueller Lösungen für ihre spezifischen Anforderungen und arbeitet eng mit ihnen zusammen, um sicherzustellen, dass sie den PPA erhalten, der ihren Bedürfnissen am besten entspricht. Das beinhaltet auch die Auswahl der geeigneten Vertragsstruktur sowie die Festlegung der Laufzeiten und anderer wichtiger Vertragsbedingungen.
Das Angebot von Uniper wird von direkten und indirekten Kunden gut angenommen. Zahlreiche Abschlüsse belegen die Position als einer der kompetenten Anbieter im Markt. Dabei sollte man sich nicht von den Mythen rund um PPAs täuschen lassen und darauf achten, die Dinge nicht durch Begrifflichkeiten zu verkomplizieren. Letztlich handelt es sich um Grünstromlieferungen in den unterschiedlichsten Ausprägungen, sodass für wirklich jeden Kunden eine passende Lösung gefunden werden kann.

Schutz vor Preisschwankungen

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Power Purchase Agreements in Zeiten der Energiewende zu einem entscheidenden Treiber geworden sind: Sie bieten nicht nur finanzielle Sicherheit für Projekte, sondern garantieren auch die Versorgung mit sauberer Energie, schützen vor Preisschwankungen, fördern Innovationen und reduzieren nicht zuletzt Emissionen. Ein Win-Win-Modell für alle Beteiligten.

Gundolf Schweppe


Stichwörter: Unternehmen, Beschaffung, PPA


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Unternehmen

EnBW: RheinEnergie übernimmt Contracting-Geschäft

[05.08.2026] EnBW verkauft ihr bundesweites Contracting-Geschäft an RheinEnergie. Die Transaktion stärkt die Marktposition der Kölner im Energie-Contracting und zeigt zugleich, wie beide Unternehmen ihre Strategien für die Energiewende neu ausrichten. mehr...

naturstrom: Gewinnplus für das Geschäftsjahr 2025

[03.08.2026] naturstrom hat 2025 Umsatz, Gewinn und Energieabsatz gesteigert. Das Unternehmen will den finanziellen Spielraum nutzen, um flexible Stromangebote, eigene Erzeugungsanlagen und Wärmelösungen weiter auszubauen. mehr...

Steag Iqony Group: Nachhaltigkeitsbericht 2025 veröffentlicht

[31.07.2026] Die Steag Iqony Group hat ihren Nachhaltigkeitsbericht 2025 veröffentlicht. Darin beschreibt das Unternehmen den Umbau seines Energieportfolios und nennt Fortschritte bei Fernwärme, Emissionsminderung und Nachhaltigkeitsberichterstattung. mehr...

LichtBlick: Ankündigung neuer Investitionen

[21.07.2026] LichtBlick will bis 2030 insgesamt 700 Millionen Euro in eigene Energie-Infrastruktur und E-Mobilität investieren. Mit dem Ausbau von Speichern, Erzeugungsanlagen und Schnelllade-Infrastruktur richtet der Energieversorger sein Geschäft auf integrierte Energielösungen aus. mehr...

Der gläserne „Energiewürfel“ der Stadtwerke Konstanz steht auf einem modernen Unternehmenscampus. Das kubische Gebäude mit transparenter Glasfassade wird von einem klaren, tiefblauen Himmel und strahlendem Sonnenschein überragt. Rechts befindet sich ein mehrgeschossiges Bürogebäude, links rahmen Bäume und ein Carport den Vorplatz ein. Vor dem Energiewürfel führen Wasserspiele und bepflanzte Sitzbereiche zum Eingangsbereich und unterstreichen den modernen, nachhaltigen Charakter des Standorts.

Stadtwerke Konstanz: Wirtschaftliche Stabilität und Zukunftsinvestitionen

[20.07.2026] Die Stadtwerke Konstanz haben das Geschäftsjahr 2025 nach eigenen Angaben besser abgeschlossen als geplant. Trotz eines Jahresfehlbetrags nach Steuern seien Investitionen in Netze, Mobilität, Digitalisierung und Wasserversorgung fortgesetzt worden. Dazu trugen vor allem die ertragsstarken Geschäftsfelder bei. mehr...

rku․it: hsag AI Suite wird Teil von NextGen Market

[13.07.2026] rku․it nimmt die Anwendung hsag AI Suite in sein Partner-Ökosystem NextGen Market auf und erweitert damit sein Angebot für KI-gestützten Kundenservice in der Energiewirtschaft. Die Plattform soll Energieversorgern den Einsatz intelligenter Serviceprozesse erleichtern und lässt sich in unterschiedliche IT-Landschaften integrieren. mehr...

