BDEWKlare Finanzierung für Wasserstoffhochlauf

H2-Molekül: Wasserstoff wird in großen Mengen gebraucht.
(Bildquelle: 123rf.com)
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat sich zum Start der Konsultation für das geplante Wasserstoffbeschleunigungsgesetz (wir berichteten) geäußert. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte das Verfahren Anfang Juli eingeleitet. Ziel des Gesetzes ist es, Planungs- und Genehmigungsprozesse beim Ausbau von Wasserstoffinfrastruktur zu vereinfachen und zu beschleunigen.
Positive Ansätze im Entwurf
BDEW-Hauptgeschäftsführerin Kerstin Andreae erklärte laut Verbandsmitteilung: „Wasserstoff spielt eine zentrale Rolle sowohl für die Erreichung der Klimaziele als auch für den Industriestandort Deutschland.“ Er werde in großen Mengen gebraucht – etwa für steuerbare Kraftwerke, Kraft-Wärme-Kopplung und die Dekarbonisierung der Industrie. Der Verband bewertet es als positiv, dass die Bundesregierung den Gesetzentwurf noch vor der Sommerpause vorgelegt hat. Sie erkenne damit die Dringlichkeit des Themas an und bringe den Wasserstoffhochlauf politisch voran. Auch die geplante Vereinfachung von Verwaltungsverfahren sieht der Verband als Schritt in die richtige Richtung.
Finanzielle Ausstattung ungenügend
Laut Entwurf sollen etwa auch Elektrolyseure, die Wasserstoff aus fossilem Erdgas oder mit Strom nicht-erneuerbarer Herkunft erzeugen, unter das sogenannte „überragende öffentliche Interesse“ fallen. Der BDEW begrüßt diesen Ansatz als „pragmatisch“. Kritisch sieht der Verband jedoch die finanzielle Ausstattung der Wasserstoffstrategie. Die geplanten Mittel im Bundeshaushalt seien nach aktueller Planung bis 2032 auf ein Drittel reduziert worden. Es fehlten insbesondere Gelder für Elektrolyseanlagen, die im Gesamtsystem eine wichtige Rolle spielen – etwa bei der Stromerzeugung auf See (offshore). „Hier muss dringend nachgebessert werden“, so Andreae.
Handlungsbedarf auf europäischer Ebene
Der Wasserstoffhochlauf dürfe nicht unter einem Finanzierungsvorbehalt stehen, betont der Verband. Nur mit klaren Rahmenbedingungen könnten Unternehmen Investitionsentscheidungen treffen. Auch auf europäischer Ebene sieht der BDEW Handlungsbedarf. Gemeinsam mit 13 weiteren Verbänden aus Industrie und Energiewirtschaft ruft er die Bundesregierung dazu auf, eine europäische Wasserstoff-Allianz zu initiieren. Damit solle die im Koalitionsvertrag angekündigte Führungsrolle Deutschlands in der europäischen Wasserstoffpolitik endlich umgesetzt werden.
BMI: Sabotageschutz für Energieanlagen ausgeweitet
[02.11.2026] Die Bundesregierung will den Schutz Kritischer Infrastrukturen vor Sabotage verstärken. Künftig sollen auch Beschäftigte in bestimmten Energieanlagen, virtuellen Kraftwerken und Flüssigerdgas-Terminals einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen werden. mehr...
EEG-Finanzierung: Förderbedarf für 2027 liegt bei 17,5 Milliarden Euro
[29.10.2026] Der Finanzierungsbedarf für die Förderung Erneuerbarer Energien wird 2027 voraussichtlich 17,5 Milliarden Euro betragen. Ausschlaggebend für die Belastung des Bundeshaushalts ist vor allem die Differenz zwischen den garantierten Vergütungen für Ökostrom und den Erlösen am Strommarkt. mehr...
ASEW: Strom-Umlagen steigen 2027 um knapp 23 Prozent
[27.10.2026] Die Strom-Umlagen steigen 2027 um insgesamt 22,9 Prozent. Vor allem höhere Kosten für die Stromnetze treiben die Belastung nach oben. Auch bei den Netzentgelten und Gaspreisen müssen Verbraucher mit steigenden Kosten rechnen. mehr...
BMWE: Bund und Länder wollen Netzfinanzierung erleichtern
[15.10.2026] Bund und Länder haben sich auf gemeinsame Eckpunkte zur Finanzierung von Stromverteil- und Wärmenetzen verständigt. Ein neues Finanzierungsinstrument soll die Eigenkapitalbasis von Stadtwerken stärken und Investitionen in die Energieinfrastruktur erleichtern. mehr...
