Freitag, 9. Oktober 2026

BundesnetzagenturGrünes Licht für H2-Netz

[22.10.2024] Ein Kernnetz soll die Wasserstoffinfrastruktur in Deutschland stärken und regionale Cluster vernetzen. Die Bundesnetzagentur hat die Pläne der Netzbetreiber nun genehmigt.
Das Bild zeigt eine grün schimmernde Pipeline als Symbol für das Wasserstoffkernnetz. Im Hintergrund sind Windräder zu sehen.

BNetzA genehmigt Wasserstoffkernnetz: Wichtiges Signal für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft.

(Bildquelle: Adobe Stock)

Die Bundesnetzagentur hat den von den Fernleitungsnetzbetreibern (FNB) vorgelegten Plan für ein Wasserstoffkernnetz genehmigt. Der Plan sieht insgesamt mehr als 9.000 Kilometer Leitungen vor, die bis 2032 schrittweise in Betrieb genommen werden sollen. Rund 60 Prozent der Leitungen werden von Erdgas auf Wasserstoff umgestellt, die restlichen 40 Prozent neu gebaut. Die Investitionskosten für das Großprojekt werden auf rund 19 Milliarden Euro geschätzt.

Das Kernnetz ist ein zentraler Schritt auf dem Weg zu einem deutschlandweiten Wasserstoffnetz. Es soll zukünftige Wasserstoffcluster, die sich vor allem in Industrie- und Gewerbeparks bilden, miteinander verbinden. Darüber hinaus berücksichtigt das Netz die Anbindung an das benachbarte Ausland, um einen internationalen Wasserstoffhandel zu ermöglichen. Die Bundesnetzagentur hat den ursprünglichen Antrag der FNB mit geringfügigen Anpassungen genehmigt. So wurden nur die Leitungen genehmigt, die für die Transportaufgaben des Wasserstoffnetzes als notwendig erachtet werden.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat die Entscheidung der Bundesnetzagentur als wichtiges Signal für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft begrüßt. BDEW-Hauptgeschäftsführerin Kerstin Andreae betonte, dass nur ein gut ausgebautes Netz den Erfolg des Wasserstoffmarktes sichern könne. Besonders positiv bewertete sie die Nutzung von 60 Prozent der bestehenden Gasleitungen, was den Bau schneller und ressourcenschonender mache. 

Andreae fordert, dass nun auch die Verteilnetze, also die Leitungen vom Kernnetz zum Kunden, reguliert werden müssen, da viele Industrie- und Gewerbekunden potenziell Interesse an einer klimaneutralen Wasserstoffversorgung haben. Wichtig sei auch die Umsetzung des EU-Gas- und Wasserstoffpakets auf nationaler Ebene, damit die Unternehmen langfristig planen könnten. Andreae appellierte an die Bundesregierung, die rechtlichen Rahmenbedingungen zügig zu schaffen.





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