StrompreiseSteuern und Abgaben auf Rekordniveau

Der Anteil von staatlichen Steuern, Abgaben und Umlagen am Strompreis klettert um weitere 2 auf gut 54 Prozent.
(Bildquelle: BDEW)
Die aktuelle Strompreisanalyse des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zeigt: staatliche Steuern, Abgaben und Umlagen machen insgesamt 54 Prozent des Strompreises für Haushalte aus. Im vergangenen Jahr lag dieser Anteil noch bei 52 Prozent. Laut den Berechnungen des BDEW summieren sich die aktuellen Umlagen bei einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden und einer Monatsrechnung von 84 Euro auf rund 45 Euro. Damit haben die staatlichen Belastungen beim Strompreis ein neues Rekordhoch erreicht. Der größte Kostenblock werde dabei durch die Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energien (EEG-Umlage) verursacht. So zahle ein durchschnittlicher Haushalt mittlerweile monatlich gut 18,50 Euro für die Förderung der Erneuerbaren. Deshalb befindet der BDEW laut einer Medienmeldung den eingeschlagene Reformweg, die Förderhöhe für Erneuerbare-Energien-Anlagen künftig über Ausschreibungen zu ermitteln, für richtig. Bei richtiger Ausgestaltung ließe sich eine hohe Kosteneffizienz erreichen, resümiert der Verband. Auch die Netzentgelte sind nach Angaben des Branchenverbands gegenüber dem Vorjahr gestiegen und liegen aktuell bei einem Anteil von knapp 25 Prozent. Grund sei der im Rahmen der Energiewende erforderliche Aus- und Umbau der Stromnetze. Die Energiewirtschaft habe dennoch den Anstieg des Gesamtpreises aufgrund niedrigerer Börsenstrompreise teilweise kompensieren können. Zwar seien die Beschaffungskosten für die Betriebe aufgrund niedrigerer Börsenstrompreise gesunken, die Börsenstrompreise allein bestimmten jedoch auch nicht den Endkunden-Strompreis. Nach Berechnungen des BDEW liegt der von den Vertriebsunternehmen selbst beeinflussbare Anteil am Strompreis (Strombeschaffung und Vertrieb) nur noch bei rund 21 Prozent (2015: 24 Prozent).
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