Stadtwerke MünchenWärmespeicher startet Betrieb

Mit dem Wärmespeicher der Stadtwerke München lässt sich die Strom- und Wärmeerzeugung im Heizkraftwerk Süd flexibler steuern.
(Bildquelle: Stadtwerke München)
Die Stadtwerke München haben ihren Wärmespeicher am Energiestandort Süd im April in Betrieb genommen. Wie das Unternehmen mitteilt, läuft derzeit ein Probebetrieb, in dem die Anlage weiter optimiert wird. Der Wärmespeicher ist bereits mit den Fernwärmenetzen Innenstadt und Perlach verbunden. Der Anschluss an das Netz Sendling werde vorbereitet. Der Speicher ist 50 Meter hoch und hat einen Durchmesser von rund 40 Metern. Das Brutto-Fassungsvermögen beträgt nach Angaben der Stadtwerke rund 57.000 Kubikmeter Fernwärmewasser.
Heizkraftwerk Süd flexibler steuern
Die Stadtwerke bezeichnen den Wärmespeicher als wichtigen Bestandteil der Wärmewende. Mit der Anlage lasse sich die Strom- und Wärmeerzeugung im Heizkraftwerk Süd flexibler steuern. Überschüssige Wärme könne gespeichert und bei höherem Bedarf wieder genutzt werden. Nach Angaben des Unternehmens soll der Speicher künftig auch Wärme aus der Geothermieanlage aufnehmen können. Die gespeicherte Energie könne dann in Zeiten hoher Nachfrage wieder abgegeben werden. Das solle die Effizienz des Systems erhöhen und die Versorgungssicherheit stärken.
Fernkältezentrale ist geplant
Am Standort befindet sich nach Angaben der Stadtwerke zudem Deutschlands größte Geothermieanlage. Sie könne rund 80.000 Menschen mit Wärme versorgen. Außerdem sei eine Fernkältezentrale geplant, die künftig klimafreundliche Fernkälte in die Innenstadt liefern solle. Im Heizkraftwerk Süd könnten perspektivisch auch Biomethan oder Wasserstoff eingesetzt werden.
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