WilhelmshavenFortschritte bei AVG-Finanzierung

Olaf Lies und Christian Meyer in Wilhelmshaven.
(Bildquelle: Mensing/MW)
Vergangene Woche hat der Bundestag einen Beschluss für die bundesseitige Finanzierung des Anlegers für verflüssigte Gase (AVG) in Wilhelmshaven gefasst. Wie das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Bauen und Digitalisierung mitteilt, ist das – vorbehaltlich der Anfang Dezember anstehenden Entscheidung des Bundestags – die Grundlage für den Beginn der Planungen und der Umsetzung durch die niedersächsische Hafengesellschaft NPorts.
Mit einer Gesamtinvestitionssumme von 600 Millionen Euro sei der AVG Wilhelmshaven eine der zentralen Infrastrukturmaßnahmen für den Ausbau Wilhelmshavens zu einer zentralen Drehscheibe für klimafreundliche Gase für ganz Deutschland. Und es handele sich um die größte Hafeninvestition seit dem Bau des JadeWeserPorts.
Klares Bekenntnis zur Energiewende
Der für die niedersächsischen Häfen zuständige Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) sieht in der Entscheidung des Haushaltsausschusses ein zentrales Signal für den Umbau und die Energiewende: „Zum einen ist es gerade angesichts der schwierigen Haushaltslage und des Urteils des Bundesverfassungsgerichts ein ganz wichtiges gemeinsames Signal der Berliner Regierungsfraktionen, hier eine klare Priorität zu setzen. Das zeigt Handlungsfähigkeit und den festen Willen, die Energiewende auch in diesen schwierigen Zeiten zum Erfolg zu führen. Zum anderen wird mit dem Bau des Anlegers die Grundlage für weitere private Investitionen von TES und Uniper in die landseitigen Terminals geschaffen.“
Nach Angaben des Ministeriums kann der Bund durch die Absicherung im Haushalt die Finanzierung des insgesamt 600 Millionen Euro teuren Projekts über KfW-Kredite sicherstellen. Lies betonte in diesem Zusammenhang, dass sich das Land gegenüber dem Bund verpflichtet habe, die anteilige Landesfinanzierung in Höhe von 200 Millionen Euro sicherzustellen: „Damit haben nun auch die privaten Partner Sicherheit für ihre Investitionen, denn ohne Anleger keine Investitionen und keine Industrie. Das ist jetzt gelöst.“
Einstieg in die Planungen
Lies kündigte an, nach der Entscheidung des Bundestages unverzüglich in die weiteren Planungen einzusteigen: „Das ist jetzt auch für NPorts die Grundlage, mit den vertieften Planungen zu beginnen und das Planfeststellungsverfahren auf den Weg zu bringen. NPorts hat gemeinsam mit den zuständigen Genehmigungsbehörden bei den LNG-Terminals in Wilhelmshaven und Stade gezeigt, was es bedeutet, wenn wir von der neuen Geschwindigkeit in Deutschland sprechen. Dabei haben wir immer betont, dass die FSRU-Terminals nur der Einstieg sind. Wir brauchen dauerhafte, feste Importterminals für grüne, klimaneutrale Gase an Land, um den Energiebedarf unserer Industrie zu decken. Das können wir mit diesen Beschlüssen jetzt erreichen. Mit der gleichen Kraft werden wir nun den Bau des Flüssigerdgas-Terminals vorantreiben. Ich bin zuversichtlich, dass wir ihn bis 2027 fertigstellen werden.“
deeeper.technology: Geodatenanalyse unterstützt Planung von Wasserstoffanlage
[07.08.2026] Eine KI-gestützte Standortanalyse soll den Bau eines Fünf-Megawatt-Elektrolyseurs zur Erzeugung von grünem Wasserstoff im Raum Kempten beschleunigen. Das Projekt zeigt, wie digitale Geodatenanalysen die Planung von Wasserstoffanlagen unterstützen und eine Inbetriebnahme bereits 2027 ermöglichen sollen. mehr...
RWE: Erneuerbarer Wasserstoff erreicht Chemiepark
[06.08.2026] Erstmals ist erneuerbar erzeugter Wasserstoff aus den Elektrolyse-Anlagen in Lingen per Pipeline bis zum Chemiepark Marl transportiert worden. Das Projekt GET H2 Nukleus verbindet Erzeugung, Transport und industrielle Nutzung im Regelbetrieb und gilt als wichtiger Schritt für den Aufbau des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes. mehr...
Wasserstoffspeicher: Sonderbetriebsplan öffentlich ausgelegt
[04.08.2026] Eine Pilotkaverne in der Krummhörn soll erstmals mit verdichtetem Wasserstoff befüllt werden. Das Genehmigungsverfahren geht mit der öffentlichen Auslegung des Sonderbetriebsplans in die nächste Phase und ist für den Aufbau einer Wasserstoffspeicher-Infrastruktur von Bedeutung. mehr...
beyondgas: Wasserstoffprojekte im Fokus
[28.07.2026] Der Wasserstoffkongress beyondgas stellt praxisnahe Projekte und konkrete Entscheidungen für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in den Mittelpunkt. Die Veranstaltung findet vom 8. bis 10. September in Oldenburg statt und erweitert ihr Programm unter anderem um Workshops und eine Exkursion zu einem Wasserstoffspeicherprojekt. mehr...