Hamburger Energienetze: Freie und Hansestadt profitiert vom Ergebnis

[10.07.2026] Die Hamburger Energienetze haben im Jahr 2025 ihre Investitionen in die Energieinfrastruktur deutlich erhöht und gleichzeitig ihre Gewinnabführung an die Stadt gesteigert. Nach Angaben des Unternehmens stiegen zudem Umsatz und Ergebnis nach Steuern gegenüber dem Vorjahr. mehr...

Call for Applications: Förderung von hessischen Energie-Start-ups

[09.07.2026] Der hessische Energie-Akzelerator genesis startet in die dritte Runde und öffnet erneut die Bewerbung für Green-Energy-Start-ups. Bis zum 31. Juli 2026 können sich junge Unternehmen aus Hessen um Unterstützung bei Validierung, Marktzugang und Skalierung bewerben. mehr...

STAWAG: Vorstand für weitere fünf Jahre verlängert

[07.07.2026] Wilfried Ullrich bleibt für weitere fünf Jahre Vorstand von STAWAG. Der Aufsichtsrat setzt damit in einer Phase der Energie- und Wärmewende auf Kontinuität an der Unternehmensspitze. mehr...

German Brand Award: Badenova hat Auszeichnung erhalten

[06.07.2026] Der regionale Energieversorger Badenova ist beim German Brand Award 2026 doppelt ausgezeichnet worden. Prämiert wurde der neue Markenauftritt, der den Wandel des Unternehmens zur Gestalterin der Energie- und Wärmewende sichtbar machen soll. mehr...

Stadtwerke Bochum: Milliardeninvestitionen geplant

[03.07.2026] Nach einem Gewinn von über 100 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2025 planen die Stadtwerke Bochum Investitionen von rund einer Milliarde Euro bis 2030 an. Schwerpunkte sind der Ausbau der Wärme- und Strominfrastruktur sowie die Digitalisierung der Energienetze. mehr...

Modernes Bürogebäude des Energieversorgers Entega mit mehreren Fahnenmasten, auf denen Entega-Flaggen wehen. Vor dem Gebäude befinden sich eine gepflegte Rasenfläche, ein Parkplatz mit Fahrrädern und Autos sowie Bäume. Der Himmel ist klar und sonnig.

Entega: Planzahlen übertroffen

[02.07.2026] Entega hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem höheren Betriebsergebnis als geplant abgeschlossen. Nach Unternehmensangaben sollen in den kommenden Jahren rund 1,1 Milliarden Euro in Strom- und Wärmenetze, Glasfaser sowie die Wasserinfrastruktur in Südhessen investiert werden. mehr...

Mainova: Starkes operatives Geschäft

[02.07.2026] Mainova hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem höheren bereinigten Konzernergebnis abgeschlossen. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen Investitionen von rund 2,7 Milliarden Euro in den kommenden fünf Jahren an. mehr...

Außenansicht der RheinEnergie-Unternehmenszentrale: Das moderne, mehrgeschossige Bürogebäude mit heller Metall-Glas-Fassade trägt gut sichtbar den Schriftzug „RheinEnergie“. Im Vordergrund liegen eine gepflegte Rasenfläche und ein zylindrischer Lüftungsbau, links verläuft ein Fuß- und Radweg entlang einer Baumreihe. Der Himmel ist wolkenlos und blau.

RheinEnergie: Ergebnis gesteigert

[30.06.2026] RheinEnergie hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Ergebnis vor Ertragsteuern von 275,6 Millionen Euro abgeschlossen. Nach Angaben des Unternehmens sollen die Überschüsse vor allem Investitionen in Energie-, Wärme- und Wasserinfrastruktur sowie in den Ausbau erneuerbarer Energien ermöglichen. mehr...

bericht

Trianel: Prognose deutlich übertroffen

[29.06.2026] Trianel hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Vorsteuerergebnis von über 46 Millionen Euro abgeschlossen und die eigene Planung nach Unternehmensangaben um fast 50 Prozent übertroffen. Zwar blieben Umsatz und Gewinn unter den außergewöhnlich hohen Vorjahreswerten, die Geschäftsführung wertet das Ergebnis jedoch als Beleg für die Stabilität des Geschäftsmodells. mehr...