LeverkusenPlan für klimaneutrale Wärme liegt vor

Bei einer Infoveranstaltung konnten sich Bürgerinnen und Bürger über den Stand der kommunalen Wärmeplanung informieren.
(Bildquelle: Stadt Leverkusen)
Die Stadt Leverkusen hat ihren Abschlussbericht zur kommunalen Wärmeplanung vorgelegt. Das Konzept soll den Weg zu einer treibhausgasneutralen Wärmeversorgung bis 2045 aufzeigen. Mitte Mai entscheidet der Stadtrat über die weiteren Schritte. Wie die Stadt Leverkusen mitteilt, geht der Abschlussbericht nun in den politischen Beratungsturnus. Am 18. Mai soll der Rat über die Vorlage entscheiden. Stimmt das Gremium zu, wird die Verwaltung beauftragt, Maßnahmen gemeinsam mit der Energieversorgung Leverkusen umzusetzen und die Fortschritte regelmäßig zu prüfen. Zudem ist vorgesehen, den Wärmeplan spätestens alle fünf Jahre zu aktualisieren.
Deutliche Einsparpotenziale
Der rund 250 Seiten starke Bericht zeigt laut der Stadt deutliche Einsparpotenziale auf. So könne der Wärmebedarf durch Gebäudesanierungen um bis zu 380 Gigawattstunden pro Jahr sinken. Das Potenzial sei besonders hoch in den Stadtteilen Schlebusch, Opladen und Quettingen. Gleichzeitig gibt es ein theoretisches Potenzial von 952 Gigawattstunden pro Jahr an ungenutzter Abwärme. Für den Ausbau von Wärmenetzen benennt der Bericht drei Schwerpunktgebiete: Wiesdorf, Manfort und Schlebusch-West. Dort sollen neue Netze geprüft sowie bestehende ausgebaut und verdichtet werden.
Die Energieversorgung Leverkusen (evl) plant für ausgewählte Gebiete vertiefte Planungen im Rahmen eines Förderprogramms, wie die Stadt mitteilte. Zunächst wird jedoch geprüft, ob die Projekte technisch sinnvoll und wirtschaftlich umsetzbar sind. Als weiteres Prüfgebiet wird Opladen genannt. Aufgrund der dichten Bebauung besteht dort grundsätzlich Potenzial für ein Wärmenetz. Gleichzeitig erschweren technische, rechtliche und wirtschaftliche Bedingungen eine Umsetzung. Deshalb ist eine Machbarkeitsstudie vorgesehen. Bei Zustimmung des Rates soll die Verwaltung deren Vergabe vorbereiten.
Orientierung für die kommenden Jahre
Teil der Vorlage ist auch ein Antrag auf Mitgliedschaft in der Sanierungsinitiative „ALTBAUNEU”. Laut Stadt zeigt der Bericht, dass insbesondere ältere Gebäude ein hohes Einsparpotenzial bieten. Die Initiative stellt Kommunen Informationsangebote und Materialien zur energetischen Sanierung bereit, die Bürgerinnen und Bürger kostenfrei nutzen können.
Laut der Stadt legt die kommunale Wärmeplanung keine konkreten Heizsysteme fest. Sie soll als Orientierung für die kommenden Jahre dienen. Eigentümer können weiterhin frei über ihre Heiztechnik entscheiden. Ende Februar informierten sich bei einer Infoveranstaltung im Agam-Saal des Forums rund 130 Bürgerinnen und Bürger über den Stand der kommunalen Wärmeplanung.
KEA-BW: Musterverträge für Wärmenetze
[18.08.2026] Die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg stellt Kommunen drei kostenlose Musterverträge für Wärmenetze zur Verfügung. Sie sollen Städten und Gemeinden die Gestaltung von Gestattungs- und Wärmeversorgungsverträgen erleichtern. mehr...
swb: Webinare rund um Wärme, Solarenergie und E-Mobilität
[14.08.2026] swb bietet im August und September kostenfreie Webinare zu Wärme, Solar und E-Mobilität an. Im Mittelpunkt stehen neue Förderbedingungen, technische Lösungen und Fragen, die für geplante Investitionen im Land Bremen relevant sind. mehr...
Stuttgart: KEA-BW-Fachtagung zu Wärmenetzen
[06.08.2026] Die KEA-BW lädt am 18. November 2026 zur Fachtagung „Energiewende kompakt“ nach Stuttgart ein. Im Mittelpunkt stehen Wärmenetze und erneuerbare Energien sowie der Erfahrungsaustausch zwischen Kommunen, Stadtwerken und weiteren Fachleuten. mehr...
