badenovaWasserstoffbedarf ermittelt

Für das Projekt RHYn Interco haben die Netzbetreiber GRTgaz, terranets bw und badenovaNETZE den Wasserstoffbedarf ermittelt.
(Bildquelle: badenova)
Von Mitte September bis Mitte November 2023 führten die Netzbetreiber GRTgaz, terranets bw und badenovaNETZE im Rahmen der Projekte RHYn und RHYn Interco (wir berichteten) eine Umfrage zu Wasserstoffbedarf und -produktionspotenzialen in den Regionen Südlicher Oberrhein und Grand Est in Frankreich durch. Ziel war es, potenzielle Großabnehmer und Wasserstoffproduzenten zu identifizieren.
Wie badenova jetzt mitteilt, haben zehn Unternehmen, vor allem aus Freiburg und Kehl, einen Bedarf von rund 1,5 Terawattstunden (TWh) Energie aus Wasserstoff ab 2028 und sogar rund 1,9 TWh bis 2035 angemeldet. Vor allem energieintensive Unternehmen zeigten Interesse an einer leitungsgebundenen Wasserstoffversorgung. Projektleiterin Leonie Meyer von badenovaNETZE sieht großes Potenzial, weitere Unternehmen für die leitungsgebundene Wasserstoffversorgung zu gewinnen. Auf französischer Seite haben sich potenzielle Wasserstoffproduzenten bei GRTgaz gemeldet. Vorläufige Ergebnisse deuten auf ein großes Produktions- und Exportpotenzial in der Region Grand Est hin. Eine vertiefende Analyse durch GRTgaz und terranets bw ist laut badenova derzeit im Gange, um die nächsten Schritte für die Verbindung der beiden Netze festzulegen.
Die Europäische Kommission hat am 23. November 2023 die Bedeutung des Projekts RHYn Interco als Project of Common Interest bestätigt. Der PCI-Status ist entscheidend für die Aufnahme in das neue Wasserstoff-Kernnetz. Projektleiterin Stephanie Seybold von terranets bw betonte, dass die grenzüberschreitende Anbindung an das Wasserstoff-Backbone in Frankreich und die Umrüstung bestehender Gasleitungen auf Wasserstoff die Voraussetzung für eine klimaneutrale Energieversorgung der Industrie schaffe. Der PCI-Status unterstreiche die Bedeutung des Projekts RHYn Interco für die Energiewende.
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