HörstelKalte-Nahwärme-Netz in Betrieb gegangen

Inbetriebnahme der Technikzentrale unterhalb der Sporthalle, von der aus Steuerung und Überwachung erfolgen.
v.l.: Thomas Scherer, Mario Jenz, Volkmar Löckemann, Christian Ungruh, Vertreter des Rates, der Feuerwehr und der Verwaltung der Stadt Hörstel; David Ostholthoff, Bürgermeister; Dr. Jürgen Schmidberger, Geschäftsführer SWTE Netz; Kai Watermeyer, Mathias Walke, Ingenieure SWTE Netz; Michael Bußmann, Technischer Leiter SWTE Netz
(Bildquelle: SWTE Netz GmbH & Co. KG)
Inbetriebnahme der Technikzentrale unterhalb der Sporthalle, von der aus Steuerung und Überwachung erfolgen.
v.l.: Thomas Scherer, Mario Jenz, Volkmar Löckemann, Christian Ungruh, Vertreter des Rates, der Feuerwehr und der Verwaltung der Stadt Hörstel; David Ostholthoff, Bürgermeister; Dr. Jürgen Schmidberger, Geschäftsführer SWTE Netz; Kai Watermeyer, Mathias Walke, Ingenieure SWTE Netz; Michael Bußmann, Technischer Leiter SWTE Netz
(Bildquelle: SWTE Netz GmbH & Co. KG)
Im Neubaugebiet Uferquartier im nordrhein-westfälischen Hörstel ist ein Kalte-Nahwärme-Netz ans Netz gegangen. Wie SWTE Netz mitteilt, erfolgte die symbolische Inbetriebnahme in der Technikzentrale im Untergeschoss der Ludgerus-Sporthalle. Von dort aus wird die Versorgung der später insgesamt 43 angeschlossenen Gebäude gesteuert. Als erstes nutzt die benachbarte Feuerwache die geothermisch gewonnene Wärme. Auch Rathaus und Grundschule sollen folgen.
Hörstels Bürgermeister David Ostholthoff erinnerte an die Entscheidung des Stadtrats, auf Geothermie zu setzen. Die Lösung sei zukunftssicher und erfülle bereits jetzt die strengeren gesetzlichen Vorgaben für erneuerbare Wärme. Ähnliche Technik kommt nach seinen Angaben auch im Baugebiet Riesenbeck-West zum Einsatz. Die Zusammenarbeit mit der städtischen Netzgesellschaft SWTE Netz erleichtere Wege und stärke lokale Betriebe.
Welche wirtschaftlichen Effekte das bringt, erläuterte SWTE Netz-Geschäftsführer Jürgen Schmidberger. Das Unternehmen habe 3,1 Millionen Euro in das Netz investiert und dafür 40 Prozent Bundesförderung erhalten. Ein Großteil der Aufträge – vom Tief- und Hochbau über Mess- und Regeltechnik bis zur Gebäudetechnik – sei an Firmen aus Hörstel vergeben worden. Auch die Bohrungen für die Erdwärmesonden, die Installation der Wärmepumpen und verschiedene Planungsaufgaben lagen beziehungsweise liegen in Händen regionaler Unternehmen.
Technische Details zum System nannte Projektleiter Mathias Walke. Demnach erfassen nach Fertigstellung des neuen Rathauses 70 Erdwärmesonden in etwa 80 Metern Tiefe die geothermische Wärme. Ein Wasser-Glykol-Gemisch dient als Trägermedium und transportiert die Energie durch das rund 1.850 Meter lange Leitungsnetz. In den einzelnen Gebäuden heben Wärmepumpen das Temperaturniveau auf die benötigte Höhe. Jährlich sollen so etwa 668 Megawattstunden Wärme bereitstehen.
Für die Anschlussnehmer umfasst das Angebot laut SWTE Netz ein vollständiges Versorgungspaket. Dazu zählen Wärmepumpe, Pufferspeicher und Hausübergabestation ebenso wie der Bezug von Ökostrom für den Pumpenbetrieb, die Trinkwassererwärmung, Wartungen, Reparaturen und Entstörungen sowie eine eichrechtskonforme Messung.
Im Zentrum des Netzes steht die Technikzentrale unter der Sporthalle, von der aus Steuerung und Überwachung erfolgen.
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