Sonntag, 3. Mai 2026

Power-to-GasExperten bescheinigen großes Potenzial

[30.06.2017] Die Initiative Zukunft Erdgas hat jetzt eine Studie vorgestellt, die sich unter anderem mit den Potenzialen von Power to Gas auseinandersetzt. Der Tenor: Grünes Gas kann entscheidend zur Energiewende beitragen.
Präsentation der Studie Power to Gas: Praxis und Potenziale in Berlin.

Präsentation der Studie Power to Gas: Praxis und Potenziale in Berlin.

v.l.: Stephan Bauer, Projektleiter Power-to-Gas von RAG Austria; Dr. Timm Kehler, Vorstand von Zukunft Erdgas; Dr. Constantin Alsheimer, Vorstandsvorsitzender der Mainova AG

(Bildquelle: Zukunft ERDGAS / Thomas Meinicke)

Die nymoen strategieberatung hat im Auftrag von Zukunft Erdgas eine Expertenbefragung zum Thema Power to Gas: Praxis und Potenziale vorgenommen. Eines der Ergebnisse lautet: Die Umwandlung von überschüssigem Ökostrom in grünes Gas kann entscheidend zum Erfolg der Energiewende beitragen. Die Experten erwarten in den kommenden zehn Jahren etwa signifikante Verbesserungen bei den Wirkungsgraden und gleichzeitig deutlich sinkende Kosten. So werde grünes Gas bis etwa 2030 wettbewerbsfähig werden.
„Unsere Energiewende hat ein Speicherproblem und Power to Gas (PtG) ist der Schlüssel zum größten Energiespeicher Deutschlands“, kommentierte Timm Kehler, Vorstand von Zukunft Erdgas die Studie. Das Gasnetz sei der größte existierende Energiespeicher und könne dank der PtG-Technologie auch überschüssige Energie von Wind- und Solaranlagen aufnehmen. Kehler: „Grünes Gas schließt eine entscheidende Systemlücke in der Energiewende.“ Aktuell müssten immer wieder Anlagen abgeregelt werden womit erneuerbare Energie verloren gehe. Die entstehenden Kosten würden gleichzeitig auf die Stromkunden abgewälzt.
Wie die Initiative der deutschen Erdgaswirtschaft meldet, nutzen bundesweit bereits mehr als 30 Anlagen die Power-to-Gas-Technologie und erreichen dabei Wirkungsgrade von bis zu 80 Prozent. Laut der Studie werden die Erfahrungen damit als sehr positiv eingestuft und auch der Ausblick sei optimistisch. Zwei Drittel der Befragten erwarten eine weitere Verbesserung des Wirkungsgrades um fünf bis zehn Prozent bis zum Jahr 2030, ein Drittel rechne sogar mit noch größeren Effizienzfortschritten.
Bei den Kosten erwarten die Studienteilnehmer überwiegend eine Degression um 50 Prozent und mehr bis 2030. 56 Prozent erwarten die Wettbewerbsfähigkeit bis 2030, 22 Prozent rechnen damit bis 2040. Kehler: „Wir werden erleben, dass wir erneuerbares Gas strukturell brauchen, um mit den Mengen an Ökostrom umzugehen und dass gleichzeitig die Erzeugung wettbewerbsfähig wird. Damit uns dann die richtigen Technologien und eine gute Infrastruktur zur Verfügung stehen, müssen wir jetzt die Weichen auf Gas stellen.“ Dem stünden allerdings noch regulatorische Hemmnisse im Weg.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Energiespeicher
Vorderansicht eines kleinen, weißen Technikgebäudes des Quartierspeichers mit flachem Dach und verglaster Doppeltür. Im Inneren sind mehrere gelbe technische Geräte und Kabelinstallationen sichtbar. Das Gebäude steht auf einer Grünfläche zwischen Wohnhäusern und Bäumen.

Studie: Hürden für Quartierspeicher

[29.04.2026] Ein Forschungsprojekt unter Leitung der TH Köln hat untersucht, wie gemeinschaftliche Batteriespeicher in Neubaugebieten genutzt werden können. Nach Angaben der Hochschule ist der technische Betrieb möglich. Neue gesetzliche Vorgaben erschwerten jedoch die Wirtschaftlichkeit solcher Anlagen. mehr...

Sachsen-Anhalt: Neues Umspannwerk mit Großspeicher

[29.04.2026] In Klostermansfeld soll ein neues 380-Kilovolt-Umspannwerk mit angeschlossenem Batteriespeicher entstehen. Nach Angaben von WT Energiesysteme ist der Baustart für Anfang 2027 vorgesehen, die Inbetriebnahme für Ende 2028. mehr...

Wilhelmshaven: Bau von Batteriespeicher begonnen

[22.04.2026] In Wilhelmshaven hat der Bau eines Batteriespeichers mit 50 MW Leistung und 100 MWh Kapazität begonnen. Das Projekt von Uniper und NGEN soll das Stromnetz stabilisieren und die Integration erneuerbarer Energien voranbringen. mehr...