VKU: Strategie für grüne Gase gefordert
[15.10.2026] Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) begrüßt erste Eckpunkte des Bundeswirtschaftsministeriums für eine Grüngasquote, sieht aber noch erhebliche offene Fragen. Vor allem müsse die Bundesregierung klären, woher die benötigten Mengen an grünen Gasen kommen sollen und welche Kosten auf die Verbraucher zukommen. mehr...
BDEW: Stromsteuersenkung für alle gefordert
[15.10.2026] Der BDEW begrüßt die Ankündigung der CDU, die Stromsteuer bei ausreichendem Haushaltsspielraum für alle Verbrauchergruppen zu senken. Der Verband fordert eine schnelle und dauerhafte Absenkung auf das europäische Mindestmaß. mehr...
Sachsen: Millionen für Wärmewende bewilligt
[12.10.2026] Sachsen hat erste Millionenförderungen für den Umbau der kommunalen Wärmeversorgung bewilligt. Sechs größere Projekte sollen den Einsatz erneuerbarer Energien voranbringen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern. mehr...
MiSpeL: Bundesnetzagentur erleichtert Nutzung von Stromspeichern
[09.10.2026] Die Bundesnetzagentur hat die Festlegung zur Marktintegration von Stromspeichern und Ladepunkten (MiSpeL) beschlossen. Künftig können Speicher und bidirektionale Ladepunkte sowohl Netzstrom als auch selbst erzeugten Solarstrom aufnehmen und ins Netz zurückspeisen, ohne dass die EEG-Förderung entfällt. mehr...
Netzpaket: Redispatch-Vorbehalt stößt auf deutliche Kritik
[09.10.2026] Der geplante Redispatch-Vorbehalt im Netzpaket der Bundesregierung stößt bei zahlreichen Sachverständigen auf Widerstand. In einer Anhörung des Bundestags warnten sie vor rechtlichen Risiken und schlechteren Investitionsbedingungen für erneuerbare Energien. mehr...
Bremen: Fecker kritisiert Umschichtung von KTF-Mitteln
[07.10.2026] Bremens Finanzsenator Björn Fecker kritisiert, dass der Bund Einnahmen aus dem Emissionshandel künftig teilweise dem allgemeinen Haushalt statt dem Klima- und Transformationsfonds zuführen will. Nach Angaben der Bremer Finanzverwaltung geht es 2027 um 2,7 Milliarden Euro, bis 2030 könnten sich die Umschichtungen auf bis zu 13 Milliarden Euro summieren. mehr...
Energy Sharing: Impulspapier fordert klare Standards
[06.10.2026] Seit Juni 2026 ist Energy Sharing in Deutschland formal möglich, in der Praxis stehen Projekten aber noch Hürden bei Netzzugang, Bilanzierung und Abrechnung entgegen. Ein Impulspapier des Projekts Forum EnShare nennt zehn Empfehlungen, die den Einstieg erleichtern sollen. mehr...
Forschungsstelle für Energiewirtschaft: Pachtdeckel könnte EEG-Kosten deutlich senken
[06.10.2026] Eine Begrenzung der Pachten für Windenergieflächen könnte nach Berechnungen der Forschungsstelle für Energiewirtschaft die EEG-Förderkosten bis 2045 um Milliarden Euro senken. Bei der im Entwurf zum EEG 2027 vorgesehenen Obergrenze von 3,5 Prozent des Jahresumsatzes errechnet das Institut je nach Vergleichsszenario Einsparungen zwischen rund drei und 37 Milliarden Euro. mehr...
Hessen: Gesetzentwurf will Drohnenüberflüge ahnden
[02.10.2026] Hessen will das unbefugte Eindringen in Kritische Infrastruktur und nicht genehmigte Drohnenüberflüge mit einem neuen Straftatbestand ahnden. Einen entsprechenden Gesetzentwurf zum „gemeinschädlichen Hausfriedensbruch“ hat Justizminister Christian Heinz im Bundesrat vorgestellt. mehr...
Bundeswirtschaftsministerium: Eckpunkte für flexible KWK
[28.09.2026] Das Bundeswirtschaftsministerium will das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz bis 2035 verlängern und die Förderung stärker auf flexible, systemdienliche Anlagen ausrichten. Die Energiewirtschaft begrüßt die grundsätzliche Richtung, fordert aber unter anderem eine längere Laufzeit und Nachbesserungen bei Fördersätzen und Modernisierungen. mehr...
Novelle des KWKG: Verbände fordern Nachbesserungen
[23.09.2026] BDEW, VKU und AGFW begrüßen die Eckpunkte des Bundeswirtschaftsministeriums zur Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes. Nachbesserungsbedarf sehen die Verbände unter anderem bei Laufzeit, Fördersätzen und den Bedingungen für bestehende KWK-Anlagen. mehr...













