Montag, 4. Mai 2026

GeoTHERM 2022Zukunftsfähige Wärmewende gestalten

[10.06.2022] Der Appell der GeoTHERM war klar formuliert: Bei der zukünftigen Ausrichtung der Energieversorgung darf die Geothermie nicht außer Acht gelassen werden. Anfang Juni traf sich die Branche in Offenburg und feierte unter anderem das 30-jährige Bestehen des Bundesverbandes Geothermie.

Die Messe GeoTHERM versammelte Anfang Juni die Branchenvertreter in Offenburg. Wie die Messe Offenburg-Ortenau mitteilt, habe die Veranstaltung einmal mehr dazu aufgerufen, die Geothermie bei der zukünftigen Ausrichtung der Energieversorgung nicht zu vernachlässigen. Die Vize-Präsidentin des Bundesverbandes Geothermie Professor Inga Moeck sprach über das große Wärmepotenzial der Geothermie und lieferte einige wichtige Zahlen: Bis zum Jahr 2045 werde für Deutschland ein Wärmeenergiebedarf für Raumwärme und Warmwasser in Höhe von 522 Terawattstunden (TWh) prognostiziert. Davon könnten 186 TWh durch Geothermie erzeugt werden. Der Bundesverband ist überzeugt, eine umfassende Energiewende gehe nur Hand in Hand mit einer zukunftsfähigen Wärmewende. In Deutschland seien aktuell 42 Tiefe Geothermieanlagen und 440.000 oberflächennahe Erdwärme-Systeme im Einsatz.

153 Aussteller sowie 3.537 Besucher auf der Messe

Die diesjährige GeoTHERM nutzten 153 Aussteller sowie 3.537 Besucher, um gemeinsam die Zukunft des Geothermiemarkts zu gestalten, informiert der Veranstalter. Dabei setzte die Messe auf die Kombination aus Kongress und Fachmesse. In rund 40 Vorträgen wurden aktuelle Themen und Fragestellungen der Branche diskutiert. Im Rahmen des Abendempfangs fand die Verleihung des „Ruggero Bertani – European Geothermal Innovation Awards“ statt. Mit der vom European Geothermal Energy Council (EGEC) für die GeoTHERM geschaffenen Trophäe wurde in diesem Jahr die Erdöl-Service-Gesellschaft Baker Hughes ausgezeichnet. Laut dem Unternehmensprofil auf der Website des Bundesverbandes Geothermie liefere Baker Hughes Service und Dienstleitungen auf über 1.400 Geothermie-Bohrungen weltweit. Durch die Etablierung des Geothermal-Center of Competence in der niedersächsischen Stadt Celle und spezialisierten Fertigungsstätten in Nordamerika investiere das Unternehmen Forschungskapazitäten in Hochtemperatur-Anwendungen und kosteneffizientere Bohrmethoden.
Und noch etwas gab es zu feiern: „Den Bundesverband Geothermie und die Messe Offenburg verbindet eine langjährige, enge Zusammenarbeit. Daher haben wir uns sehr gefreut, dass das 30-jährige Gründungsjubiläum des Verbandes im Rahmen des Abendempfangs gefeiert wurde“, berichtet Projektleiterin Anja Kurz von der Messe Offenburg-Ortenau. Die nächste GeoTHERM findet am 2. und 3. März 2023 bei der Messe Offenburg statt.





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