Rheinland-PfalzStadtwerke Trier setzen auf Holzbau

Trafostation aus Holz der Stadtwerke Trier.
(Bildquelle: Stadtwerke Trier)
Die Stadtwerke Trier (SWT) erproben beim Ausbau ihrer Energie-Infrastruktur den Einsatz von Holz. Wie das rheinland-pfälzische Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten mitteilt, sollen in den Jahren 2027 und 2028 insgesamt 19 Infrastrukturmodule in modularer Holzbauweise entstehen. Geplant sind sechs Trafostationen, vier Heizzentralen und neun Batteriespeichermodule. Für die Fassaden soll überwiegend so genannte Kalamitätseiche aus heimischen Wäldern verwendet werden. Dabei handelt es sich um Holz von Bäumen, die beispielsweise durch Trockenheit, Stürme oder Schädlingsbefall geschädigt wurden.
Klimafreundlichere Zukunft
Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich laut Ministerium auf rund 3,74 Millionen Euro. Das Land fördert das Projekt mit 400.000 Euro. „Mit ihrem Vorhaben, die eigene Energie-Infrastruktur auf modularen Holzbau umzustellen, rüsten sich die Stadtwerke Trier für eine klimafreundlichere Zukunft“, erklärte Forstministerin Christine Schneider anlässlich der Übergabe des Förderbescheids.
Mit dem Modellprojekt wollen die SWT untersuchen, wie sich technische Anlagen für Stromnetze, Speicher und Wärmeversorgung in modularer Holzbauweise errichten lassen. Gegenüber konventionellen Betonbauwerken weisen die Holzkonstruktionen ein geringeres Gewicht auf, was Transport und Aufstellung erleichtern kann.
Vorteile der Holzbauweise
„Für die Energiewende benötigen wir leistungsfähige Netze, Speicher und Wärmelösungen“, sagte SWT-Vorstand Arndt Müller. Mit dem Modellprojekt werde untersucht, welche Vorteile die Holzbauweise für Planung, Transport und Betrieb bieten könne. Die Umsetzung soll wissenschaftlich begleitet und ausgewertet werden. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen nach Angaben des Ministeriums auch für andere Kommunen, Stadtwerke und Netzbetreiber von Interesse sein.
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