Stadtwerke MünsterWind-Anträge für Dülmen eingereicht

Die Projektentwickeler Janine Rose und Philipp Richter von den Stadtwerken Münster haben den Antrag für drei Anlagen in Dülmen-Hangenau eingereicht.
(Bildquelle: Stadtwerke Münster)
Die Stadtwerke Münster haben einen Antrag für ein Windenergieprojekt in Dülmen beim Kreis Coesfeld eingereicht. Geplant sind zwei Windenergieanlagen des Herstellers Enercon mit einer jeweiligen Gesamthöhe von 200 Metern und einer jeweiligen Leistung von 4,2 Megawatt. Rein rechnerisch könnten mit dem erzeugten Strom 7.800 Haushalte versorgt werden. Entscheidet der Kreis Coesfeld positiv, könnten die Anlagen, die östlich der Bauernschaft Hangenau entstehen sollen, Ende 2025 in Betrieb gehen.
„Bis 2030 wollen wir alle münsterschen Privathaushalte mit selbst erzeugtem, grünen Strom versorgen“, betont Stadtwerke-Geschäftsführer Sebastian Jurczyk. Sollte das Projekt genehmigt werden, beteiligen die Stadtwerke Münster die Menschen vor Ort finanziell an den Erträgen. Neben Gewerbesteuereinnahmen in Dülmen erhalten die Gemeinden Dülmen, Nottuln und Senden jährlich eine Gemeindebeteiligung. „Geplant ist außerdem eine Bürgerbeteiligung in Form eines festverzinsten Nachrangdarlehens“, erklärt Maximilian Wolf, Leiter der Abteilung Erneuerbare Energien.
Da die Flächenpotenziale für neue Windenergieanlagen im Stadtgebiet von Münster ausgeschöpft sind, konzentrieren sich die Stadtwerke Münster bei der Entwicklung auf Flächen im Münsterland. Dem Genehmigungsantrag nach Bundes-Immissionsschutzgesetz gingen zahlreiche Gespräche mit Gemeindevertretern, Verwaltung sowie Bürgerinnen und Bürgern voraus. Für das Projekt kooperiert der münstersche Versorger mit den Stadtwerken Dülmen.
Aktuell betreiben die Stadtwerke Münster 21 Windenergieanlagen an verschiedenen Standorten von Borkum bis Münster-Wolbeck. Bis 2030 soll ihre Zahl auf mehr als 40 Anlagen wachsen. Mit ihren Windenergieanlagen möchten die Stadtwerke Münster künftig 280 Gigawattstunden erneuerbaren Strom erzeugen.
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