Samstag, 19. September 2026

Netzanbindungsprojekt Ostwind 4Öffentlichkeitsbeteiligung gestartet

[17.06.2026] Für das Netzanbindungsprojekt Ostwind 4 hat die Öffentlichkeitsbeteiligung für die Abschnitte Küstenmeer und Land begonnen. Bis zum 24. Juli 2026 können Betroffene Stellungnahmen einreichen und damit Einfluss auf ein zentrales Infrastrukturprojekt für die Offshore-Windenergie in der Ostsee nehmen.

Für das Netzanbindungsprojekt Ostwind 4 hat die Öffentlichkeitsbeteiligung für die Abschnitte Küstenmeer und Land begonnen.

(Bildquelle: 50Hertz)

Die Öffentlichkeitsbeteiligung für die Genehmigungsabschnitte Küstenmeer und Land des Netzanbindungsprojekts Ostwind 4 ist gestartet. Wie der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz berichtet, nimmt das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern Stellungnahmen und Einwendungen bis einschließlich 24. Juli 2026 entgegen.

Der Genehmigungsabschnitt Küstenmeer umfasst die Errichtung und den Betrieb eines Gleichstrom-Seekabelsystems. Es verläuft vom Übergang zur Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) bis zur Übergangsverbindungsmuffe zwischen See- und Landkabel beim Hafen Vierow.

Der Abschnitt Land beinhaltet die Errichtung und den Betrieb eines Gleichstrom-Landkabels von der Anlandung in Vierow bis zum Umspannwerk in Stilow in der Gemeinde Brünzow. Zudem soll das Umspannwerk um eine Konverteranlage erweitert werden.

Betroffene Personen und anerkannte Vereinigungen können nach § 73 Abs. 4 Landesverwaltungsverfahrensgesetz Mecklenburg-Vorpommern Einwendungen und Stellungnahmen während der Auslegungsfrist einreichen. Dies ist schriftlich oder zur Niederschrift beim Wirtschaftsministerium in Schwerin sowie beim Amt Lubmin möglich.

Ostwind 4 ist in drei Genehmigungsabschnitte gegliedert. Die Unterlagen für den AWZ-Abschnitt gingen bereits im Januar 2025 beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie ein. Die Anträge für die Seetrasse im Küstenmeer folgten Anfang Februar 2026, die Unterlagen für die Landtrasse Ende Februar 2026 beim Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommerns (wir berichteten).

Das Projekt dient dem Netzanschluss des von TotalEnergies geplanten Offshore-Windparks „OstSee Energies“ nordöstlich von Rügen. Der erzeugte Strom soll über eine rund 110 Kilometer lange Seekabelverbindung und einen etwa vier Kilometer langen Landkabelabschnitt von Vierow bis zum Umspannwerk Stilow transportiert werden. Dort wandelt eine neue Konverteranlage den Gleichstrom in Wechselstrom um und speist ihn in das Höchstspannungsnetz ein.

Mit Ostwind 4 setzt 50Hertz erstmals eine 525-Kilovolt-Hochspannungsgleichstromübertragung (HGÜ) in der deutschen Ostsee um. Das Vorhaben zählt damit zu den technisch anspruchsvollsten Projekten für die Anbindung neuer Offshore-Windparks an das deutsche Stromnetz.





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