UmweltbundesamtAnteil der Erneuerbaren wächst

Der Zubau von Wärmepumpen hat zu einer Steigerung des Anteils der erneuerbaren Energien geführt.
(Bildquelle: Unsplash/alpha innotec)
Der Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland schreitet weiter voran. Wie aktuelle Auswertungen der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) am Umweltbundesamt zeigen, stieg der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch für Strom, Wärme und Verkehr im Jahr 2024 auf 22,4 Prozent (2023: 21,6 Prozent). Wie das Umweltbundesamt mitteilt, erreichte besonders die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen mit 284 Terawattstunden (TWh) einen neuen Höchstwert, was einem Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch erhöhte sich auf 54,4 Prozent.
Windenergie und Photovoltaik als maßgeblich
Maßgeblich für diese Entwicklung waren die Windenergie und die Photovoltaik, die zusammen über drei Viertel des erneuerbaren Stroms bereitstellten. Während Windkraft trotz durchschnittlicher Witterung mit 138,9 TWh die wichtigste erneuerbare Stromquelle blieb, profitierte die Photovoltaik vom starken Zubau der vergangenen Jahre. Die installierte Leistung stieg um 16.700 Megawatt auf nahezu 100 Gigawatt, was die Solarstromerzeugung um 16 Prozent auf 74,1 TWh anwachsen ließ. Auch die Wasserkraft legte um zwölf Prozent auf 22,2 TWh zu, während die Stromproduktion aus Biomasse um zwei Prozent auf 48,6 TWh zurückging.
Im Wärmesektor zeigt sich ein gemischtes Bild. Zwar blieb Biomasse mit 81 Prozent der wichtigste erneuerbare Energieträger für Wärme, doch insbesondere Wärmepumpen gewannen an Bedeutung. Die durch sie genutzte Umweltwärme wuchs um 14,2 Prozent, was auf den starken Absatz von Wärmepumpen in den vergangenen zwei Jahren zurückzuführen ist. Insgesamt stieg die erneuerbare Wärmeerzeugung um knapp zwei Prozent auf 197,2 TWh, ihr Anteil am gesamten Wärmebedarf lag bei 18,1 Prozent.
Rückgang bei Verkehrssektor
Der Verkehrssektor verzeichnete hingegen einen Rückgang des Anteils erneuerbarer Energien auf 7,2 Prozent. Während der Verbrauch erneuerbaren Stroms im Verkehr um 14 Prozent auf 9,2 TWh anstieg, sank der Einsatz von Biokraftstoffen um elf Prozent. Besonders der Biodieselverbrauch ging um 21 Prozent zurück, unter anderem aufgrund regulatorischer Änderungen.
Der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energien trug maßgeblich zur Reduktion von Treibhausgasemissionen bei. Vorläufigen Berechnungen zufolge konnten im Jahr 2024 insgesamt 256 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente vermieden werden, davon der größte Teil im Stromsektor (205 Millionen Tonnen). Um die nationalen und europäischen Klimaziele zu erreichen, bleibt jedoch insbesondere der weitere Ausbau der Windenergie entscheidend.
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