HessenFossile Wärme überwiegt
In Hessen werden mehr als die Hälfte der rund 2,7 Millionen bewohnten Wohnungen (55 Prozent) mit Gas beheizt. Der Anteil der überwiegend mit Öl beheizten Wohnungen lag bei 29 Prozent, teilt das Hessische Statistische Landesamt auf Basis der Ergebnisse der Mikrozensus-Zusatzerhebung zur Wohnsituation aus dem Jahr 2018 mit. In rund drei Prozent der Wohnungen werden für Heizzwecke Briketts, Braunkohle, Koks, Steinkohle, Holz oder Holzkohle verbrannt. Insgesamt liegt der Anteil fossiler Brennstoffe bei 87 Prozent. Mit Fernwärme werden lediglich sieben Prozent der hessischen Wohnungen beheizt, mit Strom vier Prozent und zwei Prozent mit erneuerbaren Energien.
Nach Angaben der Statistikbehörde zeigt ein Blick auf das Baujahr der Wohnungen, dass die eingesetzte Energieart zum Heizen der Wohnung einem allmählichen Wandel unterliegt: In mehr als einem Drittel der Wohnungen aus den 1950er, 1960er und 1970er Jahren wird mit Öl geheizt. Ab 2011 hingegen wurden in Neubauten deutlich seltener Ölheizungen verbaut. Gasheizungen wurden in Neubauten zwar ebenfalls seltener eingesetzt, stellten aber mit einem Anteil von rund 44 Prozent weiterhin die am häufigsten genutzte Energieart. Fernwärme nimmt langsam zu: 22 Prozent aller Wohnungen in Neubauten ab 2011 wurden an ein Wärmenetz angeschlossen. Die drittwichtigste Energieart bei Neubauten mit einem Anteil von 21 Prozent sind erneuerbare Energien wie Biomasse, Biogas, Sonnenenergie, Erd- und andere Umweltwärme sowie Abluftwärme.
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