Batteriespeicheranlage von INTILION in Halle (Saale) mit mehreren weißen Technikcontainern auf einem Betonfundament unter freiem Himmel

Halle (Saale): Batteriespeicher in Betrieb

[09.04.2026] In Halle (Saale) ist ein Batteriespeicher mit einer Kapazität von 20 Megawattstunden und einer Leistung von 10 Megawatt in Betrieb gegangen. Die Anlage dient der Speicherung von Strom, dessen Bereitstellung bei Bedarf sowie der Netzstabilisierung. Das Projekt wurde von Intilion und CCE umgesetzt. mehr...

Laichingen: Übertragung von Flächenpooling auf Großbatteriespeicher

[01.04.2026] Die Stadt Laichingen überträgt das kommunale Flächenpooling erstmals auf den Bau eines Großbatteriespeichers. Das Verfahren soll Konflikte um Flächen und Pachterlöse lösen und Kommunen mehr Kontrolle über Speicherprojekte geben. mehr...

Intilion: Mainz und Wiesbaden erhalten Batteriegroßspeicher

[30.03.2026] Intilion errichtet in Mainz und Wiesbaden zwei Batteriegroßspeicher mit zusammen 100 MWh Kapazität. Die Anlagen sollen das Stromnetz stabilisieren und eröffnen neue Spielräume für den Einsatz erneuerbarer Energien. mehr...

JUWI: Strategische Partnerschaft mit AXSOL

[24.03.2026] JUWI und AXSOL bündeln ihre Kompetenzen bei Batteriespeicher-Projekten und vertiefen ihre Zusammenarbeit in Betrieb und Service. Die Partnerschaft soll mehrere neue Batteriespeicher-Anlagen noch 2026 ans Netz bringen und das Betriebsportfolio deutlich ausbauen. mehr...

Waldkappel: Batteriespeicher in Betrieb gegangen

[20.03.2026] ABO Energy und Field haben in Waldkappel einen Batteriespeicher mit 16 Megawatt Leistung und 33 Megawattstunden Kapazität in Betrieb genommen. Die Anlage markiert einen technischen Schritt bei Stand-Alone-Speichern und zeigt, wie schnell flexible Energie-Infrastruktur heute realisiert werden kann. mehr...

Batteriespeichersystem in Containerbauweise auf umzäuntem Gelände, installiert in ländlicher Umgebung mit Windkraftanlagen im Hintergrund bei Sonnenuntergang.

Intilion: Neues Großspeichersystem vorgestellt

[26.02.2026] Der Speicheranbieter Intilion erweitert sein Portfolio. Mit dem System „scalecube i3” richtet sich das Unternehmen an Industrie und Energieversorger. Das neue Konzept basiert auf Standardisierung und festen Ausbaustufen. mehr...

Speicherbranche: Kritik an AgNes-Prozess

[24.02.2026] Die geplante Neuordnung der Netzentgelte im AgNes-Prozess stellt die bisherige Befreiung von Stromspeichern infrage. Vertreter der Speicherbranche warnen, dass ohne Vertrauensschutz Milliardeninvestitionen und bis zu 16 GW Batteriespeicherleistung auf der Kippe stehen. mehr...

Nahaufnahme einer Reihe von Batteriespeicher-Containern in einem Windpark. Die technischen Gehäuse mit Lüftungsgittern stehen in einer Linie im Vordergrund, während im Hintergrund mehrere Windkraftanlagen unscharf zu sehen sind. Die Szene vermittelt die Kombination aus Windenergie und Energiespeicherung.

Trianel: Klare Regeln für Batteriespeicher

[12.02.2026] Aus Sicht von Trianel sind Batteriespeicher ein zentraler Baustein der Energiewende. Auf der Messe E-world energy & water 2026 stellte das Unternehmen ein Großprojekt in Waltrop vor und warnte zugleich vor regulatorischer Unsicherheit. mehr...

RWE: Batteriespeicher in Lingen geplant

[10.02.2026] RWE plant am Kraftwerksstandort Lingen einen Batteriespeicher mit 400 Megawatt Leistung und mindestens 800 Megawattstunden Kapazität. Die Anlage soll ab 2028 das Stromnetz stabilisieren und zeigt, welche Rolle Großspeicher im künftigen Energiesystem spielen. mehr...

Studie: Batteriegroßspeicher erzeugen Wohlfahrtsgewinne

[22.01.2026] Eine neue Analyse zeigt, dass Batteriegroßspeicher im deutschen Stromsystem deutliche Wohlfahrtsgewinne erzeugen und zur Stabilisierung des Marktes beitragen. Die Autoren warnen zugleich, dass pauschale regulatorische Eingriffe diesen Nutzen schmälern können. mehr...

BSW-Solar: Zunahme von stationären Batteriespeichern

[14.01.2026] Die Kapazität stationärer Batteriespeicher in Deutschland hat sich nach Branchenangaben innerhalb von fünf Jahren mehr als verfünffacht. Trotz des starken Wachstums sieht der Bundesverband Solarwirtschaft weiteren erheblichen Ausbaubedarf, um die Energiewende effizient voranzubringen. mehr...

Neoen/Uniper: Tolling-Vertrag für Batteriespeicher abgeschlossen

[12.01.2026] Neoen hat für seinen Batteriespeicher in Arneburg einen siebenjährigen Tolling-Vertrag mit Uniper abgeschlossen. Der Vertrag über 30 MW Leistung und 78 MWh Kapazität startet 2027 und regelt die Vermarktung und Optimierung der Anlage. mehr...