Donnerstag, 26. Februar 2026

SachsenZweiter Umsetzungsbericht zur Wasserstoffstrategie

[15.08.2025] Sachsen treibt den Ausbau seiner Wasserstoffwirtschaft voran. Der zweite Umsetzungsbericht zur Wasserstoffstrategie zeigt Fortschritte bei Infrastruktur, Forschung und Kooperationen – und benennt zugleich bestehende Hürden.

Sachsen treibt den Ausbau seiner Wasserstoffwirtschaft voran.

(Bildquelle: adobestock)

Sachsens Energie- und Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) hat im Kabinett den zweiten Umsetzungsbericht zur Sächsischen Wasserstoffstrategie vorgelegt. Wie das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz mitteilt, wurden seit der Vorstellung der Strategie Anfang 2022 zahlreiche Projekte angestoßen oder umgesetzt. Forschungseinrichtungen, Unternehmen und die öffentliche Hand arbeiten gemeinsam daran, Erzeugung, Speicherung, Transport und Nutzung von Wasserstoff zu etablieren und sächsische Technologien bundes- wie europaweit zu positionieren.

Ein Meilenstein sei im Oktober 2024 die Genehmigung des nationalen Wasserstoff-Kernnetzes mit einer geplanten Länge von 9.040 Kilometern bis 2032 gewesen (wir berichteten). Es soll Produzenten, Speicher, Importeure und Verbraucher verbinden und damit Investitionssicherheit schaffen. In der ersten Ausbaustufe werden auch die sächsischen Regionen Dresden, Leipzig, Zwickau, die Lausitz und der Industriebogen Meißen angeschlossen. Bereits im Frühjahr 2025 nahm das Unternehmen Ontras Gastransport einen ersten Teilabschnitt in Betrieb. Da das Netz zunächst nicht alle Regionen erreichen wird, drängt die Landesregierung auf schnelle Planungssicherheit für den gesamten Freistaat.

Panter bezeichnete das Kernnetz als „grundlegendes Rückgrat“ der Wasserstoffwirtschaft. Es öffne die Tür für internationale Zusammenarbeit, etwa mit Tschechien und Andalusien, die für das Erreichen der ehrgeizigen Ziele unerlässlich sei.

Mit dem Hydrogen Innovation Center (HIC) entsteht in Chemnitz eines von vier nationalen Innovations- und Technologiezentren. Gefördert vom Bund und vom Land soll es Forschung, Entwicklung, Test- und Zulieferungsprozesse in der Wasserstoffmobilität vorantreiben – mit besonderem Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen. Die Einrichtung soll technische Möglichkeiten bieten, die es bislang in Deutschland nicht gibt.

Panter sieht Sachsen „auf einem guten Weg“, betonte aber, dass für einen nachhaltigen Markthochlauf Investitionssicherheit, verlässliche Rahmenbedingungen, transparente Preisbildung und eine abgestimmte Infrastruktur nötig seien. Grüner Wasserstoff könne einen wichtigen Beitrag leisten, sei aber keine Lösung für alle Anwendungen gleichermaßen.



Stichwörter: Politik, Wasserstoff, Sachsen


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