Sachsen-AnhaltHaldensleben erhält Auszeichnung für Klimaschutz

Die Stadt Haldensleben ist jetzt von der LENA als Energiegewinner-Kommune Sachsen-Anhalt ausgezeichnet worden.
(Bildquelle: Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt)
Haldensleben ist als „Energiegewinner-Kommune Sachsen-Anhalt“ ausgezeichnet worden und rückt damit als Vorreiter im kommunalen Klimaschutz in den Fokus. Wie die Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt (LENA) mitteilt, überreichten Energiestaatssekretär Thomas Wünsch (SPD) und LENA-Geschäftsführer Marko Mühlstein vergangene Woche ein Ortsschild und eine Urkunde an die Stadt.
Grundlage der Auszeichnung ist ein umfassender und langfristig angelegter Ansatz. Die Stadt hat ein Klimaschutzmanagement etabliert und dafür eine eigene Stelle geschaffen. Ein fachübergreifendes Energieteam steuert zentrale Themen von Energieeffizienz bis Klimaschutz. Parallel treibt Haldensleben die kommunale Wärmeplanung voran und arbeitet mit der LENA an der Einführung des Energiemanagementsystems Kom.EMS, das auf eine Zertifizierung abzielt.
E-Mobilität, PV-Anlagen und Mieterstrommodelle
Hinzu kommen konkrete Maßnahmen in mehreren Handlungsfeldern. Die Stadt entwickelt ein Verkehrskonzept für nachhaltige Mobilität, stellt den kommunalen Fuhrpark schrittweise auf Elektromobilität um und baut Photovoltaikanlagen auf eigenen Gebäuden aus. Auch Mieterstrommodelle gehören zum Maßnahmenmix. Dieser breite Ansatz verbindet strategische Planung mit operativer Umsetzung.
Ursprünglich zielte Haldensleben auf eine Zertifizierung im Rahmen des European Energy Award (eea). Die Stadt befand sich seit 2022 im Verfahren. Nach dem Rückzug der Bundesgeschäftsstelle im Herbst 2025 und dem Ende des Programms zum Jahreswechsel konnte der Prozess jedoch nicht abgeschlossen werden. Die LENA führte daraufhin den landesspezifischen Titel „Energiegewinner-Kommune Sachsen-Anhalt“ ein. Grundlage ist eine Prüfung der im eea-Prozess erarbeiteten Unterlagen, Aktivitäten und Projektlisten.
Strategische Bedeutung
Energiestaatssekretär Wünsch hebt die strategische Bedeutung hervor: Kommunen, die früh auf effiziente und klimafreundliche Energieversorgung setzen, stärkten ihre Zukunftsfähigkeit. Haldensleben gehöre mit Maßnahmen wie Solar-Ausbau, nachhaltiger Mobilität und organisatorischen Strukturen zu den Vorreitern im Land.
Bürgermeister Bernhard Hieber sieht die Auszeichnung als Bestätigung eines langfristigen Kurses. Die Stadt habe früh entschieden, Klimaschutz strukturiert und unter Einbindung der Bürger umzusetzen. Der eea-Prozess sei dabei Ansporn gewesen und bleibe Verpflichtung für weitere Schritte.
Auch aus Sicht der LENA liegt die Stärke im integrierten Vorgehen. Mühlstein betont das Zusammenspiel von Energiemanagement, Wärmeplanung und konkreten Projekten. Gerade diese Verbindung aus klaren Prozessen und praktischer Umsetzung mache Haldensleben zu einem Beispiel für andere Kommunen.
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