Bayerischer Energiepreis: Wasserstoffprojekt H2Direkt hat Auszeichnung erhalten
[13.07.2026] Das Wasserstoffprojekt H2Direkt hat den Bayerischen Energiepreis 2026 in der Kategorie „Energieforschung“ erhalten. Die Auszeichnung würdigt den erstmals erfolgreichen Betrieb eines bestehenden Gasverteilnetzes mit 100 Prozent Wasserstoff und den Übergang in den Regelbetrieb. mehr...
Fraunhofer CINES: Untersuchung verweist auf hohe Transportkosten bei Wasserstoff
[06.07.2026] Transport und Speicherung können die Bezugskosten für grünen Wasserstoff bis 2035 deutlich erhöhen, besonders bei Spitzenlastkraftwerken. Eine Analyse von Fraunhofer CINES zeigt, warum Infrastrukturkosten für die Energiewirtschaft entscheidend werden und welche Unterschiede zur Industrie bestehen. mehr...
EWE Netz: Bau von Wasserstoffpipeline
[06.07.2026] EWE Netz startet mit H₂Coastlink 1 den Bau der ersten Wasserstoffpipeline im Nordwesten Deutschlands. Die Leitung soll den Emder Elektrolyseur an das Wasserstoff-Kernnetz anbinden und gilt als wichtiger Baustein für den Aufbau einer regionalen Wasserstoffwirtschaft. mehr...
Chemnitz: EU-Fördermittel für Wasserstoffinfrastruktur erhalten
[30.06.2026] Chemnitz treibt den Ausbau seiner Wasserstoff- und Speicherinfrastruktur mit mehr als 30 Millionen Euro aus dem EU-Just-Transition-Fund voran. Die Fördermittel fließen in die Anbindung an das künftige Wasserstoffkernnetz sowie in einen Energiepark mit Photovoltaik und Großbatteriespeicher und stärken damit die regionale Energiewende. mehr...
Wasserstoffrat: Erwartungen für Hochlauf
[26.06.2026] Der Nationale Wasserstoffrat rechnet weiterhin mit einem hohen Bedarf an Wasserstoff in Deutschland. Nach einer aktualisierten Prognose dürfte sich der Markthochlauf jedoch verzögern und erst in der ersten Hälfte der 2030er-Jahre an Fahrt gewinnen. mehr...
Wasserstoffrat: Beimischung in Erdgasnetze geprüft
[25.06.2026] Der Nationale Wasserstoffrat hat ein Informations- und Grundlagenpapier zur Beimischung von Wasserstoff in Erdgasnetze veröffentlicht. Darin untersucht das Gremium technische, regulatorische und wirtschaftliche Fragen sowie die möglichen Auswirkungen auf die Transformation des Energiesystems. mehr...
NRW: Realitätscheck Wasserstoff vorgelegt
[24.06.2026] Nordrhein-Westfalen hat der EU acht Vorschläge für einen schnelleren Aufbau der europäischen Wasserstoffwirtschaft vorgelegt. Die Empfehlungen sollen Investitionen erleichtern, regulatorische Hürden abbauen und den stockenden Markthochlauf voranbringen. mehr...
EWE/Salzgitter AG: Liefervertrag für grünen Wasserstoff abgeschlossen
[17.06.2026] EWE und die Salzgitter AG haben einen langfristigen Liefervertrag über jährlich 10.000 Tonnen grünen Wasserstoff abgeschlossen. Die Vereinbarung soll die klimafreundliche Stahlproduktion voranbringen und gilt als wichtiges Signal für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft in Deutschland. mehr...
Vaillant: Wasserstoffnetz im Regelbetrieb
[12.06.2026] Mehrere Privathaushalte in Hohenwart heizen jetzt mit 100 Prozent Wasserstoff. Das Projekt „H2Dahoam“ ist in den dauerhaften Betrieb gegangen. mehr...
Nationaler Wasserstoffrat: Nationaler Wasserstoffrat reformiert
[12.06.2026] Die Bundesregierung hat eine Reform des Nationalen Wasserstoffrats beschlossen. Das Gremium soll künftig stärker auf den Markthochlauf von Wasserstoff ausgerichtet werden. Zudem wird sein Aufgabenbereich erweitert und die Struktur verschlankt. mehr...
EWE: Bilfinger erhält Großauftrag für Wasserstoffanlage
[20.05.2026] EWE hat Bilfinger mit zentralen Arbeiten für die 320-Megawatt-Wasserstoffanlage in Emden beauftragt. Der Großauftrag markiert den Abschluss der letzten wesentlichen Vergaben und schafft die Basis für langfristige Lieferverträge für grünen Wasserstoff. mehr...












