LemgoWindenergieanlage genehmigt

Projektentwickler Philipp Richter (l.) und Abteilungsleiter Maximilian Wolf (r.) vom Erneuerbare-Energien-Team der Stadtwerke Münster freuen sich über den Genehmigungsbescheid für die Windenergieanlage Lemgo.
(Bildquelle: Stadtwerke Münster GmbH)
Die Stadtwerke Münster haben jetzt vom Kreis Lippe die immissionsschutzrechtliche Genehmigung für den Bau und Betrieb einer Windenergieanlage (WEA) in Lemgo erhalten. Geplant ist eine Windenergieanlage des Herstellers Nordex mit einer Gesamthöhe von 200 Metern und einer Leistung von 5,7 Megawatt, heißt es in einer Pressemeldung. Ab Ende 2025 soll diese Anlage rund 7.000 Haushalte mit Strom versorgen können.
Die Genehmigung ist das Ergebnis eines gerichtlichen Verfahrens vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster, in dem die Stadtwerke Münster gegen den Kreis Lippe klagten. Die Klage sei nötig geworden, nachdem die Luftaufsichtsbehörde Bedenken wegen eines Sicherheitskorridors für Hubschraubertiefflüge der Bundeswehr geäußert hatte. Der Flächennutzungsplan weist das Gebiet jedoch als Windvorrangzone aus. Im Rahmen eines Vergleichs zog die Bundeswehr ihre Einwände zurück.
„Die OVG-Entscheidung im vergangenen Jahr hatte Signalwirkung für ähnliche Projekte“, betont Maximilian Wolf, Abteilungsleiter Erneuerbare Energien bei den Stadtwerken Münster. Das Urteil habe den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland entscheidend vorangebracht.
Auch die umliegenden Gemeinden profitieren dem Stadtwerk zufolge von der neuen Anlage: Neben sauberem Strom fließen durch eine Gemeindebeteiligung von 0,2 Cent pro erzeugter Kilowattstunde jährlich fünfstellige Beträge in die Kassen von Lemgo, die für kommunale Zwecke genutzt werden können. Zudem planen die Stadtwerke Münster eine Bürgerbeteiligung, die kurzfristig mit der Stadt Lemgo abgestimmt werden soll. Wolf erläutert: „Für das Projekt in Lemgo könnten wir uns eine breite Bürgerbeteiligung mittels Nachrangdarlehen gut vorstellen.“
Aktuell betreiben die Stadtwerke Münster 21 Windenergieanlagen an verschiedenen Standorten von Borkum bis Münster-Wolbeck. Bis 2030 soll die Zahl auf über 40 Anlagen mit einer gesamten Erzeugungsleistung von 280 Gigawatt steigen.
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