BBSR: Fortschritte bei der kommunalen Wärmeplanung
[05.08.2026] Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt inzwischen in Kommunen mit abgeschlossenem Wärmeplan. Eine aktuelle BBSR-Auswertung zeigt den Fortschritt der kommunalen Wärmeplanung und macht zugleich den hohen Handlungsbedarf bei Gebäudesanierung und Wärmenetzen deutlich. mehr...
Berlin: Workshop zur Umsetzung der Wärmeplanung
[30.07.2026] Ein Workshop des IÖW und des Aktionskreises Energie hat den Unterstützungsbedarf von Berliner Nahwärme-Initiativen untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Bürgerprojekte eine wichtige Rolle bei der Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung übernehmen können. mehr...
Köln: Grundsteinlegung für Europas größte Flusswasser-Wärmepumpe
[29.07.2026] RheinEnergie baut in Köln Europas größte Flusswasser-Wärmepumpe für die Fernwärmeversorgung. Mit der Grundsteinlegung startet ein Großprojekt, das ab 2028 bis zu 50.000 Haushalte versorgen und als Vorbild für andere Städte dienen soll. mehr...
SAENA: Webinar zur Umsetzung der Wärmeplanung
[29.07.2026] Nach der kommunalen Wärmeplanung rückt die Umsetzung in den Fokus. Ein Webinar der Sächsischen Energieagentur zeigt sächsischen Kommunen, wie sie einen Umsetzungsmanager fördern lassen können und welche Unterstützung dafür bereitsteht. mehr...
Bremerhaven: Wärme für kommunale Wohnungen
[22.07.2026] Eine langfristige Vereinbarung zur Wärmeversorgung von mehr als 5.000 Wohnungen haben die Städtische Wohnungsgesellschaft Bremerhaven und swb geschlossen. Nach Angaben von swb soll damit die Wärmeversorgung des kommunalen Wohnungsbestands schrittweise weiterentwickelt und auf dem Weg zur Klimaneutralität Fernwärme mit dezentralen Wärmelösungen kombiniert werden. mehr...
Konstanz: Wärmeverbund für neuen Stadtteil
[22.07.2026] Die Stadtwerke Konstanz und die Firma solarcomplex haben die Projektgesellschaft Wärmeversorgung Hafner gegründet. Sie soll den Aufbau und Betrieb eines Wärmeverbunds im ersten Bauabschnitt des Neubaugebiets Hafner übernehmen. mehr...
Bamberg: Beispielhafte Wärmewende im Quartier
[20.07.2026] Der Lagarde Campus in Bamberg soll nach Angaben der Fraunhofer-Allianz Energie zeigen, wie eine klimaneutrale und wirtschaftliche Wärmeversorgung in urbanen Quartieren umgesetzt werden kann. Das Projekt verbindet erneuerbare Wärmequellen, digitale Steuerung und sektorenübergreifende Energieversorgung. Die Erfahrungen sollen auch in die kommunale Wärmeplanung einfließen. mehr...
Steag Iqony: Wärmespeicher auf Schalke
[09.07.2026] Die Steag Iqony Group hat nach etwas mehr als zwei Jahren Bauzeit einen Wärmespeicher in Gelsenkirchen in Betrieb genommen. Die Anlage soll die Ruhrfernwärme flexibler machen und Erzeugung sowie Verbrauch zeitlich besser aufeinander abstimmen. mehr...
EWE: Großwärmepumpe ist eingetroffen
[08.07.2026] EWE hat die Großwärmepumpe für das Wärmenetz im Oldenburger Stadtteil Ohmstede geliefert. Die Anlage ist das Kernstück der Modernisierung der Heizzentrale und soll die Wärmeversorgung klimafreundlicher sowie unabhängiger von fossilen Energieträgern machen. mehr...
Bremen: Klimaturm eingeweiht
[07.07.2026] Auf der Bremer Überseeinsel ist der erste Klimaturm der Stadt in Betrieb gegangen, eine vertikale Luft-Wasser-Großwärmepumpe für urbane Quartiere. Das System soll eine Lücke zwischen Fernwärme und dezentralen Wärmepumpen schließen und könnte für die kommunale Wärmeplanung in schwer erschließbaren Gebieten relevant werden. mehr...
enercity: Mehr Wärme aus Müllverbrennung
[29.06.2026] Die Energieversorgung in Hannover soll künftig stärker auf Fernwärme aus der thermischen Abfallverwertung setzen. EEW Energy from Waste und enercity erweitern dafür die Wärmekapazität der Anlage in Hannover-Lahe von 50 auf bis zu 85 Megawatt. mehr...
Berlin: Hauptstadt hat Wärmeplan
[29.06.2026] Berlin hat einen gesamtstädtischen Wärmeplan beschlossen und legt damit den Fahrplan für eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045 fest. Das Konzept zeigt, wo Wärmenetze ausgebaut werden sollen und wo dezentrale Lösungen sinnvoll sind. mehr...













