EEHH-ClusterKampagne Herzschlag der Windenergie
Das Cluster Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH-Cluster) startet vor der weltweit größten Fachmesse für Windenergie, der WindEnergy (27.-30. September 2016, Hamburg), eine Informationskampagne zum Thema Windenergie. Ziel sei es, die Bevölkerung über die Windenergie und die Fortschritte der Energiewende aufzuklären. Der Fokus werde vor allem auf die Bedeutung der Windenergie in anderen Ländern gerichtet. So seien die unangefochtenen Top Drei der Windenergie noch immer China, die USA und Deutschland. Durch deren Engagement sei die Kraft der installierten Rotoren bei kräftigem Wind mittlerweile größer als die der gesamten globalen Atomkraftwerke. Auch viele andere Regierungen unternehmen große Anstrengungen, um die Windkraft in ihrem Land voranzubringen. Beispielsweise plane die neue kanadische Regierung des Premierministers Justin Trudeau fast vier Milliarden Euro für die Bekämpfung des Klimawandels auszugeben. Darunter fallen auch Maßnahmen zur Förderung erneuerbarer Energien. Die Windkraft in Kanada sei in den vergangenen fünf Jahren um circa 23 Prozent gewachsen und decke heute schätzungsweise fünf Prozent des Energiebedarfs des Landes. Damit stelle die Windenergie direkt nach der Wasserkraft die stärkste Quelle erneuerbarer Energien dar. In Mexiko liberalisiere die Regierung hingegen seit dem Jahr 2015 den Energiemarkt Stück für Stück. Entsprechend seien 2015 mehr als 700 Megawatt (MW) Windenergie installiert worden. Damit erreiche die mexikanische Windkraft eine Gesamtkapazität von rund 3.000 MW, was einem Anteil von 4,7 Prozent am Gesamtenergiemix entspreche. Im internationalen Ranking belegt Mexiko damit Platz 18. Für dieses Jahr sehen die Experten weitere 800 MW installierte Leistung. Bis 2022 könnte Mexiko sogar auf eine Windkraftleistung von 15.000 MW kommen. Im Vergleich verfüge Großbritannien heute über 11.000 MW Windkraftleistung. Auch in Südafrika wachse der Bereich Windenergie rapide. Derzeit seien dort 740 MW installiert, die einen Anteil von 2,5 Prozent am Strommix darstellen. Bis 2020 strebe Südafrika eine Windkraftleistung von 6.000 MW an. Jan Rispens, Geschäftsführer des EEHH-Clusters, warnt: „Während global die Windmärkte in Schwung kommen, sollte Deutschland den Stellenwert seines innovativen Heimatmarktes für Windenergie nicht aus den Augen verlieren. Es gilt Kurs zu halten.